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Beta-Laktamase als analytisches Hilfsmittel bei der Hemmstoff-Identifizierung in Milch : Untersuchungen zur Inaktivierungseffizienz

Fingerhuth, Tinka Kristina Anika


Originalveröffentlichung: (2009) Giessen : VVB Laufersweiler
pdf-Format: Dokument 1.pdf (641 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Tierärztliche Nahrungsmittelkunde
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5512-7
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.12.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 20.01.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Eigenschaften der Penicillinase bezüglich Penicillinasekonzentration, Inkubationszeit und –temperatur zur Inaktivierung einiger ausgewählter beta-Laktam-Antibiotika.
Um die Penicillinasekonzentration zur vollständigen Inaktivierung der verwendeten beta-Laktam-Antibiotika zu erfassen, wurde antibiotikahaltige Milch mit Penicillinase versetzt und für 30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Der Nachweis noch vorhandener beta-Laktam-Antibiotika-Rückstände erfolgte mittels eines mikrobiologischen Testverfahrens (BRT). Mit der verwendeten Penicillinase wurden mit Ausnahme von Cefalexin und Cefquinom alle eingesetzten Antibiotika inaktiviert.
Als Zusatzreagenz für den Einsatz in den verschiedenen Verfahren des integrierten Nachweissystems eignet sich die Penicillinase zur Detektion von beta-Laktam-Antibiotika, mit Ausnahme von Cefalexin und Cefquinom. Eine Identifizierung der einzelnen Substanzen ist jedoch nicht
möglich. Um eine vollständige Inaktivierung der mit dieser Penicillinase hydrolysierbaren Antibiotika im Bereich ihres jeweiligen MRL-Wertes zu erreichen, sollten die in der Praxis üblichen Penicillinasekonzentrationen von 20 mü/ml (200.000 IU/ml) auf 40 mü/ml (400.000 IU/ml) angehoben werden.
Eine Verlängerung der Inkubationszeit sowie eine Veränderung der Inkubationstemperatur haben nur einen geringen Einfluss auf die vollständige Inaktivierung der beta-Laktam-Antibiotika, so dass bei der Verwendung der Penicillinase im integrierten Nachweissystem eine Inkubation von 30 Minuten bei Raumtemperatur ausreichend ist.
Kurzfassung auf Englisch: This paper deals with the characteristics of penicillinase with regard to penicillinase concentration, incubation time and incubation temperature for inactivation of some selected beta-lactam antibiotics.
To determine the penicillinase concentration required to thoroughly inactivate the beta-lactam antibiotics used, penicillinase was added to antibiotic-positive milk and incubated at room temperature for 30 minutes. Remaining beta-lactam antibiotic residues were identified using a
microbiological test procedure (BRT). With the exception of cefalexin and cefquinom, all antibiotics applied were inactivated by penicillinase used.
Penicillinase is suitable for use as an additional reagent in the various test procedures of an integrated identification system for the detection of ß-lactam antibiotics with the exception of cefalexin and cefquinom. However, the individual substances cannot be identified. To thoroughly inactivate the antibiotics that are hydrolysable with this penicillinase within the
range of their respective MRL value, the penicillinase concentrations normally used in practice should be increased from 20 mü/ml (200.000 IU/ml) to 40 mü/ml (400.000 IU/ml).
An extended incubation time as well as a change in incubation temperature only slightly influences the thorough inactivation of beta-lactam antibiotics. Therefore, an incubation time of 30 minutes at room temperature suffices when using in an integrated identification system.