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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-80408
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8040/


Herstellungsmethoden provisorischer Kronen und Brücken : eine repräsentative Umfrage unter deutschen Zahnärztinnen und Zahnärzten

Vollert, Marc Peter


Originalveröffentlichung: (2011) Giessen : VVB Laufersweiler 2011
pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.352 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5711-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.02.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 17.03.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Gegenstand dieser Arbeit war, die Anforderungen und Materialcharakteristika temporärer
K&B-Werkstoffe aus Sicht von niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten zu
ermitteln, sowie Kenntnisse über die Verarbeitung und Problembereiche mit diesen
Werkstoffen zu erfassen. Der Fokus lag auf der Verarbeitung temporärer Kronen- und
Brückenmaterialien und in der täglichen Praxis und deren Problembereiche unter besonderer
Berücksichtigung der Eigenschaften dieser Werkstoffe.
Die Erfassung der Daten erfolgte im Zuge einer repräsentativen Umfrage in der Bundesdeutschen
Zahnärzteschaft anhand eines standardisierten Fragebogens. Von 2000
versandten Fragebögen waren 661 vollständig auswertbar. Nach statistischer Auswertung
mit non-parametrischen Prüfverfahren (p=0,05) konnten die zentralen Zielfragen
dieser Arbeit wie folgt beantwortet werden:
Zu den wichtigsten Eigenschaften temporärer K&B-Werkstoffe zählen aus Sicht der
Zähnärzte die mechanische Festigkeit bzw. Stabilität, die einfache und schnelle Herstellung
sowie die Passgenauigkeit. Hinsichtlich der Produktklasse werden von 77,3% der
Befragten Composite-Materialien eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte Produkt ist
Protemp Garant.
Zur Herstellung temporärer Versorgungen wird von der Mehrheit der Befragten die Methodik
der Versorgungsabformung präferiert, wobei vornehmlich Segmentlöffel eingesetzt
werden. Bezüglich der Nachbearbeitung gab die überwiegende Zahl der Zahnärzte
an, eine Politur der Restauration durchzuführen. Die durchschnittliche Verweildauer
temporärer Kronen und Brücken liegt bei ca. 2 Wochen.
Hinsichtlich auftretender Probleme bei der Herstellung temporärer Versorgungen wurden
in < 10 % der Fälle Tragedauer- bzw. Herstellungsrisse und eine Blasenbildung
angegeben. Okklusionskorrekturen sind nach Angaben der Befragten hingegen in 10-
50% der Fälle notwendig.
Die Korrelationsanalysen zeigten, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte aus den neuen
Bundesländern preisbewusster sind als ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem alten
Bundesteil. Gleichzeitig konnte mit steigender Berufserfahrung eine tendenzielle Zunahme
des Herstellervertrauens beobachtet werden.
Abschließend war festzustellen, dass Anwender der Composite-Systeme im Vergleich
zu den Pulver-/Flüssigkeits-Anwendern deutlich häufiger den Stellenwert der mechanischen
Festigkeit temporärer K&B-Werkstoffe in den Vordergrund stellen.
Kurzfassung auf Englisch: It was the aim of this study to determine the material characteristics and requirements of
temporary crown and bridge materials from the perspective of resident dentists, as well
as to gather knowledge regarding the fabrication and problems associated with these
materials. The focus was on the fabrication of temporary crown and bridge materials in
daily practice and their problem areas with particular reference to the properties of these
materials.
Data collection took place by use of a representative survey within the Federal German
Dental Profession using a standardized questionnaire. 661 questionnaires out of 2000
were fully completed and returned by the practitioners for evaluation. According to statistical
analysis with non-parametric tests (p = 0.05) the main target of this study was
that the questions should be answered as follows:
From the dentist’s perspective the main characteristics of temporary crown and bridge
materials are the mechanical strength and stability as well as, the quick and easy manufacture
and fitting. With regard to the class of products, 77.3% respondents stated they
used composite materials; "Protemp Garant" being the most commonly used.
For the manufacture of temporary restorations the majority of respondents prefer the
methodology of a over-impression, which comprises largely the use of segment impression
trays. Regarding the finishing the vast majority of dentists carry out a polishing of
the restoration; the average time in service for temporary crowns and bridges is approximately
two weeks, until the final restoration is placed.
With regard to problems arising from the fabrication of temporary restorations it was
reported in <10% of the cases that there were cracks or wear, and an incorporation of
bubbles. However, according to the respondents, occlusal corrections are necessary in
10-50% of the cases.
The correlation analysis showed that dentists in the newly formed eastern German states
are more price-conscious than their counterparts in the old West German states. At the
same time with increasing experience there was a trend observed towards a rise in
manufacturer confidence.
In conclusion, it was found that users of the composite systems compared to the powder
/liquid system users were significantly more to the fore with the importance of the mechanical
strength of temporary crown and bridge materials.