Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-76601
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7660/


Expression von Notch-Rezeptoren und ihren Liganden in der humanen Plazenta

Schreiner, Isabel


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler
pdf-Format: Dokument 1.pdf (4.115 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Veterinär-Anatomie, -Histologie und -Embryologie ; Universitätsklinikum Greifswald, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5593-6
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.04.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 07.07.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Fragestellung:
Die Etablierung des Gefäßsystems in der Plazenta ist wichtig für die
komplikationslose Schwangerschaft und die Entwicklung von gesunden Feten.
Verschiedene Knock-out-Maus-Modelle zeigten die essenzielle Rolle der Notch-
Rezeptoren und deren Liganden in der Differenzierung der Gefäße. Um den Prozess
der Vaskulo- und Angiogenese in der humanen Plazenta genauer zu
charakterisieren, wurde die Expression von Notch-Rezeptoren und seinen -Liganden
während der Schwangerschaft untersucht.
Methoden:
Plazentares Gewebe aus dem 1. und 3. Trimester wurde mittels konventioneller und
realtime RT-PCR sowie Durchflusszytometrie und Immunohistochemie untersucht,
um die Hypothese der sequentiellen Aktivierung der Notch-Rezeptoren- und ihrer
-Ligandenfamilie zu testen. Zur Spezifizierung der exakten Lokalisation wurden
Färbungen mit Plazentagewebeschnitten mit CD31, Vimentin, Cytokeratin7 und
CD68 durchgeführt.
Ergebnisse:
Die Rezeptoren Notch2, -3, -4 und die Liganden Jagged1 und Delta4 sind auf
mRNA- und Proteinebene in den frühen wie auch in den späten Plazenten
nachweisbar. Jagged2, Delta1 und Notch1 sind auf Proteinebene nachweisbar,
wobei Jagged2 und Delta1 auch auf mRNA-Ebene nachgewiesen wurden. Kein
Nachweis auf mRNA-Ebene war für Notch1 zu erbringen. Überraschenderweise war
die Expression aller Notch-Rezeptoren und -Liganden nicht ausschließlich im
Gefäßsystem zu finden. Eine starke Jagged1 Expression wurde in Endothelzellen
großer Gefäße gesehen, was mit der bereits bekannten Rolle von Notch und Jagged
in der Differenzierung zwischen Arterie und Vene im Einklang steht. Weiterhin
wurden Notch1, Delta1 und -4 in Endothelzellen lokalisiert. Die hauptsächliche
Expression von Jagged2 konnte den Stromazellen zugeordnet werden. Notch2 bis -4
sind vorwiegend in den Hofbauer-Zellen, die häufig gefäßnah im Zottenstroma
liegen, festzustellen. Diese Ergebnisse waren in frühen wie auch in späten Plazenten
zu sehen. Die Befunde wurden anhand von aus Plazenten isolierten Zellen verifiziert.
Notch-Rezeptoren und ihre Liganden sind ein Beispiel für die Kommunikation
zwischen Trophoblast-, Stroma- und Endothelzellen und geben aufgrund ihres
Verteilungsmusters Hinweise auf eine enge Zell-Zell-Interaktion im Rahmen der
plazentaren Vaskulo- und Angiogenese.
Kurzfassung auf Englisch: OBJECTIVES: Vascular development in the placenta is important for an
uncomplicated pregnancy and the development of a healthy fetus. In the
differentiation of blood vessels notch receptors and ligands have been implicated to
play an essential role shown by several knock-out mouse models. To further
characterize the process of human placental vasculo- and angiogenesis we
investigated the expression pattern of the notch receptors and their ligands during
pregnancy.
METHODS: Conventional PCR, RT-PCR, flow cytometric analysis and
immunohistochemistry were performed in early (6-12 weeks of gestation) and late
placenta (37-41 w.o.g.) to test the hypothesis of a sequential activation of the notchreceptor
and ligand family. To specify the exact localisation immunohistochemistry of
placental tissue with CD31, vimentin, cytokeratin and CD68 were done.
RESULTS: The receptors notch2, -3, -4 and the ligands jagged1 and delta4 were
present on mRNA and protein levels either in early and late placenta. Jagged-2,
delta1, and notch1 were detected on protein level whereas jagged2 and delta1 were
observed as well on mRNA level. Notch1 mRNA was not detected. Surprisingly the
protein expression was not to be found exclusively in the endothelium. A strong
jagged1 expression was found in the endothelium of larger vessels supporting a role
in differentiating between artery and venule. Additionally, notch1, delta1 and -4 were
found in endothelial cells. The main expression of jagged2 was localized to stromal
cells. Notch2, -3 and -4 were localized in Hofbauer Cells preferably adjoining blood
vessels. These results were shown in early and late placenta and verified on isolated
cells of the placenta. Notch receptors and their ligands are an example of
communication between trophoblast, stroma- and endothelial cells. Their distribution
pattern indicates a strong cell-cell interaction in the process of placental vasculo- and
angiogenesis.