Giessener Elektronische Bibliothek

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Analytische Laboruntersuchungen zum Freisetzungsverhalten von Sexualduftstoffen des westlichen Maiswurzelbohrers Diabrotica virgifera virgifera aus elektrogesponnenen Nanofasern

Schmidt, Moritz


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-79363
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7936/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Nanofaser , Diabrotica virgifera virgifera , Verwirrtechnik , Pheromon , Elektrospinnen
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II, Professur für organischen Landbau
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Naturwissenschaften
Dokumentart: Bachelor Thesis
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 22.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeitsgruppe des biotechnischen Pflanzenschutzes der JLU-Giessen beschäftigt sich bereits seit 1987 mit der Schädlingsregulierung mittels derInsekten-Verwirrungsmethode. Bei diesem Verfahren werden naturidentische Sexuallockstoffe eingesetzt, die das Männchen auf der Suche nach dem Weibchen irre leiten, die Paarung stören und somit das Schadinsekt in seiner Anzahl regulieren. Erfolgreich kommt die Verwirrungsmethode im Weinbau gegen den Einbindigen und Bekreuzten Traubenwickler zum Einsatz. In dieser Arbeit wird untersucht, welche Anforderungen das Verfahren für eine künftige Anwendung gegen Diabrotica virgifera virgifera, dem wichtigsten Maisschädling, stellt. Die manuelle Ausbringung, wie im Weinbau, ist aufgrund der weitaus größeren Maisfelder nicht kostendeckend
und müsste durch ein Mechanisierungsverfahren ersetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung des angedachten Trägermaterials,eine organisch abbaubare Nanofaser, gesponnen aus dem System Polymer, Lösungsmittel und Pheromon, auf ihr Pheromonabgabevermögen. Die Pheromonabgaberate von einer mit und einer ohne Zusatz des Salzes Benzyltriethylammoniumchlorid gesponnenen Faser wird verglichen. Zur Bestimmung der Pheromonabgaberate wurde ein Windkanalversuch
mit anschließender Wägung durchgeführt, sowie eine CLSA-Analyse und deren Auswertung mit einem Gaschromatographen. Mit Hilfe der Berechnung einer Nachweis- und Bestimmungsgrenze unter Wiederholbedingungen wurde die Aussagekraft der ermittelten Daten sicher gestellt. Mit handelsüblicher Gerätetechnik ausgebrachte Dispenser müssten über 12 Wochen Pheromon abgeben, um eine erfolgreiche Regulierung des Schadinsekts Diabrotica v. virgifera mittels Verwirrungsmethode zu gewährleisten. Anhand der untersuchten Nanofasern konnte eine eindeutige Abgabe des Diabrotica-Pheromons über den Zeitraum von 3 Tagen nachgewiesen werden. Beim Vergleich der unterschiedlichen Nanofaservliese wurde nur hinsichtlich der Spinnbarkeit ein Vorteil der mit Salz gesponnenen Faser festgestellt. Folglich ist das mit Salz gesponnene System für die weitere Forschung zu bevorzugen, wobei eine Modifizierung zur Verlängerung des Pheromonabgabezeitraums dringend notwendig ist.