Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-73639
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7363/


Nutrition, lifestyle and diabetes-risk of school children in Derna, Libya

Elhisadi, Tawfeg A. A.


Originalveröffentlichung: (2009) Giessen : VVB Laufersweiler
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.700 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaft
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5510-3
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.07.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 11.01.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Libyen, das Libysch-Arabische Dschamahirija (amtliche Bezeichnung), ist ein in
Nordafrika gelegener Staat, welcher sich über 1.759.540 Quadratkilometer erstreckt.
Es ist größenmäßig die 17. größte Nation der Welt. Die libysche Gesamtbevölkerung beträgt ca. 5.765.563 (Juli 2005) Einwohner. Eines der Stadtgebiete Libyens ist Derna City. Es ist, wie in Abb. 49 dargestellt, im Nordosten des Landes gelegen. Die Gesamtbevölkerung von Derna zählt 105.932 Einwohner (Volkszählung 2005) auf einer Fläche von 4980km². Zum Zeitpunkt der Studie umfasste die Gesamtzahl an öffentlichen Grundschulen in Derna City 31 Schulen, davon 24 städtische und 7 ländliche Schulen.
Die Körpergröße und das Körpergewicht stellen wichtige Indikatoren für die
Gesundheit und den Ernährungsstatus von Kindern und Jugendlichen dar. Waterlow
et al. empfehlen, zur Bestimmung des Ernährungsstatus im Rahmen einer
Querschnittsstudie, das Hauptaugenmerk auf das Verhältnis von Körpergröße/Körpergewicht (weight-for-hight ratio) als Indikator des zurückliegenden Ernährungsstatus zu legen und als Indikator des aktuellen Ernährungsstatus das Verhältnis von Körpergewicht/Lebensalter (weight-for-age ratio) zu ermitteln. Die vorliegende Studie wurde zwischen September des Schuljahres 2005/2006 und dem Schuljahr 2006/2007 durchgeführt. Es wurden 3879 Schulkinder im Alter von 6 bis 9 Jahren in die Studie eingeschlossen.
Unsere Studie zeigte (im ersten Jahr der Messungen), dass das Körpergewicht der
Jungen signifikant höher lag im Vergleich zum Körpergewicht der Mädchen aller
Altersgruppen (p<0,03). Die Jungen waren signifikant größer als die Mädchen in den verschiedenen Altergruppen (p<0,001). Mit steigendem Lebensalter konnte bei
beiden Geschlechtern in allen Altersgruppen ein Anstieg des Mittelwertes für das
Körpergewicht, die Körpergröße und den BMI festgestellt werden. Sowohl das
mittlere Körpergewicht (p<0,03) als auch die mittlere Körpergröße (p<0,001) zeigten signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass der BMI bei den Jungen in allen Altersgruppen gegenüber dem der Mädchen vergleichsweise hoch ist, wobei kein statistisch signifikanter Unterschied (p<0,3)festgestellt werden konnte. Lediglich die Mädchen in der Gruppe der Kinder im Alter von 96 Monaten wiesen einen höheren BMI-Wert (16,4kg/m²) im Vergleich der Jungen (16,2kg/m²) auf. Dieser Unterschied war jedoch nicht statistisch signifikant(p<0,4). Die mittlere Körpergröße der Kinder aus städtischen und ländlichen Regionen betrug 123,4 und 123,0cm. Diese Ergebnisse zeigen, dass kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen besteht (p<0,1 und p<0,4). Es wurden signifikante Unterschiede (p<0,04) für den mittleren BMI zwischen den Kindern in städtischen und ländlichen Regionen festgestellt (16,25 und 16,04kg/m²). Der Vergleich des Ernährungsstatus (Körpergewicht/Lebensalter) der verschiedenen Altersgruppen in städtischen und ländlichen Gebieten deutet auf eine höhere Prävalenz für Unter-/ und Übergewicht bei Kindern in der Gruppe der Teilnehmer aus städtischen Gebieten vergleichen mit jenen aus ländlichen Gebieten hin. Der Unterschied war jedoch nicht statistisch signifikant (p>0,1 und p>0,3). Die Prävalenz einer Wachstumsretardierung (“stunting”) lag unter den Kindern aus
städtischen Regionen höher (2,9%) als bei den Kindern aus ländlichen Regionen
(2,5%); die Ergebnisse zeigen keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Teilnehmern der beiden Regionen (p>0,7). Die bei den Kindern in den
städtischen Regionen gemessenen Mittelwerte für die anthropometrischen
Parameter (Körpergewicht, Körpergröße und BMI) lagen alle geringfügig oberhalb
der Werte der Kinder aus ländlichen Gebieten; die für die Schulkinder aus ländlichen Gebieten ermittelten Ergebnisse könnten aufgrund der geringen Größe der verschiedenen Altersgruppen der Kinder verzerrt sein. Somit kann im allgemeinen davon ausgegangen werden, dass die aus Derna stammenden libyschen Schulkinder im Alter von 6-9 Jahren mit einem Anteil von 96,0% der Jungen und 95,5% der Mädchen für das Verhältnis von Körpergröße/Lebensalter (h/a) und einem Anteil von 94,2% und 95,3% der Jungen und Mädchen für Verhältnis von
Körpergewicht/Lebensalter (w/a), vorwiegend unterhalb ± 2.00 SD liegen.
Die Kinder der vorliegenden Studie weisen ein im Vergleich zu der CDC 2000
Referenzpopulation vergleichbares Wachstum auf. Dies zeigt, dass die Schulkinder
in Derna eine geringe Prävalenzrate für Untergewicht, Übergewicht sowie für das
Auftreten einer Wachstumsretardierung aufweisen, im Vergleich zu den Daten
anderer, in Golfstaaten durchgeführten Studien.

