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Krankheitsverarbeitung bei Hautkrankheiten in der dermatologischen Praxis : Eine Querschnittsstudie an 147 Hautpatienten einer Hautarztpraxis im Vergleich mit 406 Patienten einer Hautklinik

Bräuer, Johannes


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.12.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 17.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Somatoforme Störungen, Dysmorphophobien, Nihilodermien und andere psychosomatisch
mit ausgelöste beziehungsweise unterhaltende Dermatosen sollten auch schon durch entsprechende
Schulung der Hautarzt-Praxis-Ärzte, beziehungsweise schon im Studium und in der
Ausbildung zum Fachgebiet Dermatologie / Venerologie deutlich integriert sein. Zu erwägen
ist, ebenso wie die Ärzte auch das Personal im Gesundheitswesen, angefangen mit den Mitarbeitern
bei den Versicherungen, dem Haut-Klinik-Personal und dem Hautarzt-Praxis-Personal
entsprechende Schulungseinheiten zu implementieren. Die möglicherweise verbesserte
Krankheitsverarbeitung kann dem Gesundheitswesen bezüglich Hauterkrankten und der Lebensqualität
von betroffenen Patienten nützlich sein. Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstützen
den Ansatz, bei Subgruppen von Dermatosen rechtzeitig auch Weichenstellungen zur
psychosomatischer Diagnostik und Behandlung auch in der Hautarzt-Praxis vorzunehmen.
Dies betrifft insbesondere die Diagnose der Infektionen, da hier im Vergleich zur Spezial-
Ambulanz im Mittel höhere MHF-Skalenwerte bei den Patienten der Praxis zu verzeichnen
waren.
Die Studie liefert erste Ansätze zur Erfassung von psychosomatischen Störungen im Coping-
Verhalten von Patienten in einer dermatologischen Praxis. Weitere Untersuchungen sollten
klären, wie viele Patienten einer Hautarztpraxis psychosomatisch-psychotherapeutisch behandlungsbedürftig
sind und welche Diagnosegruppe am häufigsten Auffälligkeiten zeigt.
Kurzfassung auf Englisch: Somatoform disorders, body dysmorphic disorders, nihilodermia and other dermatoses that
are triggered or influenced psychosomatically should be part of the advanced training of dermatologists
in surgery and integrated in considerable depth into the curricula of medical
schools and training programs for dermatologists. It should be considered to implement corresponding
training for other staff as well, starting with staff at health insurances, dermatologic
hospitals and dermatologic surgeries. If coping in these patients can be improved, it will
reflect positively on the patients’ quality of life as well as the health care system in general.
The results of this study support an approach that involves an early inclusion of psychosomatic
diagnostics and treatment into the dermatologic treatment protocols for some subgroups of
dermatoses especially for patients of dermatologic surgeries. This is especially true for the
diagnosis of infection as patients with this diagnosis showed higher MHF scale values when
treated in surgeries as compared to specialized outpatient clinics.
This study allows for first steps towards recording psychosomatic dysfunction in the coping
strategies of patients in dermatologic surgeries. Further studies are needed to evaluate how
many patients in dermatologic surgeries need psychosomatic or psychotherapeutic treatment
and which skin diaseases are most commonly associated with psychosomatic dysfunction.