Within the basketball experiment we found evidence that experts are better able to perceive and judge movements than novices. Furthermore, we also found evidence within the boule experiment that a higher level of motor expertise influences perception positive. However, we did not find a clear evidence for the assumption that one’s own movements are better perceived than the movements of friends or strangers. Whereas there was no advantage when looking at one’s own movements within the boule study we were at least able to show that motor competence has a minor effect within the basketball experiment. Due to the fact that this result was only true for the actor identification task and not for the action discrimination task we assume that the influence of motor competence is task depend. That leads to the conclusion that additional research is needed to prove the assumption that the influence of motor competence depends on the task. Furthermore, it would be interesting to find out what kind of tasks lead to better perception when looking at one’s own movements and therefore to be able to systematically expect an advantage of motor competence for perception. "> Unsere Hypothese war, dass Experten bessere Wahrnehmungsleistungen zeigen sollten als Novizen (Williams & Ward, 2001). Zudem ist zu erwarten, dass die Probanden bei der Beobachtung eigener Bewegungen bessere Leistungen zeigen im Vergleich zur Beobachtung von bekannten und fremden Bewegungen (u. a. Knoblich & Flach, 2001; Loula et al., 2005).
In der Basketballstudie konnte der Einfluss von motorischer Expertise durch den Vergleich von Experten und Novizen direkt belegt werden und auch in der Boulestudie ließen sich Hinweise für eine bessere Wahrnehmung von Bewegungen bei den guten Werfern im Vergleich zu den schlechteren Werfern finden. Weniger deutlich zeigte sich der Einfluss von motorischer Kompetenz auf die Wahrnehmungsleistung. Während bei der Boulestudie der Effekt ganz ausblieb, konnte zumindest in der zweiten Basketballstudie ansatzweise gezeigt werden, dass die motorische Kompetenz einen Einfluss auf die Bewegungswahrnehmung hat. Da sich dieser Effekt aber nur bei der Akteursidentifikationsaufgabe und nicht bei der Bewegungserkennungsaufgabe zeigte, liegt die Vermutung nahe, dass es von der Aufgabe abhängt, ob eine größere motorische Kompetenz zu einem Vorteil bei der Beobachtung von Bewegungen führt oder eben nicht. Weitere Studien müssten daher klären, ob tatsächlich wie hier angenommen, der Einfluss motorischer Kompetenz von der gestellten Aufgabe abhängt und welcher Art diese sein müsste, um systematisch einen Vorteil bei der Beobachtung eigener Bewegungen erwarten zu können. ">
 

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Perception of own and other individuals´ movements

Wahrnehmung eigener und fremder Handlungen

Hohmann, Tanja


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bewegungswahrnehmung , perzeptuelle Resonanz , motorische Expertise , motorische Kompetenz
Freie Schlagwörter (Englisch): movement perception , perceptual resonance , motor expertise , motor competence
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Sportwissenschaft, Arbeitsbereich Sportpsychologie und Bewegungswissenschaft
Fachgebiet: Sportwissenschaft
DDC-Sachgruppe: Sport
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.02.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 12.05.2009
Kurzfassung auf Englisch: It is assumed that there is a direct link between perception and action (e. g. Prinz, 1997; Jeannerod, 2001; Rizzolatti et al., 2001) and that both influence each other. The aim of the present study was to examine how past actions or representations of actions influence perception ("perceptual resonance", Schütz-Bosbach & Prinz, 2007). To investigate that question two approaches were chosen. On the one hand, we compared the performance of experts and novices (influence of motor expertise), on the other hand observers had to judge their own movements (influence of motor competence), because we assume that someone is an expert for his/her own movements. We used an effect anticipation (boule), an action discrimination or an actor identification task (both basketball dribbling) to examine the role of the motor system in reference to perception.
Our hypothesis was that experts should show better performances compared to novices within a perception task (Williams & Ward, 2001). Additionally, observers should show better performances when looking at one’s own movements compared to looking at the movements of friends or strangers (e. g. Knoblich & Flach, 2001; Loula et al., 2005).

