Zwanzig klinisch gesunde Kühe wurden der Gruppe A nach komplikationsloser Geburt, die übrigen zwanzig Tiere nach komplikationsbehafteter Geburt (erschwerte Zughilfe, Sectio caesarea und Fetotomie) der Gruppe B zugeteilt. Alle Probandinnen unterlagen regelmäßig einer klinischen Allgemein- und einer speziellen nachgeburtlichen Untersuchung.
Aus dem Probandenkollektiv wurden dann folgende Untergruppen (jeweils n = 5) gebildet: AKontrolle (keine GnRH-Gabe), A1 (GnRH-Gabe am 1. Tag post partum), A2 (GnRH-Gabe am 7. Tag post partum) und A3 (GnRH-Gabe am 10. Tag post partum); BKontrolle (keine GnRH-Gabe), B1 (GnRH-Gabe am 1. Tag post partum), B2 (GnRH-Gabe am 7. Tag post partum) und B3 (GnRH-Gabe am 10. Tag post partum).
Zum Einsatz kam das GnRH-Analogon Receptal® (Buserelinacetat, Fa. Intervet, Unterschleißheim, Deutschland), welches nach Entnahme der Nullprobe intramuskulär verabreicht wurde. Die LH-Messungen fanden an den Tagen 1 und 2, 7 und 8 sowie 10 und 11 nach der Geburt über einen Zeitraum von jeweils 10 Stunden statt, wobei die Blutproben innerhalb der ersten sechs Stunden in 30minütigen und innerhalb der folgenden vier Stunden in 60minütigen Abständen entnommen wurden. Weiterhin wurden über den Untersuchungszeitraum von 11 Tagen täglich die Estradiol-17ß-Konzentrationen ermittelt.
Die Summierung aller gemessenen LH-Werte in der Gruppe AKontrolle ergab, dass sich der LH-Basislevel innerhalb des Untersuchungszeitraumes (11 Tage) kaskadenartig erhöht (Tag 1/2: 0,2 ng/ml; Tag 7/8: 0,3 ng/ml; Tag 10/11: 0,4-0,5 ng/ml). Diese Zunahme ließ sich statistisch sichern (p = 0,0004). Die Darstellung der Einzelprofile macht deutlich, dass es offenbar in den ersten 11 Tagen insgesamt zu einer wieder zunehmenden LH-Aktivität kommt. Das heißt, dass eine kurzfristige postpartale Blockade der LH-Sekretion besteht, die sich um den 7./8. Tag post partum allmählich auflöst. Während die Profile am 1. Tag nur eine gewisse Unruhe erkennen ließen, kam es am 7./8. Tag zu einer Frequenzerhöhung der LH-Pulse mit intervallartig auftretenden Spitzenwerten. War am 7. Tag noch ein gewisses verhaltenes Muster erkennbar, so war am 10. Tag post partum die LH-Pulsatilität deutlicher ausgeprägt. Differente Verhältnisse hinsichtlich der LH-Aktivität liegen nach einer Schwergeburt vor. Die Kühe der Gruppe B nach einer Dystokie zeigten einen verhalteneren Anstieg des Basislevels innerhalb der ersten 11 Tage post partum. Dies bedeutet, dass bei ihnen eine längere Protraktion der LH-Aktivität besteht. Eine statistische Signifikanz zwischen den LH-Basiswerten der Gruppe AKontrolle und BKontrolle war allerdings nicht gegeben (p = 0,1).
Die Estradiol-17ß-Konzentrationen von der Kontrollgruppe nach komplikationsloser Geburt (AKontrolle) zeigten über den Untersuchungszeitraum einen undulierenden Kurvenverlauf. Die Basislinie wurde dabei deutlich überschritten, wobei teilweise Werte über 12 pg/ml erreicht wurden, was den ovulationsnahen Bereich markierte. Innerhalb der Gruppe BKontrolle wiesen nur zwei Tiere (Nr. 23 und 24) eine kurzfristige Erhöhung der Estradiol-17ß-Konzentrationen auf.
