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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-50872
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/5087/


Die Bewertung von Multifunktionalität der Landschaft mit diskreten Choice Experimenten

The Valuation of multifunctionality of landscapes using discrete Choice Experiments

Schmitz, Kim


Originalveröffentlichung: (2006) Frankfurt am Main: <a href=http://www.peterlang.de>Peter Lang</a> 2008 (Schriften zur Internationalen Entwicklungs- und Umweltforschung ; 20)
pdf-Format: Dokument 1.pdf (6.673 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Agrarpolitik , Umweltbewertung , Choice Experimente , Logit Analyse
Freie Schlagwörter (Englisch): agricultural policy , environmental valuation , choice experiments , logit analysis
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 978-3-631-56880-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 20.11.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Landwirtschaft dient nicht nur der Produktion von Nahrungsmitteln, sie prägt unsere Kulturlandschaft in besonderem Maße und hat damit Auswirkungen auf Landschaftsfunktionen wie die regionale Artenvielfalt oder die verschiedenen Komponenten des Wasserhaushalts einer Landschaft wie bspw. die Grundwasserneubildung. Landwirtschaft ist damit multifunktional. Ziel der Arbeit ist die Bewertung der Multifunktionalität von Landschaft. Für die Bewertung der Landschaftsfunktionen Artenvielfalt, Fließgewässerqualität und Landschaftsbild wird die Methodik der Choice Experimente verwendet. Die Methode zeichnet sich neben der Möglichkeit der Bewertung von Umweltgütern, die Nicht-Gebrauchswerte auf¬weisen, vor allem dadurch aus, dass eine simultane Beurteilung von verschiedenen Landschaftsfunktionen mit unterschiedlichen Qualitätszuständen geleistet werden kann. Die Datengrundlage liefern etwa 400 persönlich geführte Interviews. Die Berechnungen stützen sich auf verschiedene Logit Modelle, auf deren Basis methodische und inhaltliche Aussagen getroffen werden können. Als wichtigste Eigenschaft einer Kulturlandschaft kann die Fließgewässerqualität, gefolgt vom Landschaftsbild, identifiziert werden. Der Einsatz des Cheap Talk Verfahrens zur Vermeidung von hypothetischen Zahlungsbereitschaften in einem Teil der Stichprobe bleibt dabei ohne signifikanten Einfluss auf die Auswahl einer Option. Für die Vermeidung eines Wald dominierten Landnutzungskonzept wird eine Zahlungsbereitschaft von etwa 220 € pro Haushalt und Jahr berechnet. Die Hochrechnung auf das Lahn-Dill-Bergland bedeutet einen Nutzengewinn der Bevölkerung durch den Erhalt des derzeitigen Status Quo von insgesamt 1,18 Mio. €. Damit kann gezeigt werden, dass die Berücksichtigung der externen Effekte eine wichtige Komponente einer regionalen Nutzen-Kosten-Analyse darstellen. Die Ergebnisse liefern damit ebenfalls wichtige Erkenntnisse für die Politikgestaltung im Sinne einer Entscheidungsunterstützung bei der Beurteilung verschiedener Politikoptionen.
Kurzfassung auf Englisch: The contribution of agriculture to society is more than simply the production of food, it coins our cultural landscapes to a high degree, influences our biodiversity and the different components of water supplies as for instance groundwater recharge. Agriculture is therefore multifunctional. To valuate the landscape functions biodiversity, the river water quality and the landscape aesthetics the choice experiments approach is used. Besides the valuation of non-use values of environmental goods, the choice experiments can simultaneously consider different landscape functions with several quality levels. The data of about 400 personal interviews is used to estimate different logit models. As most important component of a landscape the river water quality is identified, followed by the landscape aesthetics. The use of the cheap talk script could not reveal any significant influence on people´s choices. The estimated consumer surplus to avoid a forest dominated landscape is about 220€ per household and year. The extrapolation to the Lahn-Dill-Bergland region to maintain the recent status-quo results in an overall benefit of 1.18 Mill. €. These results show that it is important to consider these external effects of agriculture in a regional cost-benefit-analysis. Considering this background the results provide important information for political arrangements in terms of a decision support for the evaluation of political options.