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Möglichkeiten der biologischen Unkrautregulierung im integrierten und ökologischen Landbau : Wissensstand, Probleme, Empfehlungen

Possibilities of biological control of weeds in integrated and ecological farming systems : knowledges, problems, recommendations

Wening, Alexandra Sabine


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-50793
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/5079/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Biologische Unkrautregulierung , Biologische Unkrautbekämpfung
Freie Schlagwörter (Englisch): biological control of weeds , biocontrol of weeds
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II, Professur für Organischen Landbau
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Bachelor Thesis
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 27.11.2007
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Bachelorarbeit werden verschiedene Aspekte der biologischen Unkrautregulierung aufgeführt und zusammengefasst, da diese Methode als Alternative in der Unkrautbekämpfung, noch immer Neuland in Europa ist.
Es werden die einzelnen Methoden erklärt, ein kurzer geschichtlicher Abriss vorgenommen, einige aktuelle Forschungsarbeiten in Europa und der Welt vorgestellt, auf Risiken und Grenzen der Verfahrens hingewiesen und ein Ausblick an zukünftigen Möglichkeiten gegeben.


Unkräuter stellen sowohl in der Landwirtschaft, als auch in anderen Ökosystemen, hier in Form von Neophyten, ein Problem dar. Allerdings nimmt durch überhöhten Gebrauch von Herbiziden, oder auch durch den Verdrängungseffekt invasiver Arten, die Biodiversität in der heimischen Vegetation ab.
Mithilfe der biologischen Unkrautregulierung kann der Einsatz von Herbiziden gesenkt und der Erhalt der biologischen Vielfalt gewährleistet werden. Es werden vier verschiedene Methoden von MÜLLER-SCHÄRER (2002) unterschieden. Zum einen gibt es polyphage Herbivoren, zum anderen die Methoden, die im engeren Sinne zur biologischen Unkrautbekämpfung gezählt werden. Zu diesen Verfahren zählen die klassische Methode, die Bioherbizide und die System-Management-Methode.


Mit und an diesen Methoden wird zur Zeit in allen Erdteilen immer wieder geforscht, neue Erkenntnisse werden gewonnen und, wenn möglich, in die Praxis umgesetzt.
Aber nicht überall wird eine Lösung gefunden. Oft stößt diese Methode an ihre Grenzen, wenn z. B. kein spezialisierter Gegenspieler für das Unkraut gefunden wird.
Die biologische Methode birgt wenige Risiken. Ein immer wieder diskutiertes davon ist die Möglichkeit des Wirtswechsels des Kontrollorganismus von dem Zielunkraut auf heimische Pflanzen. Durch Ermittlung des Wirtsspektrums des Antagonisten sollte das Risiko ausreichend minimiert werden.


Insgesamt gesehen bietet die biologische Unkrautregulierung eine Ergänzungsmöglichkeit für die anderen Methoden der Unkrautbekämpfung und stellt in einigen Fällen auch die alleinige Alternative dazu dar. In Europa könnte sie in Zukunft bei der Bekämpfung invasiver Neophyten und herbizidresistenter Unkräuter, sowie in Fällen, in denen sie sich als am wirtschaftlich günstigsten erweist, an Bedeutung gewinnen. Aber bis dahin muss noch einiges an Forschungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und industrieller Entwicklung geleistet werden.
Kurzfassung auf Englisch: This bachelor thesis includes different aspects of the biological control of weeds. While this method is rather unusual in Europe, in the rest of the world it is quite known.
Within this work are the different methods explained, a short historical summary is presented, some current scientific works from Europe and the world are shown, the risks and limits of this method are mentioned and a forward looking into the future is given.


Weeds are a known problem in farming systems, but also in other ecosystems, for example as invasive plants. With the use of too much herbizides and the immigration of further invasive plants the biodiversity will decline.
Through the use of biocontrol of weeds the amount of herbicides could be minimized and the preservation of the biodiversity would be partly ensured. There are four different methods, the “simple” method with polyphague herbivores, and the more precise methods with monophagues like the classical method, the bioherbicides and the system-management-method.


Scientific work is practised all over the globe, new knowledge is achieved and if possible translated into action. However a solution is not always be found and the method has its limits. Only few risks are known, but an often discussed one is the possibility of the control organism to change his host plant – the target weed – and to attack native plants. Through intensive research of the host spektrum of the control organism, this risk might be lowered enough.


To sum up the biological control of weeds is a possibility of supplementing the other methods of controling weeds or in some cases the only chosen alternative to these methods. In Europe the biological control of weeds will gain in importance by the increasing of more invasive plants and more herbicidal resistance of weeds, if it´s the best economic solution. But until then there has to be further research, public relations work and industrial development.