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Einfluss des Weihrauchextraktes H15 auf die Wachstumskinetik hirneigener Tumoren bei Wistar-Ratten

Sarikaya-Seiwert, Sevgi


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie, Neurochirurgische Klinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.04.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 11.05.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die konventionelle Therapie von malignen Gliomen (operative Entfernung, Bestrahlung, Chemotherapie) erzielt keine nachhaltigen Erfolge. Die Prognose von Patienten mit malignen Gliomen richtet sich nach wie vor nach der histologischen Wertigkeit des Tumors und dem Karnowski-Index des Patienten. Um die Ergebnisse der Therapie von malignen Gliomen zu verbessern, werden zusätzliche therapeutische Möglichkeiten benötigt. In früheren klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass sich unter der Therapie mit H15® die perifokalen Ödeme bei Patienten mit malignen Gliomen signifikant zurückbilden und sich zudem ihre klinischen Symptome verbessern. Es war darüber hinaus eine Abnahme der Ausscheidung von LTE4, einem Metaboliten der Leukotriensynthese in Hirntumoren, zu beobachten. Zudem wurde in Zellkulturen eine proliferationshemmende Aktivität von H15® festgestellt.
Mit der vorliegenden tierexperimentellen Studie wurden Einflüsse von H15® auf das Tumorwachstum untersucht. 40 weiblichen Wistar-Ratten mit einem Gewicht von 220g bis 250g wurden C6-Gliomzellen in den rechten Nucleus caudatus injiziert. Die Tiere wurden randomisiert und in vier Gruppen zu jeweils 10 Tieren unterteilt. Drei dieser Gruppen wurden mit verschiedenen Dosen von H15® behandelt; die vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe. Nach 14 tägiger Verabreichung von H15® (3mal täglich) vom Tag nach der Tumorzellimplantation an wurden die Gehirne entnommen und mikroskopisch untersucht. Es wurde eine signifikante Stabilisierung des Vitalitätsindex in der Behandlungsgruppe mit der höchsten Medikamentendosis im Vergleich zur Kontrollgruppe aufgezeigt. Abhängig von der Dosierung wurde weiterhin ein signifikanter Unterschied im Tumorvolumen festgestellt. Der Anteil induzierter, apoptotischer Zellen war in Tieren, die mit hohen Dosen behandelt wurden, signifikant größer, als bei Tieren mit niedriger Dosierung. Bei den Tieren wurden keine bzw. geringe Nebenwirkungen auf das verabreichte Medikament beobachtet. Diese Daten belegen einen hemmenden Einfluss von H15® auf das Wachstum von C6-Gliomzellen in Rattenhirnen.
Kurzfassung auf Englisch: The conventional malignant glioma therapy (surgery, radiation therapy and chemotherapy) does not yield satisfying results. The prognosis of the glioma patient depends more on the histological grading of the tumor and the patient’s age than on the therapy. Especially the adjuvant chemotherapy does not influence survival time in glioma patients significantly. To improve results in malignant glioma therapy additional therapeutic regimes are necessary. An earlier study showed a significant reduction of perifocal edema in patients with malignant glioma under therapy with H15®, accompanied with a clinical improvement. Also a decrease of urinary LTE4-excretion as a metabolite of leukotriene synthesis in brain tumors was observed. Furthermore a proliferation inhibiting activity of H15® was found in cell cultures.
The purpose of this experimental study was to examine the effects of the boswellic acids, which are constituents of an extract from gum resin, on tumor growth in vivo. Fourty female wistar rats weighing 220–250 g were inoculated C6 tumor cells into the right caudate nucleus and randomization into 4 groups each with 10 rats. The treatment groups received different dosages and were compared to a control group without any additional treatment. Drug treatment (3 times per day) was started immediately after implantation and stopped after 14 days. The animals were sacrificed and the brains were examined microscopically. Comparing low and high dosage of H15® treatment a significant difference in tumor volume was detected. The vitality index in animals with high dose treatment was significantly better than in the low dose treatment group. The proportion of apoptotic tumor cells in animals with high dose treatment was significantly larger than in the low dose treatment group. Only milde side effects were observed by the animal during the therapy with H15®. These data demonstrate an antiproliferative influence of H15® in rat glioma growth.