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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-79116
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7911/


Untersuchungen zur Dimensionswiedergabe von Korrekturabformungen in Abhängigkeit von der Shore-A-Härte des Vorabformmaterials und der Fließfähigkeit des Korrekturmaterials

Investigation of dimensional accuracy of two-step putty/wash impressions subject to the Shore-A-rigidity of putty material and to viscosity of wash material

Hegemann, Heidi


pdf-Format: Dokument 1.pdf (959 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Korrekturabformung , Shore-A-Härte
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Poliklinik für zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.09.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 21.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Der Präzisionsabformung kommt als Übertragungsmedium der Mundsituation in das zahntechnische Labor eine Schlüsselposition für die erreichbare Qualität und damit Passung des Zahnersatzes im Mund zu. Für eine gelungene Abformung spielen besonders die detailgenaue Wiedergabe der Präparationsgrenzen und die Dimensionstreue eine wichtige Rolle.
Ziel dieser Arbeit war es, die Faktoren Shore-A-Härte des Erstabformmaterials sowie Fließfähigkeit des Korrekturmaterials auf ihren Einfluss auf die bei der Korrekturab-formung oft beschriebene verkleinerte Wiedergabe der Stumpflumina hin zu untersu-chen.
Dafür wurden jeweils 10 Korrekturabformungen mit jeder Materialkombination an zwei stilisierten Zahnstümpfen aus Edelstahl, einer mit 6°-Konizität und einer mit 10°-Konizität, durchgeführt. Der Stumpf mit 6°-Konizität wurde mit 15 Materialkombinationen aus 5 Vorabdruckmaterialien mit verschiedener Shore-A-Härte und 3 Korrektur-materialien mit unterschiedlicher Fließfähigkeit abgeformt. Am Stumpf mit 10°-Konizität wurden Korrekturabformungen mit 6 Materialkombinationen durchgeführt, bestehend aus 3 Erstabdruckmaterialien mit verschiedener Shore-A-Härte und 2 Korrek-turmaterialien mit unterschiedlicher Fließfähigkeit. Anschließend erfolgten die Modellherstellung mit Superhartgips und 3 Wochen später die dreidimensionale, computerge-stützte Vermessung der Stümpfe mit der 3D-Koordinatenmessmaschine der Firma Thome-Präzision. Gemessen und direkt mit dem Stahlstumpf des Urmodells verglichen wurden dabei Durchmesser und Rundheit der Stümpfe in 5 Ebenen sowie die Stumpf-höhe.
Die signifikant geringsten Durchmesser- und Rundheitsabweichungen wurden bei den Materialkombinationen mit einem Vorabformmaterial mit möglichst hoher Shore-A-Härte und einem Korrekturmaterial von möglichst hoher Fließfähigkeit gemessen. Über den Einfluss auf die Stumpfhöhe lassen sich nach dieser Untersuchung keine eindeutigen Aussagen treffen.
Aus den Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass sowohl die Shore-A-Härte des Erstmaterials als auch die Fließfähigkeit des Korrekturmaterials alleine bei beiden Stumpfkonizitäten einen erheblichen Einfluss auf die Dimensionstreue der mit dem Korrekturverfahren hergestellten Gipsstümpfe haben. Dieser Einfluss verstärkt sich durch die Kombination der Materialien.
Als Fazit für die Praxis ergibt sich daraus, dass schon bei der Auswahl der Abformmaterialien die Weichen dafür gestellt werden, ob mit der Korrekturabformung gute Ergebnisse zu erzielen sind, indem man diesen beiden Materialeigenschaften, Shore-A-Härte des Vorabdruckmaterials und Fließfähigkeit des Korrekturmaterials, die beide in den Herstellerangaben der Materialien aufgeführt sind, Beachtung schenkt. Die Shore-A-Härte sollte dabei möglichst über 65 liegen.
Kurzfassung auf Englisch: Because it is the transfer-medium of the situation in mouth to the dental technician, the impression has got a key role for the achievable quality and by that fit of the restora-tions in the patients´ mouth. Of great importance for a successful impression are chiefly the exact reproduction of the preparation finishing line and the dimensional accuracy of the impression.
The aim of this study was to investigate the influence of the Shore A-rigidity of the putty material and of the flow-property of the wash-material on the reduced reproduction of the prepared teeth, which is an often described problem of the two- step putty/ wash impression technique. Therefore with different material combinations 10 putty/ wash impressions which each combination were made of two model steel cones, one with a convergence angle of 6° and the other with a convergence angle of 10°.
Impressions with 15 different material combinations out of 5 A-silicone putty materials with different Shore A-hardnesses and 3 wash materials with different consistencies were taken of the 6°-cone-model. Impressions with 6 material combinations out of 3 putty materials and 2 wash materials were made from the 10°-cone-model.
After that, gypsum casts were produced with stone type IV and three weeks later the cones were measured 3-dimensionally computer aided using a 3-dimensional measuring machine (of the company Thome-Präzision).
Diameter and roundness at five levels as well as the height of the gypsum cones were measured and directly compared with the model steel cone by the computer software.
The significant lowest diameter-and roundness-deviations in this survey were found for the material combination of the putty material with the highest Shore A-rigidity and the most fluable wash material.
From the results we can conclude, that both each the Shore A-hardness of the putty and each the consistency of the wash material have considerable influence on the dimensional accuracy of the gypsum cones made with the two-step putty/wash technique. This is valid for both convergence angles.
The influence is increased by the combination of the investigated characteristics of putty and wash material.
According to this study no clear statement can be made about the influence of the inves-tigated properties on the cone-height.
As a result for the dental practice follows from this, that already the choice of the used impression materials sets the course for the dimensional accuracy that can be achieved with the two-step putty/wash technique.
Therefore notice should be taken of the material properties Shore A-hardness of the putty material as well as consistency of the wash material, which are both listed in the manufacturers instructions. The Shore A-rigidity should not fall below 65.