Bereits am 1. Tag war es möglich, mit einer exogenen GnRH-Gabe (20 µg Buserelinacetat) bei den Gruppen nach einer Eutokie (A1, A2 und A3) eine deutliche Konzentrationserhöhung des LH zu bewirken. Diese erfuhr einen weiteren Anstieg am 7. und schließlich am 10. Tag post partum.
Eine GnRH-Stimulierung am Tag 1 und 7 post partum nach einer Dystokie erbrachte zwar eine leichte Zunahme der LH-Frequenz, war aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie nach einer Eutokie. Am 10./11. Tag wurden die höchsten LH-Konzentrationen gemessen. Tiere der Gruppen B1-3 zeigten im Unterschied zu den peakartigen LH-Konzentrationserhöhungen der Gruppen A1-3 eher eine Plateauphase. In der Gesamtheit zeigte sich, dass nach einer Schwergeburt zwar die Stimulation der Hypophyse durch GnRH möglich ist, sich aber die LH-Konzentrationserhöhung verhaltener darstellt als nach einer Normalgeburt.
Am 10./11. Tag scheint jedoch die Adenohypophyse durch GnRH verstärkt stimulierbar, wobei der Effekt allerdings unter dem, der in den Gruppen A1-3 zu erzielen war, lag. Der Unterschied, der sich aus den Beobachtungen beider Geburtsgruppen ergibt war mit p = 0,03 statistisch signifikant, wobei die stimulierten Tiere nach Eutokie denen nach einer Dystokie überlegen waren.
Bezüglich der Estradiolkonzentrationen in den Gruppen A1-3 wurde nur von einer Kuh der Gruppe A1 eine Konzentration erreicht, die auf eine ovarielle Aktivität hinweisen könnte (Nr. 3). Die übrigen Tiere zeigten Werte im basalen Bereich.
Die Tiere der Gruppe B1-3 präsentierten keine Werte, welche sich über das basale Niveau erhoben.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mit einer gewissen Protraktion der LH-Aktivität in den ersten Tagen nach einer Normalgeburt und unkompliziert ablaufenden postpartalen Periode zu rechnen ist. Diese wird jedoch ab dem 7./8. Tag wieder aufgehoben, so dass im folgenden Zeitraum mit einer Reaktivierung der ovariellen Funktion zu rechnen ist. Eine Ovarfunktion vor dem 10. Tag post partum ist nach einer Schwergeburt aufgrund der vorliegenden Befunde nicht zu erwarten.
Postuliert werden kann, dass die Aktivität der Achse Hypothalamus-Hypophyse bei Kühen nach einer Schwergeburt in Folge der geburtsbedingten Stresssituation und im Zusammenhang mit der Endotoxinausschüttung der im Cavum uteri befindlichen Keime über längere Zeit im inhibierten Zustand verharrt. Ob durch eine Erhöhung der GnRH-Supplementation oder Verlegung des Zeitpunktes der GnRH-Gabe auf den 12. – 14. Tag post partum eine verbesserte Induktion der Ovarfunktion zu erreichen ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Dies wäre insofern von Interesse, weil auf diesem Wege die endogene Östrogensynthese angeregt werden könnte, die sich förderlich auf die uterinen Retraktions- und Regenerationsprozesse auswirken könnte. ">
 

