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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-70539
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/7053/


Messung der glomerulären Filtrationsrate der einzelnen Niere mittels kontrastmittelunterstützter, dynamischerMagnetresonanztomographie und der Rutland-Patlak Plot Technik

Heckrodt, Jan Jochen


Originalveröffentlichung: (2009) Giessen : VVB Laufersweiler 2009
pdf-Format: Dokument 1.pdf (854 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Radiologie, Abteilung für diagnostische Radiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5466-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.04.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 08.07.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die in dieser Arbeit vorgestellte dreidimensionale GRE-Sequenz liefert Ergebnisse von geringer Bildqualität, jedoch sind die gemessenen Signale bis zu einer Konzentration von 10mmol/l weitgehend proportional zum Gd-DTPA-Gehalt pro
Volumen. Die Sequenz arbeitet schnell genug um aus den gewonnen Daten einen
Rutland-Patlak-Plot zu berechnen. Durch Verwendung von Oberflächen- oder
Phased-Array-Spulen anstelle der hier verwendeten Body-Spule könnte in
zukünftigen Studien eine Verbesserung des Signal-zu-Rausch-Verhältnises und
dadurch der Bildqualität erreicht werden.
Es wurden unterschiedliche Relaxationseffekte in Abhängigkeit vom Lösungsmittel
(NaCl 0,9% oder Plasma) beobachtet, die in dem von uns vorgeschlagenen Modell
kompensiert werden konnten.
Es wurde ein Abfall des Nierensignals in der exkretorischen Phase beobachtet, die etwa 90 Sekunden nach dem Anstieg des Aortensignals begann. Dieser Signalabfall wird vermutlich durch T2*-Effekte verursacht, die aus Kozentrationsvorgängen im Nephron und den hiermit einhergehenden sehr hohen Gd-DTPA-Konzentrationen resultieren.
Die GFR wurde mittels Rutland-Patlak-Plot Technik aus MRT-Daten berechnet. Die
beste Korrelation zwischen Referenzmethode und Patlak-Plot wurde für das
Zeitfenster 40-110 sec nach Anstieg des Aortensignals gefunden. Bei einigen
Patienten fiel hierbei der beschriebene Signalabfall in das Berchnungszeitfenster, was in falsch niedrigen Werten für die ermittelte GFR resultierte.
Zusammenfassend stellt die Rutland-Patlak-Plot Technik ein viel versprechendes
Werkzeug für die Bestimmung der GFR der einzelnen Niere mittels
kontrastmittelunterstützter dynamischer MRT dar. Es konnte eine gute Korrelation
zwischen den MRT-Ergebnissen und Referenzmethode gezeigt werden. In
zukünftigen Studien sollte die verwendete Kontrastmittelmenge deutlich reduziert
werden, um den beobachteten Signalverlust in der exkretorischen Phase durch T2*-
Effekte zu vermeiden.
Kurzfassung auf Englisch: A three-dimensional gradient-echo (GRE) sequence was used for MRI, which
showed a good linear relationship between gadolinium (Gd)-DTPA concentration and
signal change when measured up to a Gd-DTPA concentration of 10 mmol/liter. A
slab containing both kidneys and the abdominal aorta was measured 30 times in
approximately 3.5 minutes. A Rutland-Patlak plot was calculated from the signal
changes in the aorta and the renal parenchyma. Single-kidney GFR was calculated
for different time windows from the Rutland-Patlak plot slope.
The best correlation compared to the reference method was found with the GFR
calculated from the slope of the Rutland-Patlak plot 40–110 seconds post aortic rise.
In many of the patients, a decrease of the renal signal was observed in the excretory
phase, which was probably caused by very high Gd-DTPA concentrations in the
collecting tubules.
Single-kidney GFR can be calculated from dynamic contrast-enhanced MRI. We
found a promising correlation of global GFR calculated by MRI compared to the
reference method. In any future study, the amount of Gd-DTPA should by reduced to
avoid artificial signal drop in the excretory phase induced by the T2* effect.