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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-79414
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/7941/


Koprologische Untersuchungen bei Rassehühnern : Nachweis von Endoparasiten

Reichel, Ursula


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : DVG Service 2010
pdf-Format: Dokument 1.pdf (864 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Rassehühner , Endoparasiten , Askardien , Kapillarien , Kokzidien
Freie Schlagwörter (Englisch): chicken farming , chicken droppings , eggs of ascaridia , eggs of capillaria . coccidia oocysts
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 978-3-86345-008-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.12.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 25.01.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurde ein Einblick in die Rassegeflügelzucht gegeben.
In einem Fragebogen, der im Zeitraum 1999 / 2000 an 46 Züchter verteilt wurde und der sich in fünf Abschnitte gliederte, wurden von Züchtern allgemeine Fragen wie z. B. Fragen zu den befragten Personengruppen und zur Anzahl der gehaltenen Hühnerrassen sowie Fragen zu Haltungsbedingungen, zur Fütterung, zum Verhalten und zu veterinärmedizinischen Aspekten beantwortet.

Zusätzlich zu diesem Fragebogen wurden im Zeitraum 1999 bis 2000 und im Zeitraum 2006 bis 2008 insgesamt 487 Sammelkotproben von 85 Hühnerrassen genommen und parasitologisch nach Anreicherung mit dem Flotationsverfahren auf Kokzidien-Oozysten und auf Wurmeier untersucht.

Es bestand ein hoch signifikanter Zusammenhang zwischen dem gleichzeitigen Nachweis von Kokzidien-Oozysten und dem Nachweis von Kapillarieneiern (p < 0,001) in einer Kotprobe in der Untersuchung über beide Zeiträume (1999 / 2000 und 2006 / 2008). Alle anderen Vergleiche lagen im nichtsignifikanten Bereich (p > 0,05).

Der Nachweis der Mono-Infektionen erfolgte über beide Untersuchungszeiträume (1999 /2000 und 2006 / 2008) und beide Altersgruppen (< 18 Wochen und > 18 Wochen). Hier dominierten bei allen Rassen, außer den Kleinrassen (9 % positive Proben), die Kokzidien-Oozysten.

An zweiter Stelle folgten die Askariden-Eier (12 % positive Proben bei den Zwergrassen, 20 % positive Proben bei den Kleinrassen, 12 % positive Proben bei den mittelgroßen Rassen und 3 % positive Proben bei den Großrassen).
Die dritthäufigste Stelle nahmen die Kapillarien-Eier ein (4 % positive Proben bei den Zwergrassen, 4 % positive Proben bei den Kleinrassen, 2 % positive Proben bei den mittelgroßen Rassen und 0 % positive Proben bei den Großrassen).
Heterakiden-Eier waren nur geringgradig bei den Zwergrassen (3 % positive Proben) anzutreffen.
Trichostrongyliden- bzw. Zestoden-Eier kamen als Mono-Infektionen überhaupt nicht vor (0 % positive Proben).

Es lässt sich aus den oben genannten Ergebnissen herausfiltern, dass bei den Parasiten-Nachweisen der Mono-Infektionen und den Summen aus beiden Untersuchungszeiträumen und beiden Altersgruppen Kokzidien-Oozysten, Askariden-Eier und Kapillarien-Eier die am häufigsten nachgewiesenen Parasiten waren.

Bei den Zwei- und Mehrfachinfektionen in beiden Untersuchungszeiträumen und beiden Altersgruppen war die häufigste Kombination bei den Zwergrassen (8 % positive Proben) und bei den Kleinrassen (9 % positive Proben) das gemeinsame Vorkommen von Kokzidien und Kapillarien.
Die Großrassen wießen 13 % positive Proben und die mittelgroße Rassen 1 % positive Proben der genannten Kombination auf.

Als Fazit dieser Untersuchungen war festzustellen, dass die beprobten Rassehühner hinsichtlich der Darmparasiten einen guten Gesundheitsstatus aufwiesen.
Der Grad der Parasitenbürde insgesamt war jedoch bei den untersuchten Rassehühnern als gering einzuschätzen.
Kurzfassung auf Englisch: The present investigation gave an insight into chicken farming.
In the period 1999-2000 46 chicken breeders filled in a questionnaire, categorized into five sections. These included general questions, questions on keeping conditions, feeding, behaviour, and veterinarian aspects.

In addition to this questionnaire, 487 samples of chicken droppings, originating from 85 special races, were taken during the periods from 1999 to 2000 and 2006 to 2008.
The probes were parasitologically enriched using the flotation process to discover the presence of coccidia oocysts or worm eggs.


During the first period of examinations from 1999 to 2000 a total of 225 fecal samples were tested for coccidia oocysts and worm eggs.

During the second period of examinations from 2006 to 2008 a total of 259 fecal samples were tested for coccidia oocysts and worm eggs.


From the above-mentioned results it can be deducted that, with the parasite´s proofs of the mono-infections and the sums from both investigation periods and both age groups coccidia oocysts, ascaridia eggs and capillaria eggs were the most often found parasites.

Concerning the double and multiple infections in both investigation periods and both age groups the most frequent combination in the midget races (8 % of positive tests) and in the small races (9 % of positive tests) was the dual occurence of coccidia oocysts and capillaria eggs.
The large races showed 13 % of positive tests and the medium-sized races 1 % of positive tests of the above-mentioned parasites.

According to the results of these investigations the chicken showed a good health status concerning intestinal parasites.
In conclusion, the degree of the parasite burden in the examined race chicken can be declared to be low.