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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-78140
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7814/


Verlaufskontrolle der Multiplen Sklerose anhand MRT-Untersuchungen unter Therapie mit Interferon-beta-1b und Beurteilung der Therapieeffizienz : Vergleich der klinischen und kernspintomographischen Ausprägung der Erkrankung

Diehl, Henrik Georg


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Multiple Sklerose , MRT
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.10.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 15.10.2010
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Studie erfolgte eine neuroradiologische Verlaufskontrolle der Multiplen Sklerose unter Therapie mit Interferon-beta-1b, ein Vergleich der klinischen und kernspintomographischen Ausprägung der Erkrankung und der Ansatz, anhand neuroradiologischer Parameter einen „Non-Responder“ eines bestimmten Therapieregimes zu definieren.
Es wurden über 1,5 Jahre 53 Patienten, unterteilt in eine Kontrollgruppe und eine Therapiegruppe (unter 8 MIE Interferon-beta-1b alle 2 Tage s.c.), beobachtet, halbjährlich wurden MRT-Untersuchungen des ZNS durchgeführt und über eine manuelle Planimetrie jeder einzelne MS-Herd in Größe, Anzahl, Gesamtzunahme und Gesamtabnahme dokumentiert.
Es konnte auch unter neuroradiologischem Aspekt eine Wirkung des Interferon-beta-1b durch eine deutliche Herdlastreduktion, geringere Herdflächenzunahme und höhere Herdflächenabnahme verifiziert werden.
Eine Korrelation der klinischen und kernspintomographischen Ausprägung der Erkrankung im Sinne einer Korrelation des EDSS mit der Herdlastveränderung der MRT-scans besteht nicht, was auch in vielen anderen Studien nicht festgestellt werden konnte. Erfolgte jedoch nur anhand der klinischen Untersuchung des Patienten eine Entscheidung über Progress oder Stagnation der Erkrankung, konnten wir zeigen, dass bei 8 Therapie- und 11 Kontrollpatienten lediglich anhand der EDSS-Einstufung ein Fortschreiten der Erkrankung nicht festgestellt worden wäre, aufgrund der neuroradiologischen Untersuchung zeigte sich jedoch ein deutlicher Krankheitsprogress.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit ist der Ansatz zur Definition eines „Therapieversagers“ anhand kernspintomographischer Parameter. Therapiepatienten, welche außerhalb einer definierten Grenze der Herdlastveränderung lagen, wurden als „Non-Responder“ definiert. In den Bereichen Herdflächenveränderung, Gesamtflächenzunahme und neue Herdflächenzunahme konnten 4 identische „Non-Responder“ identifiziert werden.
In dieser Arbeit konnte die MRT als wesentliches paraklinisches Instrument zur Beurteilung eines Krankheitsprogress und zur Kontrolle einer Therapieeffizienz und ggf. Optimierung des Therapieregimes eingesetzt werden.