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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-65258
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/6525/


Magnesiumstatus nicht-schwangerer und schwangerer Frauen mit verschiedenen Ernährungsweisen

Magnesium status of non-pregnant and pregnant women with different dietary regimens

Heuer, Thorsten


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.755 KB)

Verzehrsprotokolle und Fragebögen der Studien:

Gießener Vollwert-Ernährungsstudie (VWS):
Verzehrsprotokoll
1. Fragebogen
2. Fragebogen Aktivität

Gießener Rohkost-Studie (RKS):
Verzehrsprotokoll

Gießener Schwangerschafts-Studie (SSS):
Verzehrsprotokoll
1. Fragebogen
Schwangerschaftstagebuch

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ernährungswissenschaft , Magnesiumstatus , Frauen , Schwangerschaft , pflanzenbetonte Ernährungsweisen
Freie Schlagwörter (Englisch): nutritional sciences , magnesium status , women , pregnancy , plant-based dietary regimens
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaft
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.02.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 22.10.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Daten zur üblichen Ernährung zeigen für Frauen, insbesondere für Schwangere, eine Magnesiumzufuhr unterhalb der Empfehlungen. Da vor allem pflanzliche Lebensmittel hohe Magnesiumgehalte aufweisen (insbesondere Nüsse, Vollkornprodukte), könnten Ernährungsweisen mit einem hohen Anteil pflanzlicher Lebensmittel mit einer besseren Magnesiumversorgung verbunden sein als eine übliche Mischkost.


Ziel: Untersuchung des Magnesiumstatus von nicht-schwangeren und schwangeren Frauen, deren gewohnheitsmäßige Kost unterschiedliche Anteile pflanzlicher Lebensmittel enthielt.


Methoden: Die Studiengruppen bestanden aus 243 nicht-schwangeren und 70 schwangeren Vollwertköstlerinnen, deren Kost weitgehend präventiven Ernährungsempfehlungen entsprach, 104 nicht-schwangeren Rohköstlerinnen, deren Nahrungsmenge zu 70 - 100 % aus pflanzlicher Rohkost bestand, sowie 175 nicht-schwangeren und 35 schwangeren Mischköstlerinnen als Kontrollgruppe, die sich gemäß dem Bundesdurchschnitt ernährten. Datengrundlage waren u. a. 7-Tage-Schätzprotokolle, Blut- und Urinuntersuchungen. Für die statistische Analyse wurden verschiedene multivariate Methoden eingesetzt.


Ergebnisse: Bei den nicht-schwangeren Frauen war die pflanzenbetonte Kost der Vollwert- und Rohköstlerinnen mit einer höheren Magnesiumzufuhr verbunden als die Kost der Mischköstlerinnen. Dies spiegelte sich nicht in den Serummagnesiumspiegeln wider. Die höheren Magnesiumkonzentrationen im Erythrozyten deuten auf einen günstigeren Magnesiumstatus bei Rohkost-Ernährung hin. Die tatsächlichen Unterschiede im Magnesiumstatus zwischen üblicher und pflanzenbetonter Kost sind möglicherweise deutlicher als mit der vorliegenden Untersuchung nachweisbar war, da sich die als Kontrollgruppe herangezogenen Mischköstlerinnen etwas günstiger ernährten, eine höhere Magnesiumzufuhr aufwiesen und höhere Serummagnesiumspiegel hatten als der Bundesdurchschnitt.
Auch in der Schwangerschaft, die mit einem erhöhten Magnesiumbedarf einhergeht, waren zwischen Vollwert- und Mischköstlerinnen keine unterschiedlichen Magnesiumkonzentrationen im Serum und Erythrozyten zu beobachten, obwohl die Vollwertköstlerinnen eine höhere Magnesiumzufuhr als die Mischköstlerinnen aufwiesen. Jedoch lässt die bei den Schwangeren beobachtete höhere renale Magnesiumausscheidung der Vollwertköstlerinnen auf einen günstigeren Magnesiumstatus bei einer pflanzenbetonten Ernährungsweise gegenüber einer üblichen Mischkost schließen. Unterstützt wird dies durch das verminderte Auftreten von Wadenkrämpfen bei den Vollwertköstlerinnen.
Kurzfassung auf Englisch: Background: Data on a usual Western diet show that the average magnesium intake of women, in particular of pregnant women, is below the recommendations. Because foods of plant origin have high magnesium contents (in particular nuts and whole grain products), dietary regimens with a high consumption of food of plant origin could lead to a more favourable magnesium status compared with an average Western diet.


Purpose: This study examines the magnesium status of non-pregnant and pregnant women whose habitual diets contain different proportions of food of plant origin.


Methods: The study groups consisted of 243 non-pregnant and 70 pregnant women following Wholesome Nutrition, a diet largely meeting preventive recommendations, 104 non-pregnant raw food dieters consuming a diet with an amount of unheated food between 70 and 100 % and the control group of 175 non-pregnant and 35 pregnant women with a diet in accordance with the German average (Western diet). Data bases were amongst others 7-day food records, blood and urine samples. Different multivariate methods were used for the statistical analysis.


Results: For the non-pregnant women the plant-based diet of the Wholesome Nutrition group and raw food dieters was associated with a higher intake of magnesium than the Western diet. The serum magnesium concentrations did not mirror this higher magnesium intake. The high magnesium concentration in the red blood cells suggests that the raw food diet is associated with a more favourable magnesium status. The differences in magnesium status between Western diet and plant-based diets may be more distinct than the present results indicate, as the women in the control group showed a somewhat more favourable diet, higher magnesium intakes and higher serum magnesium concentrations than the average German population.

Even during pregnancy with higher magnesium requirements no differences between the Wholesome Nutrition group and control group with regard to magnesium concentrations in serum and red blood cells were observed, even though the Wholesome Nutrition group had a higher magnesium intake than the pregnant control group. However, in the pregnant Wholesome Nutrition group a more favourable magnesium status may be suspected because of the higher urinary magnesium excretion compared to the control group. This is supported by the lower prevalence of calf cramps in the Wholesome Nutrition group.