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Messung der LH-Konzentrationen nach exogen verabreichten Gonadotropin-Releasing-Hormon-Gaben in den ersten 10 Tagen post partum beim Rind unter Berücksichtigung des Schweregrades der Geburt

Seidel, Regina


Originalveröffentlichung: (2007) Giessen : VVB Laufersweiler 2007
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.306 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5209-9
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.10.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 17.12.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Über die Aktivität der Adenohypohypophyse und mithin des Ovars beim Rind in der I. Dekade der postpartalen Regenerationsperiode gibt es in der Literatur nur wenige, belegte Informationen, die dazu noch unterschiedliche Aussagen in sich bergen.

Es schien daher relevant, die Sekretionsleistung des Hypophysenvorderlappens in dieser postpartalen Periode anhand von LH-Messungen zu untersuchen. Darüberhinaus sollten weitere Fragen eine Klärung zugeführt werden, ob sich durch exogene GnRH-Gaben die hypophysäre Aktivität in der frühen postpartalen Zeit nachhaltig anregen läßt, und ob dies zu einer Induktion der postpartalen ovariellen Funktion führt.


Das Tierkollektiv bestand aus 40 Kühen der Nutzungsrichtung "Milch". 57,5 % gehörten der Rasse Deutsch-Holstein Zuchtrichtung Schwarzbunt (n = 23), 42,5 % der Rasse Deutsch-Holstein Zuchtrichtung Rotbunt (n = 17) an. Das Durchschnittsalter betrug 4,8 ± 1,9.

Zwanzig klinisch gesunde Kühe wurden der Gruppe A nach komplikationsloser Geburt, die übrigen zwanzig Tiere nach komplikationsbehafteter Geburt (erschwerte Zughilfe, Sectio caesarea und Fetotomie) der Gruppe B zugeteilt. Alle Probandinnen unterlagen regelmäßig einer klinischen Allgemein- und einer speziellen nachgeburtlichen Untersuchung.

Aus dem Probandenkollektiv wurden dann folgende Untergruppen (jeweils n = 5) gebildet: AKontrolle (keine GnRH-Gabe), A1 (GnRH-Gabe am 1. Tag post partum), A2 (GnRH-Gabe am 7. Tag post partum) und A3 (GnRH-Gabe am 10. Tag post partum); BKontrolle (keine GnRH-Gabe), B1 (GnRH-Gabe am 1. Tag post partum), B2 (GnRH-Gabe am 7. Tag post partum) und B3 (GnRH-Gabe am 10. Tag post partum).

Zum Einsatz kam das GnRH-Analogon Receptal® (Buserelinacetat, Fa. Intervet, Unterschleißheim, Deutschland), welches nach Entnahme der Nullprobe intramuskulär verabreicht wurde. Die LH-Messungen fanden an den Tagen 1 und 2, 7 und 8 sowie 10 und 11 nach der Geburt über einen Zeitraum von jeweils 10 Stunden statt, wobei die Blutproben innerhalb der ersten sechs Stunden in 30minütigen und innerhalb der folgenden vier Stunden in 60minütigen Abständen entnommen wurden. Weiterhin wurden über den Untersuchungszeitraum von 11 Tagen täglich die Estradiol-17ß-Konzentrationen ermittelt.

Die Summierung aller gemessenen LH-Werte in der Gruppe AKontrolle ergab, dass sich der LH-Basislevel innerhalb des Untersuchungszeitraumes (11 Tage) kaskadenartig erhöht (Tag 1/2: 0,2 ng/ml; Tag 7/8: 0,3 ng/ml; Tag 10/11: 0,4-0,5 ng/ml). Diese Zunahme ließ sich statistisch sichern (p = 0,0004). Die Darstellung der Einzelprofile macht deutlich, dass es offenbar in den ersten 11 Tagen insgesamt zu einer wieder zunehmenden LH-Aktivität kommt. Das heißt, dass eine kurzfristige postpartale Blockade der LH-Sekretion besteht, die sich um den 7./8. Tag post partum allmählich auflöst. Während die Profile am 1. Tag nur eine gewisse Unruhe erkennen ließen, kam es am 7./8. Tag zu einer Frequenzerhöhung der LH-Pulse mit intervallartig auftretenden Spitzenwerten. War am 7. Tag noch ein gewisses verhaltenes Muster erkennbar, so war am 10. Tag post partum die LH-Pulsatilität deutlicher ausgeprägt.
Differente Verhältnisse hinsichtlich der LH-Aktivität liegen nach einer Schwergeburt vor. Die Kühe der Gruppe B nach einer Dystokie zeigten einen verhalteneren Anstieg des Basislevels innerhalb der ersten 11 Tage post partum. Dies bedeutet, dass bei ihnen eine längere Protraktion der LH-Aktivität besteht. Eine statistische Signifikanz zwischen den LH-Basiswerten der Gruppe AKontrolle und BKontrolle war allerdings nicht gegeben (p = 0,1).

Die Estradiol-17ß-Konzentrationen von der Kontrollgruppe nach komplikationsloser Geburt (AKontrolle) zeigten über den Untersuchungszeitraum einen undulierenden Kurvenverlauf. Die Basislinie wurde dabei deutlich überschritten, wobei teilweise Werte über 12 pg/ml erreicht wurden, was den ovulationsnahen Bereich markierte.
Innerhalb der Gruppe BKontrolle wiesen nur zwei Tiere (Nr. 23 und 24) eine kurzfristige Erhöhung der Estradiol-17ß-Konzentrationen auf.

