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Vorbehandlung von Blutspendern mit G-CSF für die präparative Granulozytapherese

Majorek, Bernd Mirko


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler 2010
pdf-Format: Dokument 1.pdf (923 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5496-0
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 28.09.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Granulozyten sind unabdingbar für die Aufrechterhaltung der Immunkompetenz. Im
Bedarfsfall können sie einem Spender entnommen und dem Empfänger transfundiert
werden. Als Standardtechnik wird eine Granulozytenstimulation mit rekombinantem
Granulozytenkolonie-stimulierendem Faktor (G-CSF) als Vorbereitung zur
Zellapherese und gerichteten Herstellung der Granulozyten-Konzentrate eingesetzt.
Diese Studie untersucht Wirkung und Nebenwirkung der Vorbehandlung von
Blutspendern mit G-CSF zur präparativen Granulozytapherese. Als
Stimulationsprotokoll wurden 5myg/kg Körpergewicht G-CSF verabreicht, maximal vier
Stimulations- und Apheresevorgänge wurden in Serie durchgeführt.
Es wurden 1115 Stimulations- und Spendevorgänge von 415 Spendern an 14
Spendezentren untersucht auf den Erfolg der Stimulation und der Zellseparation.
Zudem wurden die Spender über einen Zeitraum von zwei Jahren auf
Nebenwirkungen überwacht.
Es zeigte sich, dass mit dem untersuchten Stimulationsverfahren Spender sicher zur
Zellapherese vorbereitet und so zuverlässig den geltenden Qualitätsanforderungen
genügende Granulozytenkonzentrate hergestellt werden können. Im untersuchten
Kollektiv zeigten Frauen nach der Stimulation höhere Leukozytenwerte als Männer.
Ebenso war bei Spenden in Aphereseserien in der Folge der Serie die Zellausbeute
erhöht. Trotz einheitlichen Stimulations- und Aphereseprotokollen gab es deutliche
Unterschiede zwischen den Stimulations- und Separationserfolgen der einzelnen
Zentren.
Kurzfassung auf Englisch: Granulocytes are essential for immunocompetence. They can be donated and
transfused therapeutically. The established standard technique is stimulation with
recombinant granulocyte colony stimulating factor (G-CSF) as donor preparation for
granulocyte apheresis for on-demand preparation of granulocyte concentrates.
This study investigated effects and side effects of the preconditioning of donors with
G-CSF for the preparative granulocyte apheresis. The stimulation protocol consisted
of 5myg/kg body weight G-CSF and up to four consecutive cycles of stimulation and
apheresis.
1115 processes of stimulation and apheresis of 415 donors in 14 donation centers
were examined for the success of stimulation and cell separation. Donors were also
monitored for side effects for the duration of two years.
We could show that the applied stimulation protocol is safe for donors and ensures
reliable steady success to produce granulocyte concentrates that comply with current
quality requirements. In the study collective females showed higher leukocyte blood
counts after stimulation than male donors. Also concentrates produced in
consecutive donations showed higher cell amounts as the number of donations
increased. In spite of a common protocol for stimulation and separation for all centers
we found considerable differences in the success of both stimulation and cell
separation.