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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-63786
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/6378/


Impact of protease activity of yeasts on wine fermentation and formation of volatile and non-volatile metabolites

Einfluss der Proteaseaktivität von Hefen auf die Weinfermentation und die Bildung von flüchtigen und nicht-flüchtigen Stoffwechselprodukten

Chomsri, Ni-orn


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Freie Schlagwörter (Englisch): protease , yeast , volatile metabolites
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institute of Nutritional Science; Section of Microbiology and Biochemistry, Geisenheim Research Center
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 11.09.2008
Kurzfassung auf Englisch: Fifty yeast strains previously isolated from grapes and wines were investigated for extracellular protease activity. Saccharomyces yeasts showed no detectable protease activity, while most of the non-Saccharomyces yeasts exhibited proteolytic activity. Nine of the fifty yeast strains were cultivated in grape juice and were analysed for the production of extracellular proteases. The proteolytic activity of Metschnikowia pulcherrima (M 004) was as high as that of Rhodotolura sp. (R3). Very low or undetected activity was found for in the other yeasts. In a synthetic grape juice supplemented with grape proteins, the yeasts exhibiting protease activity did not show considerably higher growth than the yeasts exhibiting undetectable protease activity.

The characterization of eleven non-Saccharomyces yeasts during fermentation of pasteurized Riesling juice revealed differences in the concentrations of non-volatile and volatile metabolites. There was a great variation in the ability of yeasts to consume sugars and to influence the composition of odouriferous compounds of the fermented must. The analysis of reducing sugars in the fermented musts at the end of fermentation permitted the classification of yeasts into 3 groups according to their ability to ferment. The concentrations of other volatile and non volatile metabolites varied within genera, species and strains.

To find out whether yeasts exhibiting protease activity could support growth of Saccharomyces yeasts, the sequential inoculation of Non-Saccharomyces and Saccharomyces was performed in grape juice fermentation. 500 mg/l of DMDC and 250 mg/l of lysozyme were added to grape juice in order to suppress the natural microflora. The target concentration of residual sugars (less than 2 g/l) was achieved in the wine obtained from the sequential inoculation of Hanseniaspora uvarum (H 045) prior to S. cerevisiae (S-EC). The concentrations of assimilable nitrogen slightly increased in wines with sequential inoculation of H. uvarum (H 045, H 097) prior to S. cerevisiae (S-EC, S-CM).

The effect of the inoculation protocols of non-Saccharomyces and Saccharomyces yeasts on the formation of metabolites during the fermentation of clarified and unclarified Rielsing juice was investigated. The three inoculation strategies studied were: pure strain inoculation, where only S. cerevisiae was added to the grape juice; co-inoculation, where the yeast strains were simultaneously added to grape juice; and sequential inoculation, where the non-Saccharomyces species were added 4 days prior to S. cerevisiae. The fermentation kinetics were influenced by the inoculation protocols and by the turbidity level of musts. The concentrations of reducing sugars were lower and the concentrations of ethanol were slightly higher in wines obtained from the fermentation of clarified must where sequential inoculation of non-Saccharomyces yeast prior to S. cerevisiae was used. This effect was not observed in wines obtained from fermentation of unclarified must. The analyses of nitrogen and aroma compounds in the resultant wines have revealed that a wide variability in the production and transformation of these compounds during fermentation existed, depending on inoculation protocols and turbidity level of musts.
Seven yeasts were cultivated in defined medium and cell free supernatants were used to determine the concentrations of soluble proteins. The content of soluble proteins in the medium after cultivation ranged from 3600 to 12100 mug/l. When the cultivation of yeasts in grape juice was performed under microaerobic conditions, the peptides and proteins in the resultant fermented juices ranged from 14 to 1500 mug/l and 1490 to 2301 mug/l, respectively. Wines were also chosen to examine the content of peptides and proteins. The concentrations of soluble peptides and proteins of those wines ranged from 86 to 1516 g/l and 40 to 699 mug/l, respectively.
The variability of proteins in grape juices and wines was studied by SDS-PAGE. Results showed that various sizes of proteins with a molecular weight of lesser than 14.4 kDa to greater than 99 kDa were present in grape juices and wines.
Deliberate use of lysozyme in must resulted in traces of this enzyme in the wines and musts during fermentation.
Kurzfassung auf Deutsch: Fünfzig Saccharomyces-Hefen und Nicht-Saccharomyces-Hefen wurden auf ihre extrazellulare Proteaseaktivität untersucht. Sie wurden vorher von Trauben und aus Weinen isoliert. Saccharomyces-Hefen zeigten keine nachweisbare Proteaseaktivität, während die meisten der Nicht-Saccharomyces-Hefen eine proteolytische Aktivität freisetzten. Neun der fünfzig Hefen wurden in Traubenmost kultiviert und auf die Produktion extrazellularer Proteasen untersucht. Metschnikowia pulcherrima (M 004) und Rhodotorula sp. (R3) zeigten hohe proteolytische Aktivitäten. Eine sehr geringe Aktivität wurde bei Hanseniaspora uvarum (H 045) festgestellt, während keine Aktivität in den anderen Hefen detektiert wurde. In einem synthetischen Traubenmost, dem Traubenproteine zugesetzt worden waren, zeigten die Hefen mit proteolytischer Aktivität kein auffällig höheres Wachstum als die Hefen mit nicht nachweisbarer Proteaseaktivität.

