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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-48374
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4837/


Vorurteile: Zur Rolle von Persönlichkeit, Werten, generellen Einstellungen und Bedrohung. Die Theorie grundlegender menschlicher Werte, Autoritarismus und die Theorie der Sozialen Dominanz als Erklärungsansätze für Vorurteile : Ein integrativer Theorienvergleich.

Toward a broader understanding of Prejudice: Comparing, testing and integrating the Theory of Basic Human Values, Authoritarianism and Social Dominance Theory

Iser, Julia Angela


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Vorurteil , Autoritarismus , Werte , soziale Dominanz , empirischer Theorienvergleich
Freie Schlagwörter (Englisch): prejudice , authoritarianism , values , social dominance , theory comparison
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Politikwissenschaft
Fachgebiet: Soziologie
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.07.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 20.08.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) bezieht sich nicht nur auf die Diskriminierung unterschiedlichster Gruppen innerhalb unserer Gesellschaft, sondern stellt auch ein Phänomen dar, welches in verschiedenen Kontexten, auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichem Ausmaß auftritt. Angesichts dieser Vielschichtigkeit liegt es nahe, dass es keine monokausale Erklärung für GMF gibt und dass eine, die verschiedenen Disziplinen übergreifende Befassung mit den Ursachen von GMF angemessen ist. Durch einen systematischen theoretischen und empirischen Vergleich der Theorie grundlegender menschlicher Werte, des Autoritarismusansatzes sowie der Theorie der sozialen Dominanz sollen drei etablierte Theorien nicht nur hinsichtlich ihrer Erklärungskraft von Vorurteilen gegenüber gestellt werden. Vielmehr geht es in dieser Dissertation darum diese drei, sich nicht gegenseitig ausschließenden Ansätze in ein gemeinsames Modell zur Erklärung von GMF zu integrieren, um so zu einem umfassenderen Verständnis des gemeinsamen Problembezuges zu gelangen.

In einem ersten Schritt geht es um die Rekonstruktion, Explikation und Formalisierung aller drei Ansätze und deren Bewertung an Hand von wissenschaftstheoretischen Kriterien. Nach der Kontrastierung folgt eine Integration wesentlicher Bestandteile der Theorien in ein gemeinsames Erklärungsmodell. Dieses wird im empirischen Teil an Hand zweier repräsentativer Bevölkerungsumfragen mit Strukturgleichungsmodellen empririsch überprüft.
Kurzfassung auf Englisch: Group based enmity describes a phenomenon which isn’t only various in its outcomes for different groups. It takes place at different levels (e.g. between persons, groups), contexts and appears to vary in its extends. Therefore a monocausal explanation of the phenomenon does not seem very plausible. The Theory of Basic Human Values, Authoritarianism and Social Dominance Theory as well as their relation to threat should be compared theoretically und simultaneously tested via structure equation modelling.

The paradigm of my work is explicitly integrative: by means of integrating different approaches which are complementary rather than logically contradicting, I hope to contribute to a comprehensive understanding of group based enmity, that is one of the most important and interesting questions of modern societies.