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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-70276
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/7027/


Untersuchungen zur Beeinflussung der Konzentrationen von Glukose und Phosphat in Blut und Harn bei Milchkühen durch eine Glukoseinfusion

Aldaek, Taher A. A.


Originalveröffentlichung: (2009) Giessen : VVB Laufersweiler 2009
pdf-Format: Dokument 1.pdf (452 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5413-7
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.05.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 25.06.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen der vorliegenden Arbeiten sollte der Frage nachgegangen werden, ob eine intravenöse Glukoseinfusion die Konzentration von Phosphat und Magnesium im Plasma beeinflusst und ob die Infusion von 5 %iger Glukoselösung zu einer signifikanten Beeinflussung des Plasmaglukosespiegels führt. Weiterhin waren einige methodische Fragestellungen zur Phosphatmessung im Rinderharn zu beantworten.
Folgende relevanten Ergebnisse wurden erzielt:
1. Die Glukosekonzentration im Blutplasma wird nicht durch die Fütterung und die Melkzeit signifikant beeinflusst.
2. Eine Lagerung von Harnproben bis zur Dauer von zwei Tagen im Kühlschrank vor der Phosphatbestimmung hat keinen signifikanten Einfluss auf den Messwert.

3. Im Rahmen eines Vergleiches der Phosphatkonzentration im Blut und Harn ergab sich keine signifikante Korrelation.
4. Die Phosphat- und Magnesiumkonzentration im Plasma wird weder durch eine 5 %ige noch durch eine 20 %ige Infusion von einem Liter Glukose nachhaltig beeinflusst.
5. Die Glukosekonzentration im Plasma wird durch eine 5 %ige und durch eine 20 %ige Infusion von einem Liter Glukoselösung signifikant beeinflusst. Eine Stunde nach Ende der Infusion von einem Liter 20 %iger Glukoselösung bleibt die Glukoseplasmakonzentration noch deutlich über dem Referenzbereich erhöht. Dies ist nach Gabe von 5 %iger Glukoselösung nicht der Fall.
6. Nach Infusion von einem Liter 20 %iger Glukoselösung lassen sich noch zwei Stunden nach Infusionsende erhöhte Glukosewerte im Harn nachweisen.
7. Die Infusion von einem Liter 5 %iger Glukoselösung beeinflusst nicht die Phosphatkonzentration im Harn.
8. Die orale Gabe von 300 ml Propylenglykol führt zu keiner signifikanten Veränderung des Plasmaglukosespiegels.
9. Bei Kühen nach Sectio caesarea führt die Infusion von 5 %iger Glukoselösung zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmaglukosekonzentration ohne Absenkung der Phosphatkonzentration im Blutplasma.


Aus den Ergebnissen werden folgende Schlussfolgerungen gezogen:
1. Die Phosphatbestimmung im Harn ist nicht dazu geeignet, Rückschlüsse auf die Blutkonzentration zu ziehen.
2. Da die Infusion von 5 %iger Glukoselösung zu einer Erhöhung der Plasmaglukosekonzentration führt, ohne das eine Absenkung der Plasmaphosphatkonzentration beobachtet werden kann und eine Glukosurie auftritt, ist die Infusion von 5 %iger Glukoselösung der Infusion von 20 %iger Glukoselösung vorzuziehen.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this study was to find if there is an influence of an intravenous infusion of glucose solution on blood plasma concentration of phosphate and magnesium, and if there is a significant influence of the infusion of glucose solution 5% on plasma glucose levels. Further same methodical question for phosphate measurement in the bovine urine had to be answered. The following relevant results were obtained:

1. The glucose concentration in the blood plasma is not significantly affected by feeding and time of milking.
2. The deposit of urine at temperatures of 6 - 8 C° has no significant influence on urine phosphate values.
3. The comparison of phosphate concentration in blood plasma and urine resulted in no significant correlation.
4. Phosphate and magnesium concentration in blood-plasma are neither changed by the infusion of 1 litre glucose 5% nor by 1 litre glucose 20% solution.
5. There is a significant influence of an infusion of glucose 5% and glucose 20% solution on glucose concentrations in blood plasma. One hour after the end of the infusion of glucose 20% solution the glucose levels in blood plasma lay clearly above regular values. This did not appear after the infusion of glucose 5% solution.
6. After the infusion of 1 litre glucose 20% solution, increased concentration of glucose urine could be measured for two hours.
7. There is no influence of the infusion of glucose 5% solution on phosphate concentration in urine.
8. The oral application of 300 ml propylene glycol does not chance the plasma glucose level significantly.
9. In cows after caesarean section the infusion of 5% glucose solution leads to a significant increase of the plasma glucose concentration without decreasing the plasma phosphate concentration.

From these results the following conclusions are drawn
1. Measuring phosphate in urine is not suitable for drawing conclusions on blood-plasma concentration of phosphate.
2. As the infusion of glucose 5% solution leads to an increase of glucose concentration in blood plasma without a decrease of phosphate concentrations and glucosurie, it is to be preferred to the infusion of glucose 20% solution.