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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-51041
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/5104/


Vergleichende Energiebilanzierung der regionalen und überregionalen Produktion von Wein und Äpfeln

Schröder, Susanne


Originalveröffentlichung: (2007) Göttingen : <a href=http://www.cuvillier-verlag.de>Cuvillier</a> 2007
pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.375 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Energiebilanzierung , regionale Lebensmittel , Endenergie , Primärenergie
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Landtechnik, Professur für Prozesstechnik in Lebensmittelbetrieben
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 978-3-86727-416-6
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.07.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 03.12.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussion wird neben der Nutzung alternativer Energiequellen auch die Verbesserung der Energieeffizienz als Lösung angesehen. Hier ist es insbesondere der private Verbraucher, der durch nachhaltigen Konsum seine Verantwortung zeigen soll. Als offensichtliches Entscheidungskriterium für die Auswahl energieeffizienter Lebensmittel wird hierfür die Länge der Transportstrecke genannt. Doch zeigen Studien auch, dass bei einer uneffizienten Organisation kurze Transportstrecken nicht minder relevant für den Energieumsatz sind. Im Rahmen der vorliegenden Studie soll nun genauer betrachtet werden, welchen Umfang der Anbau, Produktion und Transport von Äpfeln und Wein am gesamten Energieumsatz bis zum Erreichen des POS (Giessen) hat und ob ein Einfluss der Region oder der Betriebsgröße festgestellt werden kann. Die Erhebung wird als qualitative Fallstudie durchgeführt. Dafür werden erzeugende Betriebe in unterschiedlichen Regionen Deutschlands, Südafrika und Ungarn mit einem Fragebogen interviewt und beschreibende/qualitative Daten zu den Betriebsprozessen und quantitative Daten zu verwendeten Energieträgern und Produktionsmengen abgefragt. Für die Auswertung des Transportprozesses werden verantwortliche Personen interviewt und typische Wege der Auslieferung und Treibstoffverbräuche der Fahrzeuge in Erfahrung gebracht. Die Ergebnisse der Betriebe werden als Endenergieumsätze der Module Anbau und Verarbeitung bezogen auf die Einheit 1 hl Wein bzw. 1 t Äpfel dargestellt. Die Transporte werden als Absolutwerte der funktionellen Einheit vom Produktionsort bis zum Erreichen des POS berechnet. Bei der Diskussion zeigt sich, dass sich bei der Darstellung der Energieumsätze bezogen auf die Betriebsgröße teilweise eine Abnahme des EB mit steigender Durchsatzmenge ergibt. Nur die Region M hat eine weite Schwankungsbreiten ohne eine Korrelation zur Durchsatzmenge. Dagegen ist in Ungarn EB durchgängig gering. Bei den deutschen Apfelerzeugern ergibt sich eine hohe Korrelation zwischen Betriebsgröße und Energieumsatz. Die Darstellung der Ergebnisse als Primärenergie und CO2-Emission ergibt für alle Betriebe ein ähnliches Bild. Die Diskussion der Transporte zeigt, dass bis auf wenige Ausnahmen alle effizient organisiert sind und mit einem geringst möglichen Umsatz durchgeführt werden. Als Ausnahme sind wenige kleinere Weinerzeuger anzusehen, die im Vergleich die höchsten Umsätze haben. Beim Seetransport der Äpfel ist der absolute Umsatz allerdings sehr hoch und verursacht für importierte Äpfel ein vielfaches des Energieumsatzes der deutschen Erzeugung.

Kurzfassung auf Englisch: In the context of the current discussion on climate change the use of alternative energy sources is seen as one answer and the improvement of energy efficiency is also perceived as an important contribution. In this area the private consumer is expected to demonstrate responsible behaviour by sustainable consumption. A clear criterion which is frequently stated in the context of energy efficient foodstuffs is the transportation distance. But studies also show that short distance transportation is just as important for the energy balance. This study takes a closer look at the total energy balance, analysing the relative impact of cultivation, processing and transport of apples and wine, until the products reach the POS (Giessen, Germany). It is also assessed whether there are regional differences or differences depending on the size of the enterprises. The study is conducted as a qualitative case study. Producers in various regions of Germany, South Africa and Hungary were sent a questionnaire in order to collate data on the type and the quality of their business processes as well as on the type of energy sources used and the production volumes achieved. In order to assess the way transportation takes place different people responsible for management were asked to describe the typical ways of shipping the merchandise and to describe how much fuel was used for transportation. The results are presented broken down by the total energy balance of on the one hand cultivation and on the other hand processing, on the basis of one hectoliter of wine and 1 ton of apples. The results of the transportation are presented as the absolute value of the functional unit from the production site until the POS. The discussion shows that depending on the size of the enterprise, the EB sometimes goes down with an increased throughput. Only region M has a broad fluctuation range without any correlation to throughput. In contrast, region HU has a constantly low EB. German apple producers have a high correlation between size of the company and energy consumption. When presenting the results as primary energy and CO2-emissions the picture is very similar for all companies. The analysis of transportation shows that with a few exceptions transportation is organised efficiently with the lowest possible energy consumption. An exception is represented by a few small wine producers who have the highest energy consumption by comparison. When shipping apples by sea the absolute energy consumption is very high, with rates which are many times higher than the energy consumption of German apples.