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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-67499
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6749/


Untersuchung zur Resistenz der Rassen Merinolandschaf und Rhönschaf gegenüber Haemonchus contortus unter besonderer Berücksichtigung von Kreuzungseffekten

Hofele, Annette


Originalveröffentlichung: (2008) Giessen : VVB Laufersweiler 2008
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.892 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
Fachgebiet: Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement fachübergreifend
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5383-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.10.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 27.01.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Gegenstand der Untersuchung war es zu prüfen, ob eine Steigerung der
Parasitenresistenz mittels Kreuzungszucht gegenüber den Rassen Merinolandschaf und
Rhönschaf möglich ist. Dafür standen in zwei Versuchsjahren zu den Proben vier und
acht Wochen nach der Infektion Lämmer der Elternrassen Merinolandschaf (Ml) (n = 48
bzw. 49) und Rhönschaf (Rh) (n = 70) sowie die reziproken Kreuzungslämmer dieser
Rassen (Rh x Ml n = 176 bzw. 175 und Ml x Rh n = 159) zur Verfügung. Die Tiere
wurden nach dem Absetzen mit 5000 Haemonchus contortus-Larven infiziert und vier
bzw. acht Wochen p.i. auf die Indikatoren der Parasitenresistenz Eizahl pro Gramm Kot
(EpG) und Hämatokrit untersucht. Weiterhin wurden die visuellen Indikatoren
FAMACHA©-Score und Dag Score aufgenommen um deren Eignung als
praxistaugliche Indikatoren der Parasitenresistenz zu prüfen.

Es konnten keine einheitlichen Ergebnisse hinsichtlich der Beziehung zwischen Dag Score und der Haemonchus contortus-Infektion gewonnen werden. Die Erfassung des Scores erwies sich als nicht geeignet zur Identifikation einer niedrigen bzw. hohen Eiausscheidung durch Haemonchus contortus. Unter den gegebenen Infektionsbedingungen ist der Score nicht für die praktische Schafhaltung als Indikator zu
empfehlen.
Durch die Ermittlung der Konzentration der Schilddrüsenhormone ergaben sich nicht
vorhandene bzw. gering positive Korrelationen zwischen den Merkmalen T4 und T3 mit
LogEpG und der Gesamtanzahl Würmer, so dass kein Rückschluss hinsichtlich einer
Beeinträchtigung des Gesamtstoffwechsels durch Parasiteninfektion zu gelassen
werden konnte.
Kurzfassung auf Englisch: The primary aim of the study was to proof if there is a possibility to increase the
resistance for parasites in crossbreeding the pure breed lines Merinoland sheep and
Rhoen sheep.
A crossbreeding program was conducted with animals of the breeds Merinoland sheep
(Ml) (n = 48 adv. 49) and Rhoen sheep (n = 70) as well as the reciprocal counterparts
(Rh x Ml n = 176 adv. 175 and Ml x Rh n = 159). Each animal was orally infected after
weaning with 5000 infective-stage larvae (L3) of the nematode Haemonchus contortus.
Faecal egg counts (FEC) and haematocrit values of all the lambs were collected four and
eight weeks post infectionem. FAMACHA©-Score and dag score were given at the same
time to proof their ability as practicable indicators for parasite resistance.


There were no consistent results concerning the relationship between dag score and an
infection with Haemonchus contortus. Taking the dag scores was unsuitable for detecting
high or low resistant lambs. Under these circumstances of artificial infection the dag
score is not recommendable as a suitable indicator for sheep farming.
The concentration of the thyroid hormones show any or weak relationships between
LogEpG and the number of worms. It was not possible to make any conclusions in
respect of interference of the metabolism caused by parasite challenge.