Giessener Elektronische Bibliothek

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Ein konstruktpsychologischer Ansatz zur Messung des Chill-Erlebens

Kunkel, Markus ; Pramstaller, Christopher ; Grant, Phillip ; Georgi, Richard von


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-68238
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/6823/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet: Musikwissenschaft / Musikpädagogik
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: Aufsatz
Zeitschrift, Serie: Samples ; 7; 01
ISBN / ISSN: 2146766-3
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 26.10.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Chills, die starke emotionale Reaktionen auf Musik darstellen, wurden bisher
nahezu ausschließlich im experimentellen Setting untersucht. Im Rahmen
der vorliegenden Pilotstudie wurde anhand zweier Stichproben ein
erstes psychometrisches Messinstrument zur Erfassung des subjektiven Chill-
Erlebens konstruiert (MRCQ), dass es ermöglichen soll, intra- und interindividuelle
Differenzen auch außerhalb der Laborsituation reliabel und
standardisiert zu erfassen. In einer ersten Studie wurden anhand einer
Stichprobe von n=151 offene Fragen zum Chill-Erleben deskriptiv analysiert.
Mittels einer zweiten Studie (n=108) wurden die so konstruierten Items auf
die Existenz möglicher latenter Dimensionen hin untersucht. Die Faktorenanalysen
ergaben fünf Facetten des Chill-Erlebens: Positive, physiologische,
motorische und sozial-kognitive Reaktivität sowie eine generelle Desorientiertheit.
Alle der fünf konstruierten Skalen erreichen mit Rücksicht auf ihre
Itemanzahl hinreichende Reliabilitäten. Die Interkorrelationen mit weiteren
Verfahren (NEO-ffi, IAAM) ergeben, dass eine hohe Extraversion, Offenheit
für Erfahrung und emotionale Stabilität eng mit dem Chill-Erleben verbunden
sind. Allerdings deuten die Ergebnisse auf mögliche Geschlechterdifferenzen
hin. Zusammenfassend stützen die Befunde bestehende Forschungsergebnisse
und theoretische Erklärungsansätze, zeigen darüber hinaus
jedoch einige wichtige Unterschiede. Mit dem MRCQ liegt ein erster Ansatz
vor, Chills der nicht-experimentellen musikwissenschaftlichen Forschung zugänglich
zu machen.
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