Bereits am 1. Tag war es möglich, mit einer exogenen GnRH-Gabe (20 µg Buserelinacetat) bei den Gruppen nach einer Eutokie (A1, A2 und A3) eine deutliche Konzentrationserhöhung des LH zu bewirken. Diese erfuhr einen weiteren Anstieg am 7. und schließlich am 10. Tag post partum.

Eine GnRH-Stimulierung am Tag 1 und 7 post partum nach einer Dystokie erbrachte zwar eine leichte Zunahme der LH-Frequenz, war aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie nach einer Eutokie. Am 10./11. Tag wurden die höchsten LH-Konzentrationen gemessen. Tiere der Gruppen B1-3 zeigten im Unterschied zu den peakartigen LH-Konzentrationserhöhungen der Gruppen A1-3 eher eine Plateauphase. In der Gesamtheit zeigte sich, dass nach einer Schwergeburt zwar die Stimulation der Hypophyse durch GnRH möglich ist, sich aber die LH-Konzentrationserhöhung verhaltener darstellt als nach einer Normalgeburt.

Am 10./11. Tag scheint jedoch die Adenohypophyse durch GnRH verstärkt stimulierbar, wobei der Effekt allerdings unter dem, der in den Gruppen A1-3 zu erzielen war, lag. Der Unterschied, der sich aus den Beobachtungen beider Geburtsgruppen ergibt war mit p = 0,03 statistisch signifikant, wobei die stimulierten Tiere nach Eutokie denen nach einer Dystokie überlegen waren.

Bezüglich der Estradiolkonzentrationen in den Gruppen A1-3 wurde nur von einer Kuh der Gruppe A1 eine Konzentration erreicht, die auf eine ovarielle Aktivität hinweisen könnte (Nr. 3). Die übrigen Tiere zeigten Werte im basalen Bereich.

Die Tiere der Gruppe B1-3 präsentierten keine Werte, welche sich über das basale Niveau erhoben.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mit einer gewissen Protraktion der LH-Aktivität in den ersten Tagen nach einer Normalgeburt und unkompliziert ablaufenden postpartalen Periode zu rechnen ist. Diese wird jedoch ab dem 7./8. Tag wieder aufgehoben, so dass im folgenden Zeitraum mit einer Reaktivierung der ovariellen Funktion zu rechnen ist. Eine Ovarfunktion vor dem 10. Tag post partum ist nach einer Schwergeburt aufgrund der vorliegenden Befunde nicht zu erwarten.

Postuliert werden kann, dass die Aktivität der Achse Hypothalamus-Hypophyse bei Kühen nach einer Schwergeburt in Folge der geburtsbedingten Stresssituation und im Zusammenhang mit der Endotoxinausschüttung der im Cavum uteri befindlichen Keime über längere Zeit im inhibierten Zustand verharrt. Ob durch eine Erhöhung der GnRH-Supplementation oder Verlegung des Zeitpunktes der GnRH-Gabe auf den 12. – 14. Tag post partum eine verbesserte Induktion der Ovarfunktion zu erreichen ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Dies wäre insofern von Interesse, weil auf diesem Wege die endogene Östrogensynthese angeregt werden könnte, die sich förderlich auf die uterinen Retraktions- und Regenerationsprozesse auswirken könnte.
Kurzfassung auf Englisch: There is only few widely varying literature about the activity of the pituitary gland and therefore of the ovary of dairy cows in the first 10 days of the postpartum regeneration period. It appeared relevant to examine the secretory activity of the anterior pituitary within this period by means of LH-measurements. Furthermore the questions should be clarified wether exogenous GnRH-application could stimulate enduring pituitary activity, and if that leads to an induction of postpartum ovarian functionality.

The animals’ collective consisted of 40 lactating dairy cows of the Deutsche Holstein breed. 57,5 % were Deutsche Holstein Schwarzbunt (n = 23), 42,5 % belonged to Deutsche Holstein Rotbunt (n = 17). The average age was 4,8 ± 1,9 years.

