Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Populäre Musik im kulturwissenschaftlichen Diskurs II

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Phleps, Thomas
Arbeitskreis Studium Populärer Musik


Originalveröffentlichung: (2001) Karben: CODA-Verlag


Ralf von Appen / André Doehring: Künstlichkeit als Kunst. Fragmente zu einer postmodernen Theorie der Pop- und Rockmusik.
Thomas Böhm: Überlegungen zur (Pop-)Musikgeschichte.
Bernd Hoffmann / Christoph Buß / Ursula Wulf: ...another victim of the ghetto? Gestaltungselemente im afro-amerikanischen Videoclip.
Martin Pfleiderer: Riddim & Sound. Dub Reggae und Entwicklungen der neueren Popularmusik.
Armin Hadamer: "German Melodies in American Songs". Beispiele populärer Revival-Lieder der USA mit Wurzeln im deutschsprachigen Kulturraum.
Kai Lothwesen: Strategien einer Synthese. Anmerkungen zum Jazzverständnis der Neuen Musik.
Sabine Giesbrecht: Musikalische Kriegsrüstung. Zur Funktion populärer Musik im 1. Weltkrieg.
Hans-Peter-Reinecke: Schlager und Ideologie - Taugliche Begriffe?
Andreas Gebesmair: Pop-Peripherie Österreich. Zur Bedeutungslosigkeit österreichischer Musik am globalen Musikmarkt.
Winfried Pape: Jugend, Jugendkulturen, Jugendszenen und Musik - die Fortsetzung.
Andrea Baldemair: Trancezendenz. Trancezustände beim Tanzen auf Techno-Parties und durch das Praktizieren religiös-ritueller Körperhaltungen nach Felicitas Goodman.
Lars Dammann / Carsten Krabbe / Daniel Müllensiefen: Von Vernunftehen und musikpädagogischen Wirklichkeiten. Populäre Musik in der Musikschule - ein Fallbeispiel.

Aus urheberrechtlichen Gründen stehen nicht alle Aufsätze online zur Verfügung.


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-51742
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5174/

Bookmark bei del.icio.us


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet: Musikwissenschaft / Musikpädagogik
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Zeitschrift, Serie: Beiträge zur Popularmusikforschung ; 27/28
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 07.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Schuld ist nicht der "Bosso Novo", der ab dieser Doppelnummer die
Herausgabe der Beiträge allein zu verantworten hat und sich an dieser
Stelle noch einmal aufs Herzlichste für die produktive und freundschaftliche
Zusammenarbeit mit dem langjährigen Hauptherausgeber
Helmut Rösing bedankt. Nein, er kann nichts dafür, dass die 11,
ASPM-Arbeitstagung im brandenburgischen Rheinsberg ein thematisch
vielfältiges wie inhaltlich anspruchsvolles Programm geboten
hat, dass selbst die hier vorgelegte Teilveröffentlichung der Referate
den gewohnten Umfang der BEITRÄGE um ein Vielfaches übertrifft.
Und dass erneut eines dieser Wunder geschehen ist, das die drei
thematisch ungebundenen Tage vom 27. bis 29. Oktober 2000 zu
vier, selbstverständlich miteinander kommunizierenden Themenblöcken
sortiert, ist recht eigentlich nicht verwunderlich. Denn nicht erst
seit "heute oder morgen" geschieht es, dass forschungsrelevante
Schwerpunkte in den verschiedensten Bereichen der populären
Musik und ihren Produktions-, Distributions- und Konsumptionssektoren
auf den ASPM-Tagungen sich bündeln.
Der erste Themenblock stellt - im Wesentlichen auf angloamerikanische
Popmusik bezogen - vier Analyseansätze zur Diskussion. So
wird auf der Folie mehr oder weniger traditioneller (mitteleuropäischer)
Ästhetikmodelle ein Überdenken popmusikgeschichtlicher
Fragestellungen nahegelegt oder im postmodernen Zugriff die die
Aufschlüsselung popmuslkalischer Phänomene neu formatiert - im
traditionsreichen lexikographischen Design. Und so wird die Analyse
des Signifying aktueller afro-amerikanlscher Musik um das Herausarbeiten
visualisierter Bedeutungsschichten erweitert und Stilgeschichte
als biographisch fundierte interpretiert.
Von weitgehend unbekannten resp. unbeachteten musiksprachlichen
Kommunikationsprozessen zwischen "Deutschland" und den USA
berichtet der zweite Block. Beachtenswert hier auch, dass sowohl der
Transport von "German Melodies" in die US-amerikanische Revival-
Bewegung wie auch der - allerdings den Kooperationen sogenanter
E-Musiker mit deutschen Fred-Jazzern vorgelagerte - Rekurs auf die
US-amerikanische Jazzentwicklung auf einkanaligen Kommunikationsstrukturen
basiert.
Mit dem dritten Themenblock rücken (vordergründig "typisch") deutsche
bzw. deutschsprachige Phänomene in den Blick - allesamt dem
weithin und zumal von den dienstbaren Geistern der gesellschaftlichen
Deformation geschätzten und zugleich forschungstechnisch
weiterhin unterschätzten Bereich der Einflussnahmen von resp. durch
Musik eingelagert. Der kritisch reflektierende Blick fällt hier auf musikalische
Kriegsrüstungs-Aktionen ebenso wie auf den "Dauerbrenner"
Schlager und Ideologie.
Dass zumal die neusten alpenländisch-musikalischen (Über-)Griffe
unter die Gürtellinie via "Anton aus Tirol" auch länderübergreifend
zum lustigen Schenkelklopfen animierte, steht nur scheinbar im Widerspruch
zur ersten der empirischen Studien des vierten und letzten
Blocks. Hier ist freilich nicht von der offensichtlichen inhaltlichen Bedeutungslosigkeit
dieser schlüpfrigen Exponate des grundlosen Vergnügtselns
die Rede, sondern von harten Zahlen, die auch einen
differenzierten Blick auf eine ebenso grundlos belobigte Globalisierung
werfen. Neben dieser auf musikindustrielle Prozesse bezogenen
Studie bietet der Block eine weitere Ausdifferenzierung der
grundlegenden Kategorien in der "Datenverarbeitung" von Jugend-
(kultur(en)), eine qualitative Studie, die Trancezustände im Techno-
Bereich mit den Wirkungsweisen trance-evozierender Körperhaltungen
in Beziehung setzt, und eine quantitative Studie zu den Problemen
und Möglichkeiten des pädagogischen Umgangs mit Popmusik
im Musikschulbereich.
Last but not least die "www-Rubrik", wie immer kundig und engagiert
betreut von Alenka Barber-Kersovan, und der Hinweis auf die ASPMhomepage www.aspm-online.de
Hier sind alle aktuellen Informationen verzeichnet - beispielsweise zu
den nächsten ASPM-Tagungen.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand