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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6969/


Veränderung der Knochendichte bei postmenopausalen Frauen nach Umstellung auf Teriparatid [hPTH (1-34)] bei Versagen einer Bisphosphonat- Therapie

Knabe, Andreas


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Freie Schlagwörter (Deutsch): postmenopausale Osteoporose , Teriparatid , DXA , biochemische Knochenfunktionsparameter , Frakturen
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik III und Poliklinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.04.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 30.04.2009
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit sollte überprüft werden, inwieweit die Behandlung mit dem biochemisch wirksamen Anteil des Parathormons, dem Teriparatid [hPTH (1-34)], bei Patientinnen, die trotz Therapie mit Bisphosphonaten eine Progression der Osteoporose zeigten oder die aufgrund starker Nebenwirkungen die Bisphosphonat- Therapie abbrechen mussten, zu einer Zunahme der Knochendichte und zu einer Verringerung der Frakturinzidenz der Wirbelkörper führt.

Untersucht wurde eine Gruppe von 30 Frauen, die von postmenopausaler (Typ 1) Osteoporose betroffen war und die für mindestens 1-1,5 Jahre Teriparatid erhalten hatten.

Die Knochendichte wurde mittels DXA vor Beginn und nach Beendigung der Therapie an der Wirbelsäule und am Schenkelhals gemessen. Eine konventionelle Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule sollte klären, ob während der Teriparatid- Therapie neue osteoporotisch bedingte Wirbelkörperfrakturen aufgetreten waren. Zusätzlich wurden die biochemischen Knochenformationsmarker Osteocalcin und knochenspezifische alkalische Phosphatase sowie der Knochenresorptionsmarker Crosslinks(Pyrinidolin und Desoxypyrindolin) bestimmt.

Es zeigte sich, dass die Knochendichte nach Beendigung der Therapie an der Lendenwirbelsäule im Mittel beim T-Score signifikant angestiegen war. Einen nicht so deutlichen Anstieg der Knochendichte beobachteten wir am Schenkelhals.
Zudem traten bei allen Patientinnen während der Therapie keine neuen vertebralen Frakturen auf.
Eine deutliche Zunahme konnten wir auch sowohl bei den Knochenformationsmakern als auch bei den Knochenresorptionsmakern feststellen.

Zusammenfassend ergab sich unter der Teriparatid- Therapie eine signifikante Zunahme der Knochendichte im Bereich der Wirbelsäule in Kombination mit einer deutlichen Senkung der vertebralen Frankturinzidenz.
Die Erhöhung der Knochenfunktionsparameter zeigte den unter Therapie vermehrten Knochenanbau und Knochenumbau an.
Kurzfassung auf Englisch: The objekt of the paper presented here was to establish how effective the biochemically active part of the parathormone, teriparatid [hPTH (1-34)] is, increasing bone density and reducing the incidence of vertebral fractures in patients who, despite treatment with bisphosphonates, suffered from continued progression of osteoporosis, or in patients forced to abandon the bisphosphonate therapy due to serious side- effects.

A group of 30 women suffering from postmenopausal osteoporosis (type 1) and who received treatment with teriparatide for a period of 1- 1,5 years were examined.

Bone density of the spinal column and femoral neck was measured using DXA before and after completion of the treatment. A conventional X- ray of the spine was to reveal whether osteoporosis had caused any new fractures to the vertebrae during treatment with teriparatide. In addition, the bone formation marker osteocalcin, the bone specific alkaline phosphatase and the bone resorption marker, crosslinks (pyrinidoline and desoxypyrinidoline), were determined.

It was shown that after completion of treatment the mean T- score verified a significant increase in bone density of the lumbar spine, whereas we observed a similar but less significant increase at the femur neck. Moreover, none of the patients suffered any new vertebral fractures during treatment.
We ware able to reveal a significant increase in both the bone formation marker and the bone resorption marker.

In summery, there was a significant increase in bone density in the spinal region along with a considerable decrease in the incidence of vertebral fractures.

The rise in the bone function parameter demonstrated the increase in bone growth and restructuring.