Twenty clinically healthy cows were allocated to group A after eutochia, the other 20 animals which had suffered from dystochia were assingned to group B. All cows underwent a general clinical and a specific puerperal examination regularly.
Out of the animals’ collective following subgroups were built (each n = 5): Acontrol (no GnRH), A1 (GnRH-treatment on day 1 post partum), A2 (GnRH-treatment on day 7 post partum) und A3 (GnRH-treatment on day 10 post partum); Bcontrol (no GnRH), B1 (GnRH-treatment on day 1 post partum), B2 (GnRH-treatment on day 7 post partum) und B3 (GnRH-treatment on day 10 post partum). For treatment the GnRH-analogon Receptal® (Buserelinacetat, Fa. Intervet, Unterschleißheim, Germany) had been injected intramuscularly after drawing the first sample. LH-measuring was carried out at days 1, 2, 7, 8, 10 and 11 post partum over a period of 10 hours. The first 6 hours blood samples were drawn every 30 minutes, within the last 4 hours one every 60 minutes. Furtheron blood-plasma was collected daily for Estradiol-17ß-determination.


In group Acontrol the arithmetic mean of all LH-plasma concentrations demonstrated that the basic level increased gradually within the observation-period of 11 days (day 1/2: 0,2 ng/ml; day 7/8: 0,3 ng/ml, day 10/11: 0,4-0,5 ng/ml). This increase could be statistically verified (p = 0,0004). The analysis of each single profile demonstrated that it obviously comes to a gradual rise of LH-activity within the first 11 days post partum. That implies a short-term refractory period of LH-secretion which dissolves by degrees around da 7/8 post partum. Whereas the profiles on day 1 only showed a certain undulation, an increasing frequency of LH-pulsation with an intermittent appearance of magnitudes could be observed. Whereas there was only a restrained scheme visible on day 7, on day 10 post partum LH-pulsation was presented quite clearly.

Different circumstances existed for cows after dystochia. Group B showed a restrained increase of the basic levels within the first 11 days post partum. This means a prolonging depression of LH-secretory patterns. Nevertheless the differences between group Acontrol and group Bcontrol were not statistically significant (p = 0,1).

The concentrations of estradiol-17ß in group Acontrol presented an undulating curve progression within the examination period of 11 days. Thereby the base line was crossed clearly with maximum values of 12 pg/ml which marks the periovulatory area.

Within group Bcontrol there were only two cows (No. 23 and 24) that exhibited an increase of the estradiol-concentrations.

It was possible to provoke a rise of LH-concentrations in the eutochia-groups A1, A2 and A3 after exogenous stimulation with GnRH and underwent an escalation
on day 7 and further on on day 10 post partum.

The stimulation with the GnRH-analogon on day 1 and 7 after dystochia lead also to increasing LH-concentrations but to a lesser extent than the increase after eutochia. On day 10 and 11 post partum maximum values could be measured. Cows of the groups B1-3 showed plateaulike phases of the LH-surge unlike groups A1-3 that presented a peaklike rise. At large it could be demonstrated that in dairy cows after a complicated birth the stimulation of the pituitary gland with a GnRH-analogon is absolutely possible but not as effective as after eutokia.

On day 10/11 it seems that the anterior pituitary is more reactive on stimulation, whereas the effect lies under that one of cows of groups A. The difference of this observation of both birth-groups has been statistically significant (p = 0,03). The GnRH-treated groups A were superior to groups B. Concerning the estradiol-concentrations there was only one cow in group A1 that showed a concentration that could indicate ovarian activity. All other animals of the stimulated groups after eutochia presented values not exceeding the base-line.

In conclusion, there is an apparent refractory period of LH-activity of cows after normal birth within the first 11 day post partum. This recovery-period is abolished on day 7/8, so that a reactivity of ovarian function could be expected in the following days. Ovarian function before day 10 post partum is not likely to be starting due to our results.

It can be postulated that the activity of the hypothalamic-pituitary-axis of cows after dystochia is delayed as a result of birth-related stress and in context with endotoxin-distribution of bacteria out of the uterus. Wether an increasing dose of the GnRH-supplementation or a delay of the treatment to days 12 or 14 lead to a more effective induction of ovarian function must be found out by further studies. Endogenous estradiol-synthesis could be stimulated this way what would be beneficial for uterine retraction- and regeneration-processes.