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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-76195
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7619/


Radiographic studies on the carpal joints in some small animals

Sadan, Madeh Adel Abd


Originalveröffentlichung: (2010) Giessen : VVB Laufersweiler 2010
pdf-Format: Dokument 1.pdf (16.928 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Kleintiere, Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5584-4
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.04.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 27.05.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Darstellung der normalen Anatomie
und Röntgenanatomie der Karpalgelenke bei Hunden und Katzen sowie die
Rolle der Radiologie als Diagnostikum bei Karpalgelenk Erkrankungen.
Zusätzlich werden chirurgischen Verfahren beschrieben, die zur Therapie der
verschiedenen Erkrankungen eingesetzt wurden.
Die anatomischen Untersuchungen der vorliegenden Studie wurden an
Karpalgelenken von 20 Hunden und 6 Katzen durchgeführt. Die
Karpalgelenke wurden präpariert und die Bänder identifiziert und fotografiert.
Dann erfolgte die Mazeration der Proben und die Entfernung des
Weichteilgewebes. Die knöchernen Bestandteile der Gelenke wurden für die
Beschreibung und Vermessung der Durchmesser der einzelnen
Karpalgelenksknochen in dorsopalmarer, mediolateraler und proximodistaler
Ausrichtung gesammelt (siehe Tabelle 6, 7, 8, 9 und Säulengrafik 1, 2, 3, 4).
Die Röntgenaufnahmen des Karpus wurden unter Vollnarkose angefertigt.
Standardaufnahmen in dorsopalmarem und mediolateralem Strahlengang
ergänzt durch mediolateral gebeugte Aufnahmen dienten als Basis für die
Beschreibung der normalen Röntgenanatomie des Karpalgelenkes.
Zur Untersuchung der Karpalgelenke von 50 Hunden und 11 Katzen mit
orthopädisch veränderten Gelenken wurden zusätzliche Aufnahmen in schräger
Projektion (dorsomedial palmarolateral oblique und dorsolateralen
palmaromedial oblique), überstreckt mediolateral und dorsopalmar mit medialer
und lateraler Belastung der betroffenen Handwurzel verwendet. Die
Handwurzelknochen bei Hunden und Katzen erscheinen in dorsopalmarer
Projektion sowie proximalen, distalen, medialen und lateralen Aufnahmen als
viereckige bis rechteckige Körper mit Ausnahme des Os accessorium, das eine
längliche Form hat. Die intermedioradialen und ulnaren Handwurzelknochen
überlagern sich mit dem distalen Ende des Radius und der Ulna, sowie auch
untereinandere und mit dem proximalen Rand der ersten, zweiten, dritten und
vierten Handwurzelknochen. Auch die distale Reihe der Handwurzelknochen
überlagert sich mit dem distalen Teil der Knochen der proximalen Reihe, und
auch untereinander sowie mit dem proximalen Ende des Metakarpalknochen.
61 Karpalgelenke von 50 Hunden und 11 Katzen mit orthopädischen
Erkrankungen sind in der vorliegenden Studie untersucht worden. Es sind 26
(43%) Karpalgelenke mit Osteoarthritis diagnostiziert worden
(zweiundzwanzig Hunde und vier Katzen). Vier Fälle hatten eine Ankylose
(ein Hund und drei Katzen); bei dreizehn Fällen (21%) lag eine Subluxation
vor (fünf Hunde und zwei Katzen hatten antebrachiokarpale Subluxationen),
(fünf Hunde hatten karpometakarpale Subluxationen und ein Hund zeigte
eine Subluxation des interkarpalen Gelenks). Zwei Katzen (3%) und ein Hund
(2%) zeigten Luxationen des Antebrachiokarpalgelenks und zehn Hunde
(16%) hatten ein Hyperextensions syndrome. Fünf Hunde (8%) wiesen
Frakturen der Handwurzelknochen auf (drei Os intermedioradiale, ein Os
carpi ulnarae und ein Os carpi tertium).
Instabilitäten des Vorderfusswurzelgelenkes (Subluxation und Karpal-
Hyperextension) und kleine Abrissfrakturen der Handwurzelknochen können
leicht durch dorsopalmare Aufnahmen mit medialen und lateralen gehaltenen
Aufnahmen der betroffenen Gelenke diagnostiziert werden. Arthrosen stellen
die häufigste Erkrankung des Karpalgelenks in der vorliegenden Studie dar,
sie betrifft etwa 43% der untersuchten Patienten. Radiologische Merkmale der
Arthrose des Karpalgelenkes bei Hunden und Katzen sind
Weichteilschwellung, Osteophytenformationen in den Handwurzelknochen
und der Verlust der Gelenkspalten der antebrachiokarpal, interkarpalen und
Karpometakarpalgelenke. In der vorliegenden Studie hatten elf Hunde (18%)
und zwei Katzen (3%) mit Arthrose osteophytäre Ablagerungen am
intermedioradialen Handwurzelknochen. Neun Hunde (15%) und zwei Katzen
(3%) zeigten neben der Arthrose Osteophytenformationen auf dem Os
accessorium. Zwei Hunde (3%) wiesen Arthrosen mit mehreren
Osteophytenformationen am distalen Radius sowie am Os carpi
intermedioradiale, ulnare, accessorium und den ersten bis vierten
Handwurzelknochen auf.
