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Mit der Kunst zu Wissenschaft und Wissenschaftsgeschichte : Lois und Franziska Weinberger in der Kunsthalle Gießen

Jäger, Moritz


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet: Kunstgeschichte
DDC-Sachgruppe: Künste, Bildende Kunst allgemein
Dokumentart: Aufsatz
Zeitschrift, Serie: Spiegel der Forschung 24 (2007) Nr. 2 ; S. 88-92
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 14.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die zwölfte Ausstellung in der Reihe „Kunstgeschichte und zeitgenössische Kunst“, die Prof. Marcel Baumgartner im Jahr 1996 initiierte, zeigt unter dem Titel „Feldarbeit II (aussetzen)“ in der Kunsthalle Gießen am Berliner Platz
Arbeiten von Lois und Franziska Weinberger. Diese thematisieren und hinterfragen die wissenschaftliche Methode und stellen den wissenschaftlichen Ordnungen ihr künstlerisches Ordnungssystem entgegen, in dem Kreativität und das assoziative Spiel wichtiger sind als etwa Gattung oder Standort der Pflanzen, die ihnen als künstlerisches Material dienen. In der Ausstellung wird den Arbeiten der Weinbergers ein prächtiges Pflanzenbuch gegenübergestellt: der Hortus Eystettensis, ein Buch, das 1613 in erschien und alle Pflanzen aus dem fürstbischöflichen Garten von Eichstätt vorstellt. Das von Basilius Besler aus Nürnberg herausgegebene Buch versammelt fast alle damals bekannten Kulturpflanzen. Besler war selbst kein Wissenschaftler und arbeitete mit dem Botaniker und Mediziner Ludwig Jungermann zusammen, der zu dieser Zeit Professor in Gießen und Leiter des neu gegründeten Botanischen Gartens war. 1613 schenkte Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt der von ihm 1607 gegründeten Universität
Gießen eines der 300 ersten Exemplare des Hortus Eystettensis.