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Liebhaberin, Königin, Zauberfrau : Studien zur Subjektdarstellung der Frau in der deutschen Literatur um 1200

Rinn, Karin


Originalveröffentlichung: (1996) Göppingen : Kümmerle Verlag 1996 (Göppinger Arbeiten zur Germanistik : 628)
pdf-Format: Dokument 1.pdf (11.962 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für deutsche Sprache und Literatur
Fachgebiet: Germanistik
DDC-Sachgruppe: Deutsche Literatur
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 3-87452-874-X
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.11.1994
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 13.05.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die Nonnsetzung für die Stellung von Frauen in der Gesellschaft, ihre
Selbstbestimmung oder Abhängigkeit von Männern oder männlich geprägten
Ordnungen, hat im Hohen Mittelalter, der Stauferzeit, grundlegende Wandlungen
erfahren. Das ist an der Literatur dieser Zeit deutlich zu erkennen.
Darstellungen, in denen Frauen subjekthaft oder zumindest gleichberechtigt
im Verhältnis zum männlichen Partner auftreten, werden abgelöst von einer
Idealisierung, in der Frauen hohen gesellschaftlichen Fordenmgen nach Zurückhaltung
und Keuschheit unterworfen sind und gleichzeitig die Funktion
haben, Männern zu einer Erziehung zu höherem Eigenwert zu verhelfen.
Idealvorstellungen werden ausgebildet, die - wie mit Hilfe der Zivilisationstheorie
von Elias herausgearbeitet werden konnte - durch Verinnerlichung
über viele Generationen bis in unsere heutige Zeit weiterwirken. Zwar kann
in unserer Zeit nicht mehr von allgemein gültigen Rollenfestlegungen für
Mann und Frau gesprochen werden, aber es lassen sich gerade in den intimen
Beziehungen der Geschlechter Verhaltensweisen erkennen, die ihre
Entsprechungen in den Wandlungen des Frauenbildes haben, das in der
hochmittelalterlichen Literatur durch Verschiebung aus subjekthafter zu objekthafter
Haltung entstanden ist.


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