Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Effekte sozialer Ausgrenzung auf endokrine und psychometrische Indikatoren psychischer Belastung

Zöller, Cäcilia


Originalveröffentlichung: (2010) Psychoneuroendocrinology (2010) 35, 1294-1298
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.641 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-82670
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8267/

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us


Freie Schlagwörter (Deutsch): Ausgrenzung , psychosozialer Stress , Cortisol , HPA-Achse , soziale Ausgrenzung
Freie Schlagwörter (Englisch): Ostracism , psychosocial stress , cortisol , HPA axis , social exclusion
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Medizinische Psychologie
Fachgebiet: Medizin fachübergreifend
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.06.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 21.07.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Mangel an sozialer Unterstützung und soziale Ausgrenzung sind mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit verbunden. Frauen scheinen darüberhinaus besonders anfällig für soziale Auslöser gesundheitlicher Störungen zu sein. Die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) könnte in diesem Kontext eine Schlüsselrolle spielen, da diese sowohl mit psychosozialen Bedingungen und gesundheitlichen Folgen assoziiert ist als auch geschlechtsspezifische Unterschiede aufweist.
Ziel dieser Studie war es deshalb zu prüfen, welche Effekte soziale Ausgrenzung auf die Cortisolsekretion bei Frauen hat. Die experimentelle Induktion sozialer Ausgrenzung erfolgte durch ein hochstandardisiertes Paradigma (Cyberball). Vorangegangene Studien konnten zeigen, dass dieses Paradigma das subjektive Wohlergehen und einzelne physiologische Parameter beeinflusst.
Gesunde Frauen (n=87) wurden randomisiert einer von drei Cyberball-Bedingungen zugeordnet: Ausgrenzung, Beteiligung respektive Technische Panne. Als Zielparameter wurden Speichelcortisolkonzentration und Stimmung vor, direkt sowie alle 15 min nach dem Cyberballspiel erfasst.
Soziale Ausgrenzung hatte keinen Effekt auf die Cortisolsekretion, obwohl signifikante Effekte auf die aktuelle Befindlichkeit zu beobachten waren. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Cyberball Ausgrenzungsparadigma allein trotz Beeinflussung des psychischen Wohlergehens die HPA-Achsen-Funktion nicht beeinträchtigt.
Kurzfassung auf Englisch: Lack of social support and social exclusion are associated with adverse effects for mental and physical health. Additionally, women appear to be more vulnerable to social triggers of health disturbances. Activity of the hypothalamus—pituitary—adrenal-axis (HPA-axis) might play a key role in this context as it has been shown both to be associated with psychosocial conditions and health outcomes and to respond differentially depending on gender.
Thus, the aim of this study was to investigate the effects of social exclusion on cortisol release in women. To experimentally vary social exclusion we employed a highly standardized paradigm (Cyberball) which already has been shown to affect subjective well-being and some physiological parameters.
Healthy women (n = 89) were randomly assigned to one of the three Cyberball conditions: social exclusion, inclusion and technical default, respectively. Salivary cortisol and subjective mood were assessed as primary outcome variables prior to, immediately and every 15 min after Cyberball.
Social exclusion had no effect on cortisol secretion though significant effects on mood were observed. These results indicate that the Cyberball social exclusion paradigm alone though affecting psychological well-being does not affect HPA-axis functioning.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand