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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-79079
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7907/


Untersuchungen zu Störungen von Wachstum und Differenzierung der Plazentome beim Large Offspring Syndrome des Rindes

Naumann, Maike


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.953 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5633-9
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 15.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Beim Rind wird nach der Anwendung verschiedener biotechnischer Verfahren wie
beispielsweise der in vitro-Produktion von Embryonen (IVP) und des somatischen
Klonens vermehrt ein Syndrom fetaler Anomalien beobachtet, das häufig mit einem
fetalen Überwuchs einhergeht. Daher wurde es als Large Offspring Syndrome (LOS)
bezeichnet. Die genaue Pathogenese dieses Syndroms ist noch weitestgehend unklar.
Offensichtlich spielen in dessen Ätiologie Störungen der epigenetischen Reprogrammierung
des Genoms während der frühembryonalen Phase eine erhebliche
Rolle. Bisherige Untersuchungen zum LOS konzentrierten sich hauptsächlich auf den
Fetus sowie auf die Genexpression in der frühembryonalen Phase, die in dem
Syndrom ebenfalls auftretenden plazentaren Veränderungen sind vergleichsweise
noch wenig erforscht. Auch eine mögliche Bedeutung der Plazenta in der Stimulation
des LOS-assoziierten Überwuchses hat bisher noch relativ wenig Interesse gefunden.
Daher wurden in dieser Arbeit vergleichende Untersuchungen an
Rinderplazentomen aus Graviditäten mit bzw. ohne LOS-assoziierten Überwuchs
durchgeführt, wobei die erfassten Parameter einen offensichtlichen oder vermuteten
Bezug zu Wachstum und Differenzierung der Plazenta hatten. Hierdurch sollten
LOS-assoziierte Plazentaveränderungen näher charakterisiert und Hinweise auf
deren Pathogenese erhalten werden. Weiteres Ziel war es, eventuelle Beziehungen
zwischen Plazentaveränderungen und fetalem Überwuchs zu identifizieren.
Kurzfassung auf Englisch: In cattle in a considerable proportion of cases, the use of assisted reproductive techniques
such as in vitro production (IVP) or somatic cell nuclear transfer is associated
with a variable syndrome of fetal abnormalities, of which fetal overgrowth is a striking
feature. Thus, this syndrome was named large offspring syndrome (LOS). The pathogenesis
of LOS is still widely unclear. However, the disturbance of epigenetic reprogramming
of the genome during the preimplantation period has been identified as
an important underlying factor. So far, the vast majority of studies on the etiology of
LOS focused on the fetus or on gene expression during the early embryonic phase,
whereas only limited information is available on the origin of LOS-associated placental
aberrations and their potential role in the emergence of fetal overgrowth. Thus, in
this comparative study including placentomes from LOS pregnancies and from normal
control pregnancies, parameters with obvious or suggested relevance for placental
growth and differentiation were assessed to characterize LOS-associated placental
lesions and to provide information on the underlying pathogenetic mechanisms.
An additional aim of this study was to test for a possible relationship between placental
abnormalities and fetal overgrowth.