Eine Überstreckung des Handgelenkes hatte eine Abweichung von der
normalen Position der Handwurzelknochen zur Folge das betraf zehn Hunde
(16%) in der vorliegenden Studie. Es führte zu einer Erweiterung des
Gelenkspaltes der interkarpalen Knochen und einer Schwellung der Weichteile
um die Karpalgelenke. Mediolateral überstreckte und mediolateral gebeugte
Aufnahmen zeigten deutlich diese abnorme Laxizität des Handgelenke.
Luxation, Subluxation, Hyperextension, Fraktur der Handwurzelknochen und
Arthrose an den Karpalgelenke von sechzehn Hunden und vier Katzen wurden
mit einer Pankarpal-Arthrodese versorgt. Bei einem Hund mit einer medialen
Subluxation des Karpometakarpalgelenks und medialproximaler Luxation des
zweiten Metakarpus wurde die Karpal-Arthrodese mit einer T-Platte
durchgeführt. Postoperative Röntgenkontrollen operierter Karpalgelenke lagen
bei siebzehn Hunden und vier Katzen vor. Anhand dieser wurde das
Fortschreiten des Heilungsprozesses kontrolliert. Die Röntgenaufnahmen
wurden in dorsopalmarem und mediolateralem Strahlengang direkt nach der
Operation angefertigt, um sicherzustellen, dass die Ausrichtung und
Positionierung der Platten und Schrauben am Knochen korrekt sind.
Zusätzlich wurden nach vier, acht, zwölf, sechzehn und zwanzig Wochen
Kontrollaufnahmen erstellt. Eine Katze zeigte eine leichte Atrophie des
distalen Anteils des Radius 5 Monate nach der Operation. Diese geringgradige
Atrophie war auf Druck der Platte auf den Knochen zurückzuführen. Bei zwei
Hunden hatten sich Osteophyten am distalen Radius nahe dem proximalen
Punkt der PCA-Platte nach Pankarpal-Arthrodese gebildet. Bei einem
weiteren Hund zeigte sich zweieinhalb Monaten nach der Pankarpal-
Arthrodese zur Behandlung einer Karpalgelenks- Hyperextension eine Fraktur
des dritten Handwurzelknochens. Bei anderen Hunden erschienen
Osteophyten dreieinhalb Monate nach pankarpaler Arthrodese. Bei einem
Hund, der mit einer T-Platte zur Behandlung einer medialen Subluxation des
Karpometakarpalgelenks therapiert wurde, traten nach vier Monaten
Osteophyten auf. Diese sind auf die Irritation der Karpalknochen und des
distalen Endes des Radius durch die Platte zurückzuführen.
Im Röntgenbild der anderen siebzehn Karpalgelenke (vierzehn Hunde und
drei Katzen) waren bis sechs Monate nach pankarpaler Arthrodese keine
Auffälligkeiten zu erkennen. Die Implantate lagen in korrekter Position und
die Gelenkspalten der operierten Karpalgelenke waren radiologisch nicht
mehr sichtbar.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the present study is to describe the anatomy and normal
radiographic anatomy of the carpal joints in dogs and cats and to clarify the
role of radiography as a diagnostic tool of carpal joint affections in dogs and
cats in addition to detection of the surgical procedures which can be used as
treatment of these joints affections in dogs and cats.
The anatomical part of the present study was carried out on carpal joints of 20
dogs and 6 cats. The specimens of these carpal joints were dissected and the
carpal ligaments were identified and photographed. Then the specimens were
macerated and the soft tissues were removed. The bones were collected and
prepared for description and measuring of the dorsopalmar, mediolateral and
proximodistal diameters (see Table 6, 7, 8, 9 and Chart 1, 2, 3, 4).
Radiographic examinations of the carpus in dogs and cats were made with the
patient under anesthesia. Standard dorsopalmar, mediolateral, and mediolateral
flexed view were used for description of normal radiographic anatomy of the
carpal joints. Additional views were used for examination of affected carpal
joints in 50 dogs and 11 cats such as oblique views (dorsomedial palmarolateral
oblique view and dorsolateral palmaromedial oblique view), hyperextended
mediolateral view, and dorsopalmar view with medial and lateral stress of the
affected carpus.
