Giessener Elektronische Bibliothek

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Optimierung der Elternschulung neurodermitiskranker Kinder durch die Einführung einer speziellen Massagetechnik

Improvement of the parental education programme for Atopic Dermatitis in children by integrating a special massage therapy

Schrecker, Friederike


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (7.013 KB)

Die gedruckte Ausgabe enthält eine DVD mit dem Titel: „Eau thermale Avene : Dermatite atopique les gestes douceur pour soulager votre enfant“.


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-81812
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8181/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Neurodermitis , Neurodermitisschulung , Massagetherapie
Freie Schlagwörter (Englisch): atopic dermatitis , parent education programme for atopic dermatitis , massage therapy
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin, Abteilung Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.05.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 21.06.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Die Neurodermitis ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen im Kindesalter. Schulungsprogramme für Eltern betroffener Kinder können zu einer Verbesserung der subjektiven und objektiven Symptome führen. Ziel dieser Studie war es, den Effekt einer zusätzlichen Massagetherapie als Teil der Neurodermitis- Elternschulung zu untersuchen.
Methodik: Es wurden 66 Elternteile in die Multicenter-Studie (rekrutiert in den deutschen Schulungszentren Giessen, Marburg, Bad Soden, Alzenau und Darmstadt) eingeschlossen. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt das reguläre Schulungsprogramm der AGNES (Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V), die andere Hälfte erhielt zusätzlich zum Schulungsprogramm eine Einführung in eine Massagetherapie, demonstriert durch eine Massage-DVD. Die Evaluation erfolgte anhand verschiedener Fragebögen, die von beiden Gruppen direkt vor und nach dem Programm ausgefüllt werden mussten.
Ergebnisse: Nach dem Schulungsprogramm nahm der SCORAD (bestimmt den Schweregrad der Neurodermitis und berücksichtigt Rötung, Schuppung, Lichenifikation, Exkoriationen, Juckreiz und Schlafprobleme) in beiden Gruppen (Kontroll- und Massagegruppe) signifikant ab. Ebenso kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Kratzkontrolle und der negativen Behandlungserfahrungen.
Auch das Selbstmanagement bezüglich der Erkrankung besserte sich in beiden Gruppen signifikant und zusätzlich kam es in beiden Gruppen zu einer signifikanten Verbesserung des psychosomatischen Wohlbefindens, der Zufriedenheit mit der medizinischen Versorgung, des emotionalen Umgangs und der Akzeptanz der Erkrankung.
Nur in der Massagegruppe zeigte sich eine Verbesserung im Bereich des Soziallebens der Eltern. Auch gaben mehr Eltern der Massagegruppe an, dass ihre Kinder die Berührung genossen.
Zusammenfassung: Die Einführung einer Massagetherapie stellt eine gute Möglichkeit dar, den praktischen Teil der Elternschulung für Neurodermitis zu verbessern. Das größte Benefit konnte im Bereich des Soziallebens der Eltern gesehen werden.
Kurzfassung auf Englisch: Backround: Atopic dermatitis (AD) is one of the most common allergic diseases in childhood. Parent education programmes facilitate an improvement of subjective and objective symptoms. The aim of this study was to evaluate the effect of an additional massage therapy as part of the parent education programme for AD.
Method: A total of 66 parents were included into this multicenter study (recruited at German education centers in Giessen, Marburg, Bad Soden, Mainz, Alzenau, and Darmstadt). Half of the participants received the regular education programme of AGNES (Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V), the other half received an introduction to massage therapy supported by DVD in additon to the education programme. The evaluation included the completion of various questionnaires, which were answered by both groups directly before and after the programme.
Results: After the education programme the SCORAD (Score of AD, includes: redness, scaling, lichenification, excoriation, pruritus and sleeping problems) significantly decreased in both groups (control- and massage group). Also the scale of itching control and negative medical experience decreased significantly. Moreover, there was an increase in self-confidence regarding the disease in both groups. The scale of psychosomatic well-being, the satisfaction about medical treatment, the emotional handling and the acceptance of the disease improved in both groups significantly. However only the massage group showed an improvement of the social well-being of parents. Also more parents of the massage group stated, that their children enjoyed the sensation of touch.
Conclusion: The massage therapy is a good way to improve the practical part of the parent education programme of AD. The most benefit could be demonstrated in the part of social well-being of parents.
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