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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-80176
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8017/


Vergleich der Zweispektren-Röntgenabsorptiometrie (DXA) mit der quantitativen Ultraschallmessung (qUS) am Os Calcaneus unter besonderer Berücksichtigung des Body-Mass-Index

Thorn, Niels Alexander


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler
pdf-Format: Dokument 1.pdf (8.098 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik III und Poliklinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5705-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.12.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 10.02.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Dissertationsarbeit wurde überprüft, inwieweit sich die in den letzten Jahren in zunehmender Häufigkeit zur Anwendung kommende ultrasonometrische qUS Messung am Os Calcaneus mit dem derzeitigen „Goldstandard“ der osteodensitometrischen Verfahren DXA vergleichen lässt. Die untersuchten Knochendichtemessverfahren kamen dabei im Bezug auf im konventionellen Röntgen erhobene Frakturen im Vertebralbereich und im Besonderen auf den erhobenen Body-Mass-Index der Studienpatienten hin zur Überprüfung. Vor allem hinsichtlich der Einflussgröße des Body-Mass-Index sind noch relativ wenig Daten existent.
Anhand der vorliegenden Daten zeigen die vorliegenden Messverfahren DXA und qUS keine einheitliche Diagnostik. Ein erheblicher Prozentsatz der Patienten wird durch die Knochendichtemessverfahren trotz vorliegender Frakturen im Vertebralbereich als nicht osteoporotisch eingestuft. Dabei liefert die qUS-Methode im Vergleich zu den DXA Messungen etwas zuverlässigere Daten.
Beim allgemeinen Vergleich zwischen den Knochendichtemessmethoden konnte keine ausreichende Korrelation zwischen den Messmethoden aufgezeigt werden. Bezüglich Sensitivität und Spezifität zeigten sowohl DXA als auch die qUS anhand der erhobenen Studiendaten zu geringe Werte auf, um als generelles Instrument zum Osteoporosescreening empfohlen werden zu können.
Bei der Überprüfung der DXA und qUS Methode unter besonderer Berücksichtigung des BMI war insbesondere im Bereich des normwertigen BMI Patienten ein diagnostischer Vorteil der qUS Messung gegenüber der DXA Messung auszumachen. Im Bereich der erhöhten BMI Werte zeigten beide Knochendichtemessverfahren deutlich schlechtere Diskriminierungsraten zur Feststellung einer vorhandenen Osteoporose als bei Patienten mit normwertigem BMI.

Insgesamt müssen die Knochendichtemessverfahren als ein Baustein der diagnostischen Erfassung der Osteoporose gesehen werden. Nach derzeitigem Stand sind die mithilfe der Knochendichtemessverfahren erfassten erniedrigten Knochendichtewerte lediglich als ein Risikofaktor zur Erfassung der Osteoporose zu sehen und sind nicht geeignet als alleinige Grundlage zur Osteoporosediagnostik, Frakturrisikoabschätzung und zur Einschätzung der therapeutischen Konsequenzen genutzt zu werden.
In Hinsicht auf den Aspekt des Einflusses des Body-Mass-Index auf die Messmethoden qUS und DXA bedarf es weiterer Überprüfung. Dabei könnte es durchaus von Interesse sein, ob die körperliche Konstitution des Patienten die osteodensitometrischen Verfahren mehr beeinflusst als bis dato erfasst. Ob dieser Teilaspekt der Knochendichtemessverfahren im Rahmen weiterer Studien untersucht werden wird, bleibt abzuwarten.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this study was to compare the quantitative ultrasound of the heel, an increasingly used method for the diagnosis of the osteoporosis with the “gold standard” of the osteodensitometric measurements, the Dual-X-Ray-Absorptiometry. The osteodensitometric measurements were reconsidered with regard to vertebral fractures in the conventional X-ray of the spine and the Body-Mass-Index of the study population. Especially the extent of available data concerning the influence of the Body-Mass-Index are relatively rare.
The presented study data with regard to the DXA and qUS are not uniform. A high number of the study population with vertebral fractures are not diagnosed by the bone mineral density measuring methods to have osteoporosis. The reliability of the qUS seems to be a little higher than the reliability of the DXA.
Our data showed only moderate correlations between DXA and qUS. The sensitivity and specificity of the two examined methods were to low to be recommended for a general osteoporosis screening.
DXA and qUS were tested on particularly regard of the Body-Mass-Index of the patients. In particularly probands with a normal range Body-Mass-Index were diagnosed in a better way by the qUS than by the DXA. Both bone mineral density measuring methods appeared to have lower discovery rates in finding osteoporosis in overweight BMI patients than in normal range BMI patients.
Altogether the densitometric methods should be seen as one element of the diagnosis of osteoporosis. At the moment measured low bone mineral density by DXA or qUS is only to be seen as one risk factor of the osteoporosis. They can not be used isolated for the diagnosis of the osteoporosis, fracture risk assessment and for therapeutic decisions.
In the presented studie it was shown that the DXA and qUS seem to be influenced by the Body-Mass-Index. This aspect should be part of following studies, because it could be interesting whether the bone density measuring methods are more influenced by the body constitution of measured patients than explored today. We will see whether following studies will investigate this part of the bone mineral density measuring methods.