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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-47385
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4738/


Experimentalstudie zur Rotationsstabilität des Trilam-Nagels bei Osteosynthesen der großen Röhrenknochen von Hund und Katze in vitro

Streicher, Michael


Originalveröffentlichung: (2007) Giessen : VVB Laufersweiler 2007
pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.428 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Kleintiere, Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 9-783-3-8359-5159-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.03.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 29.06.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der operativen Frakturbehandlung ist die Fixierung der korrekt reponierten
Fragmente. Dafür stehen die Platte, der Fixateur externe und die intramedullären
Kraftträger zur Verfügung. Im Rahmen der „biologischen Osteosynthese“ sind außer
der Stabilisierung der Bruchfragmente auch die natürlichen Gesetzmäßigkeiten der
Knochenheilung zu berücksichtigen. