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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-52989
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5298/


The political economy of water and sanitation in developing countries : cross-country evidence and a case study on Colombia

Die politische Ökonomie der Versorgung mit Trink- und Abwasserleistungen in Entwicklungsländern : Evidenz aufgrund einer Länderquerschnittsanalyse und einer Fallstudie zu Kolumbien

Krause, Matthias


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Politische Ökonomie , Trinkwasser , Entwicklungsländer , Regulierung , Kolumbien
Freie Schlagwörter (Englisch): governance , water , developing countries , regulation , Colombia
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Professur für Volkswirtschaftslehre und Entwicklungsländerforschung
Fachgebiet: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft (VWL)
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.01.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 23.01.2008
Kurzfassung auf Englisch: Advances in human development are closely linked to increasing access to water and sanitation services in developing countries. The present study investigates the role of governance for mastering this challenge. The motivation for choosing this subject is the insight that the focus on privatisation, which has dominated the academic and the political debate, is too narrow to explain success or failure in the provision of water and sanitation services. By shifting the attention towards the influence of governance, the study works out those political and sectoral institutions that are essential for the provision of water and sanitation services and presents empirical evidence for their influence on access to services and internal efficiency of providers. The regression analysis performed with data from 69 developing countries yields that the level of democracy has a statistically significant positive impact on access to water and sanitation services. Moreover, the case study on Colombia finds some evidence that low-quality governance of sub-national governments compromises the internal efficiency of providers and the widespread access to services. With regard to privatisation it can be said that it contributes to enhance internal efficiency. However, the results also suggest that privatisation is not necessary and even less sufficient for achieving widespread access to low-cost and good-quality services.
Kurzfassung auf Deutsch: Fortschritte bei der menschlichen Entwicklung sind eng damit verknüpft, den Zugang der Menschen zu Trink- und Abwasserleistungen in Entwicklungsländern zu erhöhen. Die vorliegende Studie untersucht, welchen Einfluss die Eigenschaften der politischen Herrschaft (Governance) auf die Versorgung mit diesen Leistungen haben. Die Wahl des Themas beruht auf der Einsicht, dass die Frage nach den Effekten der Privatisierung, welche die akademische und politische Debatte bisher dominiert hat, zu eng gefasst ist, um Erfolg oder Misserfolg bei der Versorgung mit Trink- und Abwasserleistungen zu erklären. Indem die Studie bei der Governance ansetzt, werden jene politischen und sektoralen Institutionen herausgearbeitet, die entscheidend für die Versorgung mit Trink- und Abwasserleistungen sind, und es wird empirische Evidenz für den Einfluss dieser Institutionen auf den Zugang zu Leistungen und die Produktionseffizienz von Versorgungsunternehmen präsentiert. Die Regressionsanalyse auf der Datengrundlage von 69 Entwicklungsländern ergibt, dass ein statistisch signifikanter positiver Zusammenhang zwischen dem Demokratieniveau und der Versorgungsquote mit Trink- und Abwasserleistungen besteht. Die Ergebnisse der Fallstudie Kolumbien zeigen, dass eine niedrige Qualität der Governance kommunaler Regierungen, sich negativ auf die Produktionseffizienz von Vesorgungsunternehmen und auf die Versorgungsquote mit Trink- und Abwasserleistungen auswirken kann. Hinsichtlich der Privatisierung kann festgestellt werden, dass diese sich in der Regel positiv auf die Produktionseffizienz von Versorgungsunternehmen auswirkt. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch, dass Privatisierung keine notwendige und erst recht keine hinreichende Bedingung dafür ist, einen allgemeinen Zugang der Bevölkerung zu kostengünstigen und qualitativ hochwertigen Trink- und Abwasserleistungen zu erreichen.