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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-69333
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6933/


Vergleich des minimalinvasiven posterioren Zugangs zur Implantation von Hüfttotalendoprothesen mit dem lateralen Standardzugang nach Bauer

Comparison of the minimalinvasive posterior approach for the implantation of a total hip prosthesis with the lateral standard approach

Adams, Tim Stefan


pdf-Format: Dokument 1.pdf (5.846 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Minimalinvasiv , Zugang , Hüftprothese , Hüfte
Freie Schlagwörter (Englisch): minimalinvasive , approach , hip , prothesis
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.03.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 03.04.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Diese prospektive Studie ging der Frage nach, ob der minimalinvasive posteriore Zugang bei der Implantation von Hüfttotalendoprothesen hinsichtlich der Komplikationsrate und radiologischen Kriterien als gleichwertig zu dem Standardzugang nach Bauer ist oder vielleicht sogar Vorteile gegenüber diesem aufweist.
Hierzu wurden 56 Patienten, die eine Hüft-TEP mittels lateralem Standardzugang nach Bauer implantiert bekamen, mit 56 Patienten, die per mini-dorsalem Zugang operiert wurden, anhand eines Studienprotokolls verglichen. Das klinische Ergebnis wurde mittels Harris-Hip-Score und SF12-Score bewertet, das radiologische Ergebnis anhand der Messung von Inklination und Anteversion der Pfannenkomponente auf standardisierten Röntgenaufnahmen.
Die Ergebnisse unserer Studie zeigten keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich OP-Dauer und Komplikationsrate. Der Blutverlust ausgedrückt in Delta-HB hingegen zeigte einen signifikanten Unterschied zugunsten der MIS-Gruppe. Sowohl 3 Monate als auch 6 Monate postoperativ war der HHS der MIS-Gruppe signifikant höher im Vergleich zur Standardgruppe. SF12-Score und postoperative Beinlänge waren in beiden Gruppen vergleichbar. Ebenfalls zeigte sich kein Unterschied in der radiologischen Beurteilung der Pfannenposition.
Ein Vorteil der minimalinvasiven Technik zeichnete sich besonders in der frühen Rehabilitationszeit ab. Hier erreichten die Patienten der MIS-Gruppe eindeutig früher bestimmte Ziele des Übungsbogens als die Patienten der Standard-Gruppe.
Diese Ergebnisse müssen noch durch größere und längerfristige Studien verifiziert werden.
Kurzfassung auf Englisch: This prospective study followed the question whether a minimalinvasive posterior approach is just as safe as the standard approach of Bauer or even exhibits advantages.
For this purpose, on the basis of a clinical trial protocol, 56 patients, who received a Hip-TEP using the lateral standard approach, were compared with 56 patients, who were operated on with a minimal-dorsal approach. The clinical result was evaluated using the Harris Hip Score and the SF 12 Score, the radiological result with measurement of inclination and anteversion of the implants on standardized radiographics.
The outcome of our study did not show any significant differences with regard to duration of operation and complication rate. However, the blood loss measured in Delta-HB did show a significant difference in favour of the MIS group. 3 months as well as 6 months postoperative, the HHS of the MIS group was significantly higher compared to the standard group. SF 12 Score and postoperative length of leg in the groups were nearly equal. Also, there was no difference in the radiological assessment of the position of the implants.
These results still have to be verified in larger and longer-term studies.