Die Charakterisierung von elf Nicht-Saccharomyces-Hefen während der Vergärung eines pasteurisierten Riesling-Mostes führte zu Unterschieden in der Konzentration von nicht flüchtigen und flüchtigen Metaboliten. Die Fähigkeit der Hefen den Zucker zu vergären und deren Einfluss auf die Zusammensetzung an geruchsaktiven Stoffen im fermentierten Most variierte stark. Die Analyse der reduzierten Zucker am Ende der Gärung erlaubte die Klassifikation der Hefen in drei Gruppen. Die Konzentration anderer flüchtiger und nicht flüchtiger Metaboliten variierte innerhalb der Gattungen, Arten und Stämme.
Um zu prüfen, ob Hefen mit höherer proteolytischer Aktivität das Wachstum von Saccharomyces-Hefen unterstützen können, wurde eine zeitlich versetzte Beimpfung mit Nicht-Saccharomyces und Saccharomyces Hefen in Traubenmost durchgeführt. Die gewünschte Konzentration an Restzucker (weniger als 2 g/l) wurde in dem Wein erzielt, der mit sequentieller Beimpfung mit Hanseniaspora uvarum (H 045) vor S. cerevisiae (S-EC) hergestellt wurde. Die Konzentrationen an hefeverfügbarem Stickstoff stiegen in diesen Weinen etwas an.

Die Auswirkung der unterschiedlichen Beimpfung mit Nicht-Saccharomyces- und Saccharomyces-Hefen auf die Bildung von Metaboliten wurde in geklärtem und nicht geklärtem Most geprüft. Die drei folgenden Inokulationsstrategien wurden untersucht: Inokulation des Traubenmostes mit Reinkultur von S. cerevisiae; Koinokulation (simultane Beimpfung mit Reinkulturen verschiedener Hefearten) und sequentielle Inokulation von Nicht-Saccharomyces-Reinkulturen vier Tage vor Zugabe der S. cerevisiae Kultur. Die Fermentationskinetiken wurden durch die verschiedenen Inokulationsstrategien und durch den Klärgrad der Moste beeinflusst. Die Konzentrationen an Restzucker waren niedriger und die Mengen an Alkohol waren etwas höher in den Weinen, bei deren Vergärung geklärter Most und sequentielle Inokulation von Nicht-Saccharomyces-Hefen vor S. cerevisiae eingesetzt worden waren. Dieser Effekt wurde nicht in Weinen aus der Vergärung mit ungeklärtem Traubenmost festgestellt. Die Analyse von Stickstoff- und Aromakomponenten in den vergorenen Weinen verdeutlicht, dass eine große Variabilität in der Produktion und Veränderung dieser Komponenten während der Gärung in Abhängigkeit der verschiedenen Inokulationsstrategien vorlag.
Sieben Hefen wurden in definierten Medien kultiviert und der zellfreie Überstand wurde dazu benutzt, die Konzentration der löslichen Proteine zu bestimmen. Der Gehalt an löslichen Proteinen im Medium nach der Kultivierung lag zwischen 3600 und 12100 müg/l. Bei einer Hefekultivierung in Traubenmost unter mikroaeroben Bedingungen bewegten sich die Gehalte an Peptiden und Proteinen in den resultierenden vergorenen Mosten jeweils zwischen 14 bis 1500 müg/l und 1490 bis 2301 müg/l. In sechs Weinen der Jahrgänge 2005 und 2006 wurde der Gehalt an Peptiden und Proteinen ebenfalls untersucht. Die Konzentrationen an löslichen Peptiden und Proteinen befanden sich jeweils zwischen 86 bis 1516 µg/L und 40 bis 699 µ/L.

Die Variabilität der Proteine in Traubenmosten und Weinen wurde mittels einer Fällung mit Ethanol in Verbindung mit Sodiumdodecylsulfat-Polyacrylamid-Gelelektrophorese (SDS-PAGE) durchgeführt. Die Ergebnisse der SDS-PAGE zeigten, dass verschiedene Proteingrößen mit einem Molekulargewicht von weniger als 14,4 kDa bis mehr als 99 kDa im Traubenmost und Wein vorhanden waren.