Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-68961
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6896/


Eine neue Methode zur Darstellung von Xanthomegnin aus Trichophyton rubrum

A new method for the isolation of Xanthomegnin from Trichophyton rubrum

Tigges, Anna Regina


Originalveröffentlichung: (2009) Mycoses, 50 (5):351
pdf-Format: Dokument 1.pdf (5.841 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Dermatologie und Andrologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.02.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 02.03.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Das Mykotoxin Xanthomegnin wird als sekundärer Stoffwechselmetabolit von verschiedenen pathogenen Pilzen produziert und zählt zu der Gruppe der Naphthoquinone. Es wurde erstmals 1963 aus dem Dermatophyten T. megninii extrahiert und ist heute hauptsächlich aufgrund seiner nephro- und auch hepatotoxischen Wirkung auf Nutztiere bekannt, die mit Schimmelpilzen kontaminiertem Getreidefutter ausgesetzt waren. Des Weiteren wurde Xanthomegnin auch in vivo in mit Trichophyton rubrum infiziertem Haut- und Nagelmaterial nachgewiesen. Aufgrund der großen Instabilität der Substanz war es bisher immer sehr schwierig, Xanthomegnin vollständig zu isolieren. In der vorliegenden Arbeit wurde eine einfache und wenig zeitintensive Methode entwickelt, Xanthomegnin in größeren Mengen aus Trichophyton rubrum zu extrahieren.


Um eine Pigmentproduktion zu induzieren, wurde entsprechendes Pilzmaterial in einem flüssigen Nährmedium inkubiert, welches 1 % Glucose, 0,1g% KH2PO4 und 0,05g% MgSO4 enthielt. Der pH-Wert wurde auf 4,7 eingestellt. Nach Extraktion mit Ethylacetat konnte das Pigment mittels Dünnschichtchromatographie sowie HPLC dargestellt und weiter aufgereinigt werden. Die Identifikation der Substanz erfolgte zunächst anhand eines auf der Dünnschichtplatte mitgelaufenen Xanthomegnin-Standards. Mittels einer NMR-Spektroskopie konnte schließlich anhand der Strukturformel das extrahierte gelbe Pigment als Xanthomegnin identifiziert werden. Um eine quantitative Analyse des Stoffes vorzunehmen, wurde zudem eine densitometrische Messung durchgeführt. Die maximale Produktionsmenge von Xanthomegnin konnte so nach 7 Tage Inkubation ermittelt werden. 0,5 g trockenes Pilzmaterial produzierten nach 7 Tagen 1019,6 µg Xanthomegnin.

Im Gegensatz zu früher verwendeten Methoden konnte hier eine effizientere Methode entwickelt werden, Xanthomegnin aus Pilzkulturen zu isolieren. Hierauf basierend können nun weitere Untersuchungen dieser Substanz folgen, vor allem auf Ihren Einfluss auf immunkompetente Zellen der Haut und auf die kutane Mikroflora.
Kurzfassung auf Englisch: Xanthomegnin is a mycotoxin and a naphthoquinone metabolite of several pathogenic fungi. It was first extracted in 1963 from T.megninii and today it is mainly known as an agent that causes nephropathy and death in farm-animals that were exposed to contaminated food, but it has also been found in vivo in skin and nail materials infected with Trichophyton rubrum. Hitherto the isolation of Xanthomegnin has been quite complex because of the instability of the pigment. This study developes a more simple and less time-consuming method to extract Xanthomegnin from Trichophyton rubrum in larger quantities.


To induce pigment production, Trichophyton rubrum was incubated in a liquid culture medium that contained 1 % Glucose, 0,1g% KH2PO4 und 0,05g% MgSO4 , the pH-value was adjusted at 4,7. After extraction with ethylacetate the pigment could be prepared via thin layer chromatography (TLC) and also high pressure liquid chromatography (HPLC). The identification of the substance was for a start carried out using a Xanthomegnin-standard that was developed together with the sample extract on the thin layer board. A quantitative analysis of the substance was made by densitometric measurement.

The comparison with the standard sample and the results of HPLC let us assume that the extracted substance is Xanthomegnin. After 7 days of incubation a maximum amount of production could be observed. 1 g of fungal material produced 1019,6 µg of the extracted pigment after 7 days.

In contrast to methods that were used before we could develop a more efficient method to isolate Xanthomegnin from Trichophyton rubrum. Based on this study more investigations of the metabolite could take place, especially of its effects on immunocompetent cells of the skin and on the cutaneous microflora.