Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Rock, Pop, Jazz - musikimmanent durchleuchtet : Beiträge zu einem Seminar des Arbeitskreises Studium Populärer Musik, veranstaltet vom 28. bis 30. April 1989 in der Landesmusikakademie NRW "Burg Nienborg" (Heek/Borken)

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Rösing, Helmut
Arbeitskreis Studium Populärer Musik


Originalveröffentlichung: (1989) Hamburg: CODA-Verlag


Ekkehard Jost: Miles Davis´ MILESTONES als Lehrstück über die Beziehungen zwischen musikalischem Material, Zeitstil und individuellen Ausdrucksmitteln.
Wolfram Knauer: Anmerkungen zu Improvisation und Komposition in Duke Ellingtons Suite "Black, Brown & Beige".
Georg Maas: "Ein Spiel der Sinnlichkeit, durch den Verstand geordnet". Zum Verhältnis von Text und Musik in einigen Pop-/Rocktiteln.
Andreas Päuser-Psotta / Thomas Trompke: Bob Dylan – Revisited.
Manfred Paul Galden: "Hambone" oder: Der Einfluß eines Schinkenknochens auf die Rockmusik.
Heinz Bamberg: Musikalische Analyse und Sound.
Franz Födermayr / Werner A. Deutsch: Zum stimmlichen Ausdrucksrepertoire von Hank Williams.
Helmut Rösing: Sound in der Popularmusik. Bericht über ein Forschungsprojekt.
Roland Hafen: Handhabung einer Workstation. Grundsätzliches und Besonderes über Synthesizertechnik und den M1 von Korg.
Matthias Müller / Jürgen Terhag: Die Nummer - Zur Genese einer popmusikalischen Floskel.
Ansgar Jerrentrup: Perspektiven für eine überwiegend musikimmante Betrachtung von Jazz, Rock und Pop.
Burkhard Hill: Die Kellerasseln der Dorfkultur. Jugendkultur und kulturelle Infrastruktur in der Provinz am Beispiel Rockmusik in Nordhessen.
Andreas Oertel: Ansätze und Modelle zur Verbesserung der Produktionsbedingungen von Jazz in der BRD.
Riekje Weber: Narrative Interviews mit Tanzmusiksängerinnen: Über die soziale Identität.


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-51591
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5159/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet: Musikwissenschaft / Musikpädagogik
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Zeitschrift, Serie: Beiträge zur Popularmusikforschung ; 07/08
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1989
Publikationsdatum: 07.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Musikalische Analyse ist eine zentrale Kategorie musikwissenschaftlichen
Arbeitens. Zur Interpretation von Kunstmusik gibt
es ein ausgefeiltes Instrumentarium analytischer Verfahrensweisen,
das sich auf den Notentext als entscheidendes Substrat
von Musikwerken bezieht. Rock, Pop, Jazz und Folk aber gründen
auf Mündlichkeit und medialer Tradierung; Notation und
schriftliche Oberlieferung sind von nur untergeordneter
Bedeutung. Bei der Auseinandersetzung mit innermusikalischen
Aspekten,
Analyse im "engeren Sinne" - des klanglichen Geschehens,
der strukturellen Beschaffenheit, der spezifischen Gestaltungs-
und Ausdrucksmittel, der stilistischen Merkmale und
der ästhetischen Prämissen, auf denen diese basieren (so
Ekkehard Jost in der Einladung zur ASPM-Seminartagung in
der Landesmusikakademie NRW in Hook),
geht es folglich in vielen Fällen überhaupt. erst einmal darum,
dein musikalischen Gegenstand angemessene Analysemethoden zu
entwickeln - auf der Grundlage oder auch in bewußter Abkehr von
dem, was in den Disziplinen Historische Musikwissenschaft,
Musikethnologie und Vergleichende Musikwissenschaft, bereits
erarbeitet worden ist.
Von den vielfältigen Möglichkeiten, "Rock,Pop,Jazz musikimmanent
zu durchleuchten" , vermitteln die in dein vorliegenden Band
abgedruckten Tayungsreferate einen guten Einblick: Quellenkritik,
Improvisationsvergleich, textbezogene Musikanalyse,
Soundforschung und Soundproduktion, Analyse stimmlicher
Ausdrucksqualitäten und gattungsspezifischer Aspekte seien als
Stichworte genannt. Daß dabei auch die Deutung von Musik durch
Musik einen methodisch möglichen Weg der Annäherung darstellt,
gilt es mit Nachdruck zu erwähnen; diese Form der Annäherung
widersetzt sich allerdings weitgehend der Verschrift1ichung und
ist darum mit dem Beitrag von Matthias Müller/ Jürgen Terhag
nur rudimentär dokumentiert.
Die Tagung hat, wie die abschließende Diskussion zeigte, viel
Nachdenklichkeit im positiven Sinn bewirkt. Konkretes Ergebnis
dieser Nachdenklichkeit ist der in der Rubrik DISKUSSION zur
Diskussion gestellte Beitrag von Ansgar Jerrentrupp, eine
komprimiert-stichwortartige Systematisierung all jener
Teilkomponenten, die nach Meinung des Autors in eine ganzheitlich-
analytische Betrachtungsweise von Jazz, Rock und Pop
Eingang finden sollten.
Erstmals aufgenommen in die " Beiträge zur Popularmusikforschung"
ist auch die Rubrik NEUE BUCHER. Hier werden von
denjenigen, die sie geschrieben haben, neue Bücher vorgestellt,
nicht rezensiert. Es wäre schön, wenn beide Rubriken auf die
Resonanz stoßen würden, die erforderlich ist, damit sie zu einem
festen Bestandteil zukünftiger "Beiträge zur Popularmusikforschung"
werden können.
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