Within the basketball experiment we found evidence that experts are better able to perceive and judge movements than novices. Furthermore, we also found evidence within the boule experiment that a higher level of motor expertise influences perception positive. However, we did not find a clear evidence for the assumption that one’s own movements are better perceived than the movements of friends or strangers. Whereas there was no advantage when looking at one’s own movements within the boule study we were at least able to show that motor competence has a minor effect within the basketball experiment. Due to the fact that this result was only true for the actor identification task and not for the action discrimination task we assume that the influence of motor competence is task depend. That leads to the conclusion that additional research is needed to prove the assumption that the influence of motor competence depends on the task. Furthermore, it would be interesting to find out what kind of tasks lead to better perception when looking at one’s own movements and therefore to be able to systematically expect an advantage of motor competence for perception.
Kurzfassung auf Englisch: Zwischen der Wahrnehmung und der Ausführung einer Bewegung gibt es einen engen Zusammenhang (u. a. Prinz, 1997; Jeannerod, 2001; Rizzolatti et al., 2001), weshalb sich beide auch gegenseitig beeinflussen. Von Interesse in Bezug auf die aktuelle Arbeit war in erster Linie die Frage, inwiefern vergangene Handlungen bzw. Repräsentationen von Handlungen die Wahrnehmung beeinflussen ("perzeptuelle Resonanz", Schütz-Bosbach & Prinz, 2007). Um den Einfluss motorischer Repräsentationen auf die Wahrnehmung zu untersuchen, wurden zwei Ansätze gewählt. Erstens wurden die Leistungen von Experten und Anfängern verglichen (Einfluss motorischer Expertise). Zweitens sollten die Probanden eigene Bewegungen beobachten (Einfluss motorischer Kompetenz), weil angenommen werden kann, dass man an Experte für seine eigenen Bewegungen ist. In den Studien wurde entweder eine Effektantizipations- (Boule werfen), eine Bewegungs- oder eine Personenerkennungsaufgabe (beides Basketballdribblings) verwendet.

Unsere Hypothese war, dass Experten bessere Wahrnehmungsleistungen zeigen sollten als Novizen (Williams & Ward, 2001). Zudem ist zu erwarten, dass die Probanden bei der Beobachtung eigener Bewegungen bessere Leistungen zeigen im Vergleich zur Beobachtung von bekannten und fremden Bewegungen (u. a. Knoblich & Flach, 2001; Loula et al., 2005).

In der Basketballstudie konnte der Einfluss von motorischer Expertise durch den Vergleich von Experten und Novizen direkt belegt werden und auch in der Boulestudie ließen sich Hinweise für eine bessere Wahrnehmung von Bewegungen bei den guten Werfern im Vergleich zu den schlechteren Werfern finden. Weniger deutlich zeigte sich der Einfluss von motorischer Kompetenz auf die Wahrnehmungsleistung. Während bei der Boulestudie der Effekt ganz ausblieb, konnte zumindest in der zweiten Basketballstudie ansatzweise gezeigt werden, dass die motorische Kompetenz einen Einfluss auf die Bewegungswahrnehmung hat. Da sich dieser Effekt aber nur bei der Akteursidentifikationsaufgabe und nicht bei der Bewegungserkennungsaufgabe zeigte, liegt die Vermutung nahe, dass es von der Aufgabe abhängt, ob eine größere motorische Kompetenz zu einem Vorteil bei der Beobachtung von Bewegungen führt oder eben nicht. Weitere Studien müssten daher klären, ob tatsächlich wie hier angenommen, der Einfluss motorischer Kompetenz von der gestellten Aufgabe abhängt und welcher Art diese sein müsste, um systematisch einen Vorteil bei der Beobachtung eigener Bewegungen erwarten zu können.