Radiographically all carpal bones in dogs and cats appears as irregular
quadriangular or rectangular structures with four borders in dorsopalmar
projection namely proximal, distal, medial, and lateral except the accessory
carpal bone appears as a vertical rod structure. The intermedioradial and ulnar
carpal bones have superimposition with the distal extremity of the radius and
ulna, between each others and with the proximal border of the first, second,
third and fourth carpal bones. Also the distal row of the carpal bones has
superimposition with the distal part of bones of the proximal row, with each
others and with the proximal extremity of the metacarpal bones.
Sixty one affected carpal joints of 50 dogs and 11 cats are examined in the
present study. There are twenty six (43%) carpal joints affected with
osteoarthritis (twenty two dogs and four cats). Four cases had ankylosis (one
dog and three cats); thirteen cases (21%) suffering from subluxation (five dogs
and two cats had antebrachiocarpal carpal joint subluxation), (five dogs had
carpometacarpal joint subluxation and one dog had subluxation of intercarpal
joint). Two cats (3%) and one dog (2%) had luxation of antebrachiocarpal joint
and ten dogs (16%) had a carpal hyperextension syndrome. Five dogs (8%) had
carpal bone fractures (three intermedioradial carpal bone fractures and one
ulnar carpal bone fracture and one third carpal bone fracture).
Carpal joint instabilities (subluxation and carpal hyperextension) and small
avulsion fractures of the carpal bones are easily diagnosed by dorsopalmar view
with medial and lateral stress of the affected carpus, with mediolateral
hyperextended and mediolateral flexed views. Osteoarthritis is the most
common affections of the carpal joint in the present study; it affects about 43%
of the examined patients. Radiographically the signs of osteoarthritis of carpal
joints in dogs and cats are soft tissue swelling, osteophytes formations in the
carpal bones and loss of joint spaces of the antebrachiocarpal, intercarpal and
carpometacarpal joints. In the present study eleven dogs (18%) and two cats
(3%) have osteoarthritis with osteophyte deposition in the intermedioradial
carpal bone. Nine dogs (15%) and two cats (3%) have osteoarthritis with
osteophyte formations in the accessory carpal bone. Two dogs (3%) have the
same radiographic findings of the osteoarthritis with several osteophyte
formations present on the distal radius, intermedioradial carpal, ulnar carpal,
accessory carpal, first, second, third and fourth carpal bones.
Hyperextension of the carpal joint is deviation of the normal upright position of
the carpus. It affects ten dogs (16%) of the examined carpal joints in the present
study. It represents increase joint space of the intercarpal joint in addition to
swelling of the soft tissues surrounding the carpal joint. Mediolateral
hyperextended view and mediolateral flexed view can used to diagnose this
abnormal laxity of the carpal joint.
Affected carpal joints of sixteen dogs and four cats were going under pancarpal
arthrodesis with a special plate (using PCA-plate in fourteen dogs and four cats
and by using DCP in two dogs) for treatment of luxation, subluxation, carpal
hyperextension, fracture of carpal bones, and osteoarthritis. Partial carpal
arthrodesis using T- plate was performed only in one dog suffering from a
medial subluxation of the carpometacarpal joint accompanied by medial
proximal dislocation of the second metacarpal bone.
Radiographic follow-up of the operated carpal joints in seventeen dogs and four
cats is applied postoperatively in the present study to demonstrate the
progression of the healing process of the operated joints. Radiographs were
taken in dorsopalmar and mediolateral views to the carpal joint directly
following the surgery to make sure that the alignment and positioning of the
plate and screws on the bones are correct. Also X- ray images are taken four,
eight, twelve, sixteen and twenty weeks later. From the obtained images of
twenty one operated carpal joints. One cat showed mild atrophy of the distal
part of the radius 5 months post operatively. This mild atrophy is due to
pressure produced by the plate on the bone. An osteophyte formation is formed
on the distal radius at the proximal point of the PCA- plate post pancarpal
arthrodesis in two dogs. It appeared in one dog after two and half months post
pancarpal arthrodesis as a treatment of carpal joint hyperextension and fracture
of the third carpal bone. In the other dog osteophyte formation appeared three
and half months after pancarpal arthrodesis for treatment of carpal joint
hyperextension. In one dog an osteophyte formation appeared after four months
post partial carpal arthrodesis using T- plate for treatment of a medial
subluxation of the carpometacarpal joint. The osteophytes formations appeared
due to interference of this plate on the antebrachiocarpal joint and the distal end
of the radius.
Radiographically the other seventeen operated carpal joints (fourteen dogs and
three cats) had no problems until six months after pancarpal arthrodesis for
treatment of different carpal joint affections. The implants were situated in a
correct position and the joint spaces of the operated carpal joints were not
visible any more.