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Exokrine Pankreasinsuffizienz bei Hunden : Toleranz- und Wirkungsstudie mit Pankreatin (Albrecht): Retrospektive Untersuchungen zur Prognose und Überlebenszeit

Roth, Nadine


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler 2011
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (7.139 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-81790
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8179/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Kleintiere, Innere Medizin
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5756-5
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.12.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 24.06.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In der Gesamtheit befasste sich das Dissertationsvorhaben mit den verschiedenen Aspekten der Behandlung der EPI, die jeweils in Substudien unterteilt wurden.
Vor dem Hintergrund der Überprüfung der Wirksamkeit des Enzympräparates Pankreatin (Albrecht) wurde an 8 gesunden Hunden in einer Toleranzstudie (1. Substudie) die Gabe der Einfach-, Zweifach- und Dreifachdosis über bestimmte Zeiträume untersucht. Grundlage für die darauf folgende Wirkungsstudie (2. Substudie) war die erwiesene Unbedenklichkeit von Pankreatin. Die Toleranzstudie ergab keine nachweisbaren Wirkungen von Pankreatin auf Vitalfunktionen und Routineparameter der Labordiagnostik.
Auf der Basis der erwiesenen Verträglichkeit konnten die Patienten für die Wirksamkeitsstudie ausgewählt werden (Direktive 2001/82/EC, Teil 8: Wirksamkeitsstudien).
Für die Untersuchung der Wirksamkeit von Pankreatin wurden 15 an EPI erkrankte Hunde mithilfe eines veterinärmedizinischen Labors anhand der TLI-Werte (<1µg/l) ausgewählt und über einen bestimmten Zeitraum mit dem Präparat behandelt und beobachtet. Die Besitzer der Hunde füllten täglich einen Beobachtungsbogen bezüglich Parameter, wie z.B. Kotbeschaffenheit, Appetit, Allgemeinbefinden und Gewicht aus. Ein Hund musste aufgrund Hautirritationen aus der Studie ausscheiden. Eine Überprüfung des Zusammenhangs mit Pankreatin fand nicht statt. Bei 64% der teilnehmenden Hunde verbesserte sich die Kotkonsistenz. Die Gabe von Pankreatin hatte einen hochsignifikanten (p<0,0001) Einfluss auf das Körpergewicht der Hunde in Form einer erwünschten Gewichtszunahme und somit eine nachweisbare Wirkung erzielt. Auch in dieser Studie wurden keine Nebenwirkungen festgestellt.
In der retrospektiven Studie (3. Substudie) wurde unabhängig von der 1. und 2. Substudie eine Population von EPI-erkrankten Hunden eines bestimmten Zeitraums hinsichtlich der Prävalenz Rate, der Therapie und des Therapieerfolges, sowie der Überlebenszeit und der Prognose untersucht. Hierfür wurden ebenfalls in Zusammenarbeit mit veterinärmedizinischen Laboren Hunde ausgewählt, die mindestens 1,5 Jahre vor Studienbeginn mit einem TLI-Wert <2,5 µg/l getestet wurden. Die behandelnden Tierärzte wurden telefonisch kontaktiert und mittels eines standardisierten Fragebogens zu den Patienten befragt. Es wurden insgesamt 61 Hunde in die Studie aufgenommen, wobei der DSH deutlich über repräsentiert war. Insgesamt waren weibliche Hunde öfter vertreten. Das Durchschnittsalter bei Diagnose lag bei 5 Jahren (± 3,2 Jahre) und die Überlebenszeit betrug im Mittel 2,2 Jahre. Das am häufigsten verwendete Enzympräparat war Pancrex Vet (Pfizer), wobei es keinen signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Enzympräparaten hinsichtlich des bewerteten Therapieerfolgs sowie der Überlebenszeit gab. Hunde, die in jüngerem Alter diagnostiziert wurden, hatten eine hoch signifikant (p<0,001) längere Überlebenszeit. 42,6% der Hunde bekamen neben der Enzymtherapie eine medikamentelle Zusatztherapie, wobei die Cobalaminsubstitution deutlich unterrepräsentiert war (8%). Knapp zwei Drittel der Hunde wurden nach der Diagnose mit speziellem Diätfutter ernährt. Der Therapieerfolg wurde in 57,4% aller Fälle als gut bewertet und in 24,6% der Fälle als mäßig. Hinsichtlich der unterschiedlichen Enzympräparate gab es keine signifikanten Unterschiede bezüglich Überlebenszeit und Therapieerfolg. Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Prognose für Hunde mit EPI fraglich ist.
Kurzfassung auf Englisch: In general, the dissertation dealt with the different aspects of the treatment of EPI which were each divided up into sub surveys.
Against the background of the validation of the effectiveness of the enzyme compound Pankreatin (Albrecht) the administration of single, double and triple doses was examined by means of a tolerance survey (1st sub survey) on 8 healthy dogs over a certain period of time. The basis for the subsequent impact survey (2nd sub survey) was the evident harmlessness of Pankreatin. The tolerance survey showed no substantiate impact of Pankreatin on vital functions and basic parameters of laboratory diagnostics.
On the basis of the substantiate tolerance the patients for the impact survey could be chosen (Directive 2001/82/EC, Part 8: Impact Studies).
For the examination of the impact of Pankreatin 15 EPI-diagnosed dogs were chosen based on their TLI figure (<1µg/l) with the aid of a veterinary laboratory and observed for a certain time period while they were treated with the compound. On a daily basis, the dogs’ owner’s filled out an observation questionnaire regarding parameters such as for example faecal consistence, appetite, general condition and weight. One dog had to be preempted from the survey due to skin irritations. A validation of the connection to Pankreatin did not take place. With 64% of the participating dogs the faecal consistence improved. The administration of Pankreatin had a high significant (p<0,0001) impact on the dogs’ weight in terms of a hoped-for gain in weight and consequently an evident impact. Neither in this survey were side effects to be found.
Independent from the 1st and 2nd sub survey, the retrospective survey (3rd sub survey) examined a population of EPI-diagnosed dogs of a certain time period in regards to prevalence rate, therapy and therapy success as well as survival time and prognosis. For this purpose, dogs were chosen again with the assistance of veterinary laboratories which were diagnosed with a TLI figure <2.5 µg/l at least 1.5 years prior to the start of the survey. The treating veterinaries were contacted by phone and questioned about their patients by means of a standardized questionnaire. A total of 61 dogs were admitted to the survey whereby the DSH was significantly overrepresented. Altogether, female dogs were represented more often. The mean age at diagnose was 5 years (± 3.2 years) and the survival time was 2.2 years on average.
The most frequently used enzyme compound was Pancrex Vet (Pfizer) whereas there was no significant difference of the enzyme compounds regarding the assessed therapy success as well as survival time. Dogs which were diagnosed at an earlier age showed a high significant (p<0,001) longer survival time. 42.6% of all dogs had a medication based addition therapy besides the enzyme therapy whereby the cobalamin substitution was considerably underrepresented (8%). Scarcely two thirds of all dogs were fed with a special dietary food after the diagnosis. The therapy success was assessed good in 57.4% and modest in 24.6% of all cases. There were no significant differences in regards to survival time and therapy success as to the different enzyme compounds. Summarizing one can state the prognosis for dogs with EPI is questionable.
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