Kurzfassung auf Englisch: The Libyan Arab Jamahiriya, situated in North Africa, it is extends over 1,759,540 square kilometers. It is the 17th largest nation in the world by size. The Libyan total population is about 5,765,563 (est. July 2005). Derna city is one of the municipalities of Libya. It is located in the northeast of the country as shown Figure 49. The overall Population of Derna is 105,932 (2005 census) and the area is 4908 km². The total number of elementary public schools in Derna city was 31 at the time of study, with 24 urban schools and 7 rural schools. Height and weight are important indicators of the health and nutritional status of children and adolescents. Waterlow et al. recommend that, for the assessment of nutritional status in cross-sectional studies, primary reliance should be placed on (h/a) as an indicator of the past state of nutrition and (w/a) as an indicator of the present state of nutrition. This study was carried out in the 2005/2006 school year starting in September to 2006/2007 school year. 3,879 school children age 6-9 years were included. Our study (at the first year measurements) revealed that the weight patterns boys were significantly higher than girls at all age groups, (p<0.03). The boys were significantly taller than that of girls at all age group (p<0.001). The mean values of weight, height and BMI increased with age for both sexes at all age groups. Significant differences in mean weight (p<0.03), and height (p<0.001), were found between boys and girls. These results show that at all age groups, BMI are comparatively higher in boys than in girls, while we could not find a statistical significant difference (p<0.3). One except was higher among girls
(16.4 kg/m²) than boys (16.2 kg/m²) at the age 96 months, though the difference was not statistically significant (p< 0.4). The mean weight for urban children and rural children was 24.8 and 24.4, respectively. The mean height for urban children and rural children was 123.4 and 123.0 cm, respectively: These results showed that there was no statistically significant difference between the two communities (p<0.1 and p<0.4, respectively). Significant differences were found in mean BMI between urban and rural children- 16.25 and 16.04 kg/m², respectively (p<0.04). The comparison of the nutritional status (w/a) at different age groups in urban and rural areas revealed higher prevalence of underweight and overweight children in urban communities compared to rural communities. However, the difference was not statistically significant (p>0.1 and p>0.3, respectively). The prevalence of stunting was higher among rural children (2.9%) than urban children (2.5%); these results showed no evidence of statistical difference between the two communities (p>0.7).
All the means of the anthropometric parameters (weight, height and BMI) in urban
children were slightly higher than those of rural; the results obtained for school children in rural areas could have been skewed due to the small size in each age group of children. Therefore, Libyan children in Derna could generally be described as having the great majority of school children aged 6-9 years fall between ± 2.00 SD of height for age (h/a) 96.0% and 95.5% for boys and girls, respectively, and weight for age (w/a) 94.2% and 95.3% for boys and girls, respectively. The children in our sample are growing according to 2000 CDC reference population. This shows a positive indication that school children in Derna had a low prevalence rate of underweight, overweight and stunted children when compared with that found in others studies undertaken in Gulf countries.