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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-72842
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/7284/


Erstellung einer Teil- und Vollkostenrechnung für die operative Intensivstation der Universitätsklinik Gießen unter Verwendung eines Patientendatenmanagementsystems : Eine Feasibility Studie

Development of direct and full cost accounting for the intensive care unit of the university hospital of Giessen by using a Patient datamanagement system : A feasibility study

Ruffer, Sabine


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Kostenrechnung , Patientendatenmanagementsystem , Intensivstation
Freie Schlagwörter (Englisch): Cost accounting , Intensive care unit , ICU , Patient data management system
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.10.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 08.12.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Fragestellung
In dieser Arbeit wurde überprüft, ob die in der Routine mit dem PDMS
erfassten Daten für eine Kostenträgerrechnung geeignet sind. Hierzu wurde
mit Hilfe der elektronisch erfassten Datenbasis eine detaillierte
Kostenträgerrechnung beispielhaft für das Jahr 2004 auf Teil- und
Vollkostenbasis erstellt.
Methodik
Zur Berechnung der variablen Kosten wurden mittels SQL Abfragen über am
Patienten stattgefundene Maßnahmen für die Datenbank des PDMS erstellt.
Den Ergebnissen wurden die Einzelkosten zugeordnet, welche in einem
nachfolgenden Schritt mit verschiedenen Fragestellungen ausgewertet
wurden.
Ergebnisse
Die Berechnungen umfassen 1.397 Patienten bzw. Episoden, welche im Jahr
2004 insgesamt 105.935 Stunden auf der operativen Intensivstation betreut
wurden. Dies entspricht einer Auslastung von 86% und einer
durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 82 ± 191 Stunden. Alle 1.397
Episoden verursachten zusammen Einzelkosten von € 1.169.174,72 oder im
Durchschnitt € 836,92 ± 2.720,15. Die Gesamtkosten inklusive der
Gemeinkosten betrugen € 4.413.615,92 oder im Durchschnitt € 3.159,35 ±
7.831,97. Bezogen auf die Einzelkosten wurden 61% durch Medikamente,
13% durch Labormedizin und 10% durch Hämofiltration verursacht. Im
Gemeinkostenblock verursachten die Personalkosten mit 84% die meisten
Kosten. Ein Intensivtag bezogen auf Patienten mit einem LOS > 24 Stunden
(n=718) kostet € 866 ± 222.
Schlussfolgerungen
Diese Arbeit konnte zeigen, dass nur durch Verwendung klinischer Daten,
dokumentiert und ausgewertet durch ein PDMS, eine funktionsfähige
Kostenträgerrechnung in Bezug auf die variablen Kosten möglich ist.
Durch Standardisierung dieses Verfahrens wäre eine umfassende
Kostenkontrolle bezüglich der variablen Kosten möglich.
Kurzfassung auf Englisch: Aims:
This dissertation analyses whether a cost unit accounting system can be
build up by data, collected by a patient data management system (PDMS).
Using automatically registered data a detailed cost accounting based on
direct and indirect costs was created for 2004.
Methods:
For variable cost calculation SQL queries were set up which scanned the
PDMS database for all documented patient related actions. In a next step
prices were attached to the results. Finally the results were interpreted under
different point of views.
Results:
The calculation covered 1.397 patients respectively episodes who were taken
care for at the intensive care unit over 105.935 hours in 2004. This
represents a workload of 86% and an average length of stay of 82 ± 191
hours. All 1.397 episodes together caused direct costs of € 1.169.174, on
average € 836 ± 2.720 per episode. The total costs including the indirect
costs were € 4.413.615, on average € 3.159 ± 7.831 per episode. 61% of the
direct costs were caused by medication, 13% by laboratory medicine and
10% by haemofiltration. 86% of indirect cost were caused by personnel
expenses. One day intensive care for patients with an LOS > 24 hours
(n=718) costed € 866 ± 222.
Conclusions:
This dissertation shows that by using clinical data only, documented and
evaluated by a PDMS, it is possible to create a functioning cost unit
accounting. A standardization of the developed method would allow a broad
cost control relating to direct costs.