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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-48687
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4868/


Analyse von Arbeitsprozessen in Privathaushalten im Hinblick auf die Hausgerätevernetzung

Analysis of working processes in private households in terms of connected household appliances

Gabler, Claudia


Originalveröffentlichung: (2007) Aachen: Shaker 2007 (Berichte aus der Haushaltswissenschaft)
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Smart Home , vernetzter Haushalt , Hausgerätevernetzung , Arbeitsanalyse Haushalt , Methodentriangulation
Freie Schlagwörter (Englisch): smart home , connected home , intelligent home , market research , working analysis , domestic work,
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Professur für Prozesstechnik in Lebensmittel- und Dienstleistungsbetrieben
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 978-3-8322-6566-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.07.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 17.09.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Trotz ausgereifter, einfach zu installierender Technik mit herstellerübergreifenden und einheitlichen Standards haben sich die optimistischen Prognosen zur Marktentwicklung vernetzter Hausgeräte als Bestandteil sogenannter Smart Homes bis heute nicht erfüllt. Ein möglicher Grund hierfür ist die Unkenntnis über die tatsächlichen Hausarbeitsprozesse im Alltagsleben der Privathaushalte.
Die vorliegende Forschungsarbeit geht von der erweiterten Gerätevernetzung aus und bezieht auch aktuelle Themen wie das Energiemanagement und die RFID-Technologie im Bereich des Warenflusses in Haushalten in die Analysen mit ein. Um diese komplexen Themenfelder entsprechend untersuchen zu können, konzipiert die Autorin eine inhaltlich und zeitlich aufeinander aufbauende Methodentriangulation. Diese besteht aus Gruppeninterviews (N = 64), Beobachtungen In-Home mit anschließender mündlicher Befragung (N = 32) sowie Onlinebefragungen (N = 707). Es zeigt sich, dass die Wahl und die Ausgestaltung der Erhebungsverfahren einen entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisse haben. Als Kernergebnis im Bereich des Gerätenutzungsverhaltens geht hervor, dass das originäre Haushaltsgeschehen einen deutlichen Einfluss auf die Befürwortung bzw. Ablehnung vernetzter Lösungen hat, die alleinige Betrachtung der Technikaffinität hingehen kaum Rückschlüsse diesbezüglich zulässt. Trotz der individuellen Ausübung von Hausarbeit zeigen sich im Bereich der Organisationsarbeit und Simultanaktivitäten Übereinstimmungen zwischen den Haushalten, was die hohe Anzahl paralleler Aktivitäten neben der Lebensmittelzubereitung betrifft. Ferner können deutliche Abhängigkeiten entlang der Prozesse der Lebensmittelkette in Privathaushalten extrahiert werden. Es wird gezeigt, dass der Wissensstand über den Lebensmittelvorrat im Privathaushalt lückenhaft ist und welche Indikatoren hierzu beitragen. Die hier vorliegenden Befunde dienen dem besseren Verständnis rund um Haushaltsprozesse und geben wertvolle Hinweise für konkrete Produktmodifizierungen und Prozessverbesserungen.

Es zeigen sich Ansatzpunkte für ein verhaltensbasiertes Energiemanagement im Bereich der Hausgerätenutzung sowie Möglichkeiten, die Lebensmittelzubereitung zugunsten von Sicherheit und Qualität zu automatisieren. Zugleich werden wertvolle Hinweise für weitere Analysen im Bereich der Simultanaktivitäten gegeben, das speziell auch für die künftigen Zeitbudgetstudien von Bedeutung sein dürfte.
Kurzfassung auf Englisch: Despite highly sophisticated and easy to install technology with manufacturer-spreading and uniform standards the market still doesn’t live up to the optimistic forecasts about "smart" household appliances. This fact can be blamed to the lack of knowledge relating to the workflow of domestic work in private households. This is not least caused by the design of (commercial) studies. On the one hand, the resulting solutions do not meet the flow of work in private households. On the other hand, the marketing focuses too much on prestigious aspects and less on the actual benefit of ‘smart’ products, which very probably occur in the alignment with the originally findable behaviours, how the represented research results show. In awareness of these problems a triangulation of methods is used, consisting of focus groups (N = 64), monitoring of selected households in-home with following face-to-face interview (N = 32) and an online survey (N = 707). The research projects point out that the choice and the design of the collection procedures already have a crucial influence on the results. The most important finding in view of the usage patterns of appliances is that the original household procedures have a clear influence on the endorsement and/or refusal of ‘smart’ solutions, unlike the affinity to technology for each person.
Despite the individual practice of housework in the range of the organizational work and simultaneous activities, the food preparation is the working procedure with the highest number of parallel activities. There is also evidence of dependencies regarding the whole process chain of food acquisition, storage and preparation. The findings show that most people don’t know exactly which eatables are at stock and what causes lead to this lack of knowledge. The findings of this thesis will allow a much better understanding of household processes and give valuable units for product modifications and process improvements. The analyses about simultaneous activities may be a starting-point for time budget studies in the future.