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Untersuchung und Vergleich des glykämischen Effekts einer nativen Lindenblütenhonig-Lösung mit einer Lindenblütenhonig-aquivalenten Zuckerlösung

Sheybani, Babak


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-74901
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7490/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Honig , Diabetes , C-Peptid , Insulin , gestörte Glukosetoleranz
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinische Poliklinik III, Frauenklinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.03.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 24.03.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel: Untersuchung und direkter Vergleich der glykämischen und insulinämischen Effekte einer nativ hergestellten Lindenblütenhonig-Lösung und einer Lindenblütenhonigäquivalenter Zuckerlösung bei gesunden männlichen Probanden. Hierbei wird der günstige metabolische Effekt des Lindenblütenhonigs mittels eines standardisierten oralen Glukosetoleranztests (oGTT) untersucht.
Methode: Es wurden durch eine Screening-Untersuchung aus 12 männlichen,
stoffwechselgesunden Probanden mit einem mittleren Alter von 27,7 ± 2,6 Jahren und einem mittleren Body-Mass-Index (BMI) von 23,2 ±1,5 kg/m2 mittels eines standardisierten oGTTs mit einer Zuckerlösung (Dextro O-G.T) geeignete Probanden zur Teilnahme an der Studie selektiert. 10 Probanden ohne eine gestörte Glukosetoleranz oder Diabetes mellitus wurden zur weiteren Teilnahme an der Studie in zwei Gruppen randomisiert. Eine Woche später haben die Probanden die Testreihe (oGTT), je nach Gruppe, entweder mit einer Lindenblütenhonig-Lösung oder einer Lindenblütenhonig-äquivalenten Zuckerlösung
begonnen. Nach einer weiteren Woche wurde die Testreihe durch den Wechsel (Cross-Over) der Testsubstanz der anderen Gruppe beendet. Hierbei wurden Testsubstanzen, welche 75 g Glukose beinhalteten verwendet. Der Serum-Glukosespiegel wurde vor der Einnahme sowie alle 10 Minuten nach der Einnahme des Testsubstanzen für eine Dauer von 120 Minuten bestimmt. Zudem wurden andere relevante Parameter wie Serum-Insulin, CPeptid und Cortisol vor Einnahme der Testsubstanzen sowie nach 60 bzw. 120 Minuten bestimmt.
Ergebnisse: Der Vergleich des mittleren Serum-Glukosespiegels der Lindenblütenhonig-Lösung und Lindenblütenhonig-äquivalenten Zuckerlösung nach 60 Minuten zeigt einen starken günstigen glykämischen Effekt des Honigs (p=0,042). Dieser Effekt wurde durch den Vergleich der post-prandialen Fläche unter der Serum-Glukosespiegelkurve (AUC) bestätigt (p=0,018). Vergleich der Serum-Insulinspiegel nach 60 Minuten zeigt einen moderaten günstigen insulinämischen Effekt (p=0,067) und einen starken günstigen C-Peptidantwort der
Lindenblütenhonig-Lösung (p=0,013).
Fazit: Lindenblütenhonig zeigt einen günstigen glykämischen und insulinämischen Effekt im Vergleich zur Lindenblütenhonig-äquivalenten Zuckerlösung. Die Planung und Durchführung weiterer Studien mit einem größeren Fallzahl und der Beteiligung weiblicher Probanden zur Erforschung der günstigen Effekte des Honigs sowie aufwendigere und genauere biochemische Analyse des Honigs wird empfohlen.
Kurzfassung auf Englisch: Aims: Studies suggest that honey has less influence on serum glucose concentrations than comparable mono- and disaccharides. This study aimed to confirm these findings by a direct analysis and comparing of a basswood honey solution and a honey comparable glucosefructose solution in concern of the glycemic effect, the insulinemic responses and the Cpeptide values in healthy male subjects.
Methods: 12 healthy men with a mean age of 27.7 (±2.6) years, a mean body mass index of 23.2 (±1.5) kg/m2 and no history of metabolic disorders participated in the study. Subjects underwent a standard OGT testing to establish values and exclude preclinical diabetes. 10 Subject without any metabolic disorder were screened. One week later they were randomly assigned to basswood honey or a honey comparable glucose-fructose solution. The following week subjects were given the other solution. All solutions contained 75 g glucose. Serum glucose was measured before drinking test solutions and every 10 minutes for 120 minutes
afterwards. C-peptide, insulin and cortisol values were measured at 0, 60 and 120 minutes.
Results: The direct comparison of the mean serum glucose concentration at 60 minutes between basswood honey solution and the identical sugar solution shows a lower value for honey (p=0.042). This effect was confirmed by comparing of the post-prandial AUC of serum glucose concentration and shows the positive glycemic effect of honey (p=0.018). Comparing of the serum insulin value at 60 minutes shows a moderate positive insulinemic responses of honey (p=0.067) and a strong positive effect in concern of C-peptid value for honey (p=0.013).
Conclusion: Honey has a positive effect on serum glucose, insulin and C-peptide values than the honey comparable glucose-fructose solution. Further studies to elucidate underlying mechanisms may be worthwhile, as may investigation of the implications of these findings for diabetic patients.
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