Ein "self- assessment" Fragebogen gab Aufschluss über subjektive postoperative Veränderungen der Bulbusmotilität, Doppelbildwahrnehmung und die Bewertung des Operationsergebnisses durch den Patienten. Schlussfolgernd kann festgehalten werden, dass die vorgestellte Operationsmethode im Vergleich zu anderen Operationstechniken eine ähnliche Exophthalmusreduktion erzielt. Es kommt zu deutlich weniger Diplopie. Über einen Beobachtungszeitraum von mehreren Monaten zeigten sich weder Visusverlust noch andere schweren Komplikationen. ">
 

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Korrektur des Exophthalmus bei Morbus Basedow assoziierter Ophthalmopathie durch en bloc Teilresektion der lateralen und inferioren Orbitawand : eine klinische Untersuchung

Exophthalos correction in graves assosiated orbitopathy by en bloc resection of parts the lateral and inferior orbital rim

Santo, Gregor


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Morbus , Basedow , Exoptthalmus , Orbitopathie , endokrine
Freie Schlagwörter (Englisch): Graves , disease , orbitopathy , exophthalmos
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.01.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 16.02.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen der Autoimmunthyreoiditis vom Typ Basedow kommt es in fast der Hälfte der Fälle zu einer klinisch relevanten Mitbeteiligung der Augen im Sinne einer endokrinen Orbitopathie. Autoantikörper verursachen in der Orbita eine entzündliche Reaktion, die eine Bindegewebsvermehrung nach sich zieht. Das expandierende Retrobulbärgewebe führt zu einem stigmatisierenden Exophthalmus.
Die endokrine Ophthalmopathie kann mit konservativen Therapieansätzen bestenfalls in ihrer Progression gestoppt werden. Eine Reduktion des Exophthalmus ist nach einer gewissen Zeit nicht mehr zu erwarten. Die operative Therapie vermag es im akuten Stadium den N. opticus zu dekomprimieren und im chronischen Stadium den entstellenden Exophthalmus zu reduzieren.

Die vorliegende Dissertationsarbeit untersucht ein Operationsverfahren nach G. Matton aus dem Jahre 1991 über einen Beobachtungszeitraum von 1994 bis 2005. Über einen subziliaren Zugang werden Teile des lateralen Orbitarandes und des Bodens "en bloc" reseziert. Bei den untersuchten 44 Personen lag mehrheitlich ein milder bis moderater Krankheitsverlauf vor. Die Hauptoperationsindikation bestand bei zunehmender Hornhaut- oder Weichteilsymptomatik der Augen oder bei ästhetischer Beeinträchtigung des Patienten. Es wurde eine durchschnittliche Exophthalmusreduktion von 3,8 mm (± 1,5 mm) erreicht. Der gemessene Visus wies postoperativ eine Verbesserungstendenz auf. Ein Patient entwickelte postoperativ einen nicht vorbestehenden Strabismus convergens. Bei 37 Patienten trat postoperativ keine Veränderung der Augenstellung auf. Bei sechs Patienten verbesserte sich postoperativ ein vorbestehender Strabismus. Die Bulbusmotilität ist postoperativ bei Blickhebung und Abduktion geringgradig reduziert. Anhand klinischer Beispiele werden die möglichen Operationsergebnisse dargestellt.

Ein "self- assessment" Fragebogen gab Aufschluss über subjektive postoperative Veränderungen der Bulbusmotilität, Doppelbildwahrnehmung und die Bewertung des Operationsergebnisses durch den Patienten.
Schlussfolgernd kann festgehalten werden, dass die vorgestellte Operationsmethode im Vergleich zu anderen Operationstechniken eine ähnliche Exophthalmusreduktion erzielt. Es kommt zu deutlich weniger Diplopie. Über einen Beobachtungszeitraum von mehreren Monaten zeigten sich weder Visusverlust noch andere schweren Komplikationen.
Kurzfassung auf Englisch: Nearly fifty percent of patients with Graves disease show signs of thyroid- related orbitopathy. Autoimmune disorders in the orbita cause inflammatory proceedings. This leads to increased retrobulbar fat, connective tissue and thickening of extraocular muscles. The expanding retrobulbar space results in a disfiguring exophthalmos.

Conservative therapy could only stop progression of proptosis but not reduce this symptom. Surgical therapy can decompress the optic nerve in an acute state of the desease and can reduce the disfiguring exophthalmos in a chronic state.

The present thesis analyses a surgical technique described by G. Matton in 1991. The period of observation was from 1994 to 2005. Through a subciliary incision, resection of the lateral orbital rim and parts of the orbital floor was performed. The majority of the 44 included patients suffered from a mild or moderate state of the disease. Indication for surgery was corneal exposure, conjunctivitis and reduction of disfiguring exophthalmos.

Average reduction of exophthalmos was 3.8 mm (± 1.5 mm). Visual acuity tended to postoperative improvement. Only one patient claimed new strabismus after surgery. No changes in eye alignment occurred in 37 patients and 6 patients even showed improvement of preoperative diplopia. Motility of the eye worsened postoperatively minimally in up gaze and lateral gaze. Clinical examples are shown in photographs.

A self assessment questionnaire was sent to the patients, to examine subjective postoperative changes in eye motility, diplopia and aesthetic outcome of the operation.

In conclusion, the analysed surgical technique leads to a reduction of exophthalmos comparable to other surgical methods. Worsening or new onset of strabismus seems to appear less frequently than in most common methods. Loss of visual acuity or other serious complications did not occur.