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Experimentelle Untersuchungen zur Lipoxygenasevermittelten Signaltransduktion beim durch Gram-negative Erreger verursachten Lungenversagen in isoliert perfundierten Rattenlungen

Dünner, Marc


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler 2010
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.345 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Veterinär-Physiologie; Fachbereich Humanmedizin, Sonderforschungsbereich 547
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5585-1
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.04.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 27.05.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Das Erkrankungsbild der Sepsis besitzt trotz intensiver Forschung und auch
therapeutischer Fortschritte eine immense Bedeutung. Die durch Gram-negative und
zunehmend - im Rahmen nosokomialer Infektionen - durch Gram-positive Bakterien
verursachte Sepsis führt zum „acute respiratory distress syndrome“ (ARDS). Im
Rahmen des ARDS kommt es in der exsudativen Phase zu einer ausgeprägten
Schädigung des alveolären Epithels und des vaskulären Endothels. Dies führt zum
Einstrom von Flüssigkeit, Proteinen, Entzündungszellen und Erythrozyten in das
Interstitium und den Alveolarraum. Induziert und gesteuert werden diese Schädigungen
der Lunge durch das komplexe Zusammenspiel von proinflammatorischen und
antiinflammatorischen Mediatoren. Wie diese Steuerung im Detail abläuft ist noch nicht
umfassend geklärt. Im Rahmen dieser Arbeit sollte aufgeklärt werden, ob die Produkte
des Lipoxygenaseweges (Leukotriene) an der intrazellulären Signaltransduktion beim
Gram-negativen „priming“ durch Lipopolysaccharid beteiligt sind und welche Rolle die
Isoenzyme der Lipoxygenase beim Gram-negativen „priming“ spielen. Weiterhin wurde
untersucht welche Wechselwirkungen zwischen dem Lipoxygenaseweg und dem
Zyklooxygenaseweg im Rahmen des Gram-negativen „priming“ stattfinden; und
zusätzlich sollte aufgeklärt werden, ob im Plasma gelöste Faktoren eine Rolle beim
Gram-positiven „priming“ durch Peptidoglykan und Lipoteichonsäure spielen?
Zum umfassenden Verständnis der Pathophysiologie septischer Erkrankungen sollten
die Einflüße weiterer Metaboliten des Lipoxygenaseweges auf die „priming“-Reaktion
untersucht werden. Die Lipoxygenase-Isoenzyme stellen aufgrund der in dieser Arbeit
gewonnenen Erkentnisse eine wichtige Zielstruktur in der Entwicklung weiterer und
besserer Behandlungsmöglichkeiten des ARDS dar.
Kurzfassung auf Englisch: In spite of intensive research and therapeutical progress, the clinical picture of sepsis
still possesses an immense importance. Sepsis caused by gram-negative and increasingly
- within the scope of nosocomial infections - by gram-positive bacteria leads to the acute
respiratory distress syndrome (ARDS). Within the scope of ARDS a massive damage of
the alveolar epithelium and vascular endothelium occurs in the exsudative phase. This
leads to the influx of fluid, protein, inflammatory cells and erythrocytes into the
interstitium and the alveolar space. Those damages to the lung are induced and guided
by the complex interaction of proinflammatory and anti-inflammatory mediators. There
are no comprehensive research results as to how this linkage occurs in detail. In this
study we examined wether the products of the lipoxygenase pathway (leukotrienes) take
part in the intracellular signal transduction during gram-negative “priming” and which
role is played by the lipoxygenases during gram-negative “priming”. Furthermore we
investigated the interaction between the lipoxygenase and the cyclooxygenase pathway
during gram-negative “priming” due to lipopolysaccharide and the relevancy of plasma
in gram-positive “priming” due to peptidoglycan G and lipoteichoic acid.
To ensure global understanding of the pathophysiology of septic illness the influence of
other metabolites of the lipoxygenase way on the “priming” reaction should be
examined. Because of the results achieved in this thesis, the lipoxygenase isoenzymes
are an important target structure in the development of further and better treatments of
ARDS.