Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Neues zum Umgang mit Rock- und Popmusik

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Rösing, Helmut
Arbeitskreis Studium Populärer Musik


Originalveröffentlichung: (1998) Karben: CODA-Verlag

Weiterer Hrsg.: Thomas Phleps


Christoph Jacke: Millionenschwere Medienverweigerer: Die US-Rockband Nirvana.
Thomas Phleps: "The Crux of the Biscuit..." Über politische und andere "Atrocities" in Frank Zappas Musik.
Kai Thomsen: Präferenzbildung in der Popmusik aus musikindustrieller Sicht.
Dietmar Schlumbohm: Musik im Internet. Überblick und Nutzungsanalyse von Musik und von Textbeiträgen in Computernetzen.
Hans-Peter Reinecke: Wer hört zu, wer nicht - und warum?
Winfried Pape: Jugend, Jugendkulturen, Jugendszenen und Musik.

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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-51713
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5171/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet: Musikwissenschaft / Musikpädagogik
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: InBuch (Kapitel / Teil einer Monographie)
Zeitschrift, Serie: Beiträge zur Popularmusikforschung ; 23
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1998
Publikationsdatum: 07.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Einst sah sich Chuck Berry genötigt, Tschaikowsky - post mortem
freilich - die "news" von der "rockin´ pneumonia" zu übermitteln,
während auf der Rückseite des Mondes Theodor W. Adorno eben
jenen vorhielt, "noch die Verzweiflung mit Schlagermelodien" zu
porträtieren. Derlei Konfusionen im Umgang mit Popularmusik
scheinen heute ausgestanden - "the times they are a-changin´",
und mit ihnen nicht nur die Rock-/Popmusik, sondern auch die
Arbeits- und Wahrnehmungsfelder des wissenschaftlichen Diskurses.
Von Neuem also im Umgang mit Rock-/Popmusik berichtet
das vorliegende Heft. Fast alle der hier versammelten Beiträge
wurden von den Autoren auf der B. ASPM-Arbeitstagung vorgetragen,
die vom 10. bis 12. Oktober 1997 - und nun schon zum
vierten Mal - im Schloß Rauischolzhausen (Tagungsstätte der Gießener
Universität) stattfand. Einzig das Zappalogische ist ein
"Überhangsbeitrag" der letztjährigen ASPM-Jahrestagung über
"Populäre Musik und Politik" in Freudenberg, für deren finanzielle
Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung an dieser Stelle nochmals
herzlich gedankt sei.
Im ersten Beitrag geht Christoph Jacke den musikindustriellen Zuschreibungen
nach, die seit Beginn der 90er Jahre unter den Markenzeichen
der Generation X und Grunge geführt werden, und
arbeitet am Aufstieg (und Todesfall) der Grunge Band NIRVANA die
Dialektik von Mediennutzung und -verweigerung heraus. Als
rockmusikalischer Prototyp solcher Anti-Star-Stars scheint im folgenden
Beitrag Frank Zappa auf, in dessen Projekten indes interne
Widersprüche, beispielsweise Inhalte und werbestrategische
Maßnahmen, auf ungleich subtilerer Ebene aneinandergeraten.
Neues vom (Be-)Nutzen der Rock-/Popmusik berichten die nächsten
Beiträge. Kai Thomsen eröffnet aufgrund seiner weitreichenden
Insiderinformationen einen ungewohnten Zugang zur PopÖkonomie.
Am konkreten Fallbeispiel gibt er den Blick frei auf die
bislang für Außenstehende unzugängliche Black Box aktueller
Produktions- und Distributionsbedingungen. Mit aktuellen Rezeptionsbedingungen
hingegen beschäftigt sich Dietmar Schlumbohm.
Seine empirisch gestützte Studie zur Nutzung des neuen
Mediums Internet - speziell des frei, freilich nicht kostenfrei zugänglichen
Angebots an Musik und Informationen - bietet erste
triftige Hinweise auf die nur bedingt voraussehbaren, folgenreichen
Veränderungen der sogenannten Medienlandschaft, (Eine
erfreuliche Mitteilung am Rande: Keine Zukunftsmusik, sondern im
Internet installiert ist unsere ASPM-homepage unter der Adresse
http://www,uni-giessen.de/--g51029/homepage.html.)
Mit seiner kritischen und materialreichen Sichtung aktueller Umfragen,
Marketing-Studien und wissenschaftlicher Sozialforschung
weist Winfried Pape nachdrücklich darauf, daß "Jugendkulturen"
heute nur im Plural existieren und selbst diese durch die Sonderstellung
aktueller Popmusik im Labyrinth jugendkultureller Entwicklungen
ausdifferenziert werden.
Hans-Peter Reinecke schließlich nimmt die Leser/innen mit auf
eine Reise durch die Modalitäten respektive Modalverben des
Hörens. Die vorgebliche Reise entpuppt sich recht bald als erfrischend
attackierendes Plädoyer gegen die langen Ohren, als
Plädoyer zugleich für die "Begierde nach Unerwartetem", für das
GANZ OHR-sein, um all das zu finden, was man nicht gesucht hat,
Die "www-Rubrik" freilich, wie immer redaktionell und engagiert
betreut von Alenka Barber-Kersovan, setzt neuederdings gewinnbringend
auf programmiertes Suchen - im www nämlich.
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