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Zerebrale vaskuläre Läsionen und deren Auswirkung auf klinische Parameter des idiopathischen Parkinsonsyndroms

Schöne-Adibo, Astrid


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Marklagerläsionen , Morbus Parkinson , Komorbidität
Freie Schlagwörter (Englisch): white matter lesions , Parkinson disease , comorbidity
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.05.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 09.06.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die Parkinsonerkrankung ist die häufigste neurodegenerative Erkrankungen. Inzidenz und Prävalenz nehmen mit ansteigendem Lebensalter zu. Die Prävalenz des idiopathischen Parkinsonsyndroms (IPS) liegt bei 200 pro 100 000 Einwohner in Deutschland. Insgesamt wird die Zahl der Parkinson-Patienten auf 250 000 bis 400 000 geschätzt, das entspricht 0,3 bis 0,5 % der deutschen Bevölkerung. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 55 und 65 Jahren. Damit befinden sich die Patienten in einem Alter, in dem auch gehäuft vaskuläre und metabolische Erkrankungen auftreten.
Vaskuläre Läsionen standen immer wieder im Verdacht bei Parkinson-Patienten häufiger vorzukommen und die Symptome des IPS zu verstärken. Insbesondere werden Haltungsstabilität, Stand, Gang und Lernfähigkeit genannt. Ziel der vorliegenden Arbeit war, zu untersuchen:
1. ob vaskulären Läsionen bei Parkinson-Patienten die gleichen Risikofaktoren zugrunde liegen, wie bei nicht an IPS erkrankten Personen.
2. ob vaskuläre Läsionen Einfluss haben auf:
a. motorische Symptome der Erkankung wie Krankheitsschwere, Akinese und Haltungsstabilität
b. psychische und psychiatrische Symptome wie Motivation, Depression, Psychosen und Halluzinationen
c. kognitive Leistungsfähigkeit
3. ob vaskuläre Läsionen Einfluss haben auf Medikation und Rehabilitation.

Es hat sich gezeigt, dass Alter, kardiovaskuläre Begleiterkrankungen mit einem erhöhten Maß an Läsionen assoziiert sind. Die Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie der Parkinsonkrankheit variieren zwischen Personen mit geringer Läsionslast und Personen mit ausgeprägten Läsionen. Kognitive Defizite treten bei Parkinson-Betroffenen mit hoher Läsionslast häufiger auf. Der Erfolg der Rehabilitation ist bei Patienten mit zahlreichen Läsionen geringer. Die Beeinträchtigung durch WML hinsichtlich der Kognition und dem Erfolg der Rehabilitation beeinflussen den Behinderungsgrad der Parkinson-Patienten. Daher ist es sinnvoll eine magnetresonanztomographische Diagnostik mit der Fragestellung nach WML durchzuführen. Eine Untersuchung der Risikofaktoren für WML erscheint diagnostisch zusätzlich erstrebenswert, um eine Progression der Läsionen zu verhindern. Eine geeignete Untersuchungsmethode zur Risikobestimmung für WML ist die sonographische Messung der Dicke der Intima-Media der A. carotis interna
Kurzfassung auf Englisch: Parkinson’s disease (PD) is the most common neurodgenerative disease. Incidence and prevalence increase with age. The prevalence rate of idiopathic Parkinson’s disease in Germany is about 200 per 100.000 inhabitants. The estimate of patients with Parkinson’s disease in Germany ranges from 250.000 to 400.000. This is equivalent to 0.3% to 0.5% of the german population. The majority of the patients are diagnosed with Parkinson’s disease between 55 and 65 years. At this age the incidence of vascular and metabolic diseases increase steeply. Vascular lesions were repeatedly suspected to occur more often in patients with Parkinon’s disease and to worsen parkinsonian symptoms, in particular balance, standing, walking speed and learning capacity. The aim of this study was to analyze:
1. whether patients with PD and vascular lesions have the same risk factors as people without PD.
2. whether vascular lesions influence:
a. the motor symptoms of PD like akinesia and balance
b. psychological and psychatric symtpoms like motivation, depression, psychosis and hallucinations
c. cognitive capacity
3. whether vascular lesions influence medication and rehabilitation.

It has been shown that age and cardiovascular diseases are associated with a higher load of white matter lesions. There was a positive correlation between the thickness of the internal carotid intima media and the WML load. Adverse effects of the dopaminergic medication and cognitive deficits occur more often in parkinsonian patients with a high WML load. The efficacy of rehabilitation treatment decreases with increasing white matter lesion load. Cognitive deficits and the lower capacitiy of rehabilitation due to WML affect ability and daily living skills of PD patients.
Therefore implementation of magnetresonance imaging for detection of WML seems to be reasonable. Additionally an assessment of risk factors for WML appears to be necessary to prevent progression of WML. Since MRI scanning is expensive and not always accessible songraphical measurement of the internal carotid intima media represents an appropriate alternative method for assessing the risk of WML.