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Evaluierung und klinischer Einsatz eines ambulanten fetalen EKGs zur Überwachung von Stuten in der Hochträchtigkeit

Stähli, Katharina


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.475 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5604-9
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 11.08.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die Erfassung und Überwachung der Vitalität des Fetus stellt seit vielen Jahren in
der Humanmedizin einen zentralen Punkt in der Routineuntersuchung während der
Schwangerschaft dar. In der equinen Reproduktionsmedizin gestaltet es sich bisher
aufgrund des Mangels an praxistauglichen Methoden schwierig, Aussagen über
Vitalität und Wohlbefinden des Fetus zu erlangen. Eine praxistaugliche Detektion von
Risikograviditäten aus Sicht des equinen Fetus wäre wünschenswert, um
gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.
In der Literatur ist in einigen Studien die Verwendung des fetalen
Elektrokardiogramms bei der trächtigen Stute beschrieben, jedoch stellen der
apparative Aufwand und Schwierigkeiten bei der Interpretation und Detektion der
fetalen Ausschläge eine Einschränkung dar. Desweiteren liegen nur wenig
ausführliche Daten zu ungestörten Trächtigkeiten und Risikograviditäten im
unmittelbaren antepartalen Zeitraum vor.
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Methodik der fetalen
Elektrokardiographie mittels eines telemetrischen, ambulanten EKG-Gerätes als
Überwachungsmöglichkeit für Stuten in der Hochträchtigkeit zu etablieren und damit
erste Daten für die maternale und fetale Herzfrequenzparameter zu erheben. Ferner
wurde überprüft, inwiefern das Vorliegen von Komplikationen während der
Trächtigkeit, die zeitliche Annäherung an den Geburtstermin und die Tageszeit die
fetalen und maternalen Parameter beeinflussen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass sich die fetale
Elektrokardiographie mittels eines ambulanten, telemetrischen Gerätes für die
Überwachung von Stuten in der Hochträchtigkeit eignet und eine praxistaugliche,
schonende und nichtinvasive Methode zur Erfassung und Überprüfung der
Vitalität des equinen Fetus darstellt. Langzeitaufnahmen sind jederzeit möglich.
Zusätzlich konnten in der Untersuchung maternale und fetale Parameter während
unauffälliger Trächtigkeiten und Graviditäten mit Komplikationen erhoben werden.
Auf fetaler Seite bestanden keine Unterschiede zwischen den Gruppen.
Kurzfassung auf Englisch: For many years in human medicine, assessment and monitoring of fetal vitality has
been a central point in examination, made routinely during pregnancy. In equine
reproductive medicine it is difficult to make a statement about fetal vitality and wellbeing,
because of lacking applicable methods. From a fetal point of view, an
applicable detection of high-risk pregnancy would be desirable in order to take
measures if necessary.
In literature, the use of fetal electrocardiography in pregnant mares is described in
some studies, but there were apparative and interpretative limitations and also
problems in detection of fetal spikes. Furthermore, there is only a small amount of
detailled data for inconspicuous and high-risk pregnancies in the direct antepartal
period available.
The aim of this study was to establish the method of fetal electrocardiography by
using a telemetric, portable ecg-device for monitoring mares in late pregnancy and to
collect first data for fetal and maternal heart rate parameters. Moreover, the influence
of complications during pregnancy, the approach of partus and the time of day on
fetal and maternal parameters was tested.
The results of these study show that fetal electrocardiocraphy using a portable,
telemetric device is applicable for monitoring late pregnant mares. It is a
workable, gentle and noninvasive method for assessment and verification of
vitality in equine fetuses. Anytime long term recordings are possible.
Additionally, maternal and fetal parameters during inconspicious and complicative
pregnancies could be collected in this study. As for the fetuses, there were no
differences between the groups.