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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-59473
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5947/


Sonographische Untersuchungen an der equinen Milchdrüse : ein Beitrag zur Verbesserung der Euteruntersuchung bei der Stute

Münnich, Julia Christine


Originalveröffentlichung: (2008) Giessen : VVB Laufersweiler 2008
pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.268 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5287-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.06.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 17.06.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit ist es, für die equine Milchdrüse einen sonographischen Untersuchungsgang zu etablieren. Hierzu wurden zehn Euter von euthanasierten Stuten in verschiedenen Laktationsstadien makroskopisch, sonograpisch und zur Verifizierung der Strukturen anschließend histologisch untersucht.

Weiterhin wurden die Euter von 50 Stuten untersucht, wovon vier Stuten im peripartalen Zeitraum zusätzlich vor der Geburt sonographisch erfasst wurden.

Nach der Darstellung der grundsätzlichen Sonomorphologie wurde anhand von Wiederholungsuntersuchungen Stabilität und Veränderung der sonographischen Parameter analysiert. Der Zeitraum der Untersuchungen reichte von zehn Tagen ante partum bis 119 Tage post partum.

Die Arbeit führte zu folgenden relevanten Ergebnissen:

Es lassen sich in der equinen Mamma eindeutig unterschiedliche Strukturen sonographisch darstellen.

Es besteht kein Unterschied in der Homogenität und Echogenität bei laktierenden und nicht laktierenden Eutern.

Die Sinus lactiferi sind als anechogene Areale mit starker Homogenität bei geringer Echogenität darstellbar. Ihre Lokalisation ermöglicht es, sie auch bei nicht laktierenden Organen als typische Struktur zu identifizieren.

Die histologisch differenzierbaren Gewebetypen lassen sich sonographisch im B-Mode-Verfahren nicht vom Drüsengewebe unterscheiden.

Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die Sonographie gut dazu geeignet ist, im Rahmen der Euteruntersuchung bei der Stute eingesetzt zu werden. Da durch die eigenen Untersuchungen in erster Linie physiologische Strukturen dargestellt wurden, muss es Ziel weitergehender Studie sein, pathologische Veränderungen zu beschreiben.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the present study was to establish a suitable examination scheme for the ultrasound of the equine udder. Ten organs of euthanized mares in different stages of lactation were prepared, examined and scanned. To verify the structures present, a histological analysis was performed.

A total of 50 mares were examined in the clinic or at the stud, four of which could also be examined before foaling.

After getting the general morphological impression of the equine mammary gland, repeated scans were performed to determine normal morphology as well as to detect changes in between the period of examinations. The scans took place beginning 10 days pre partum to 119 days post partum.

Following relevant results were achieved:

Definite identifiable structures are detectable on ultrasound.

No difference in homogenicity and echogenicity was found between lactating and non lactating mammary glands.

The sinus lactiferi are detectable as anechogenic areas with high homogenicity and low echogenicity. Their location enables us to accurately detect and identify them in non lactating organs as well.

Tissues of varying histological structure cannot be differentiated by B – Mode ultrasound.

The present study shows that ultrasound is a suitable and easily performed investigation of the equine udder. However, only normal equine mammary glands were included in the study, and further work should be aimed at the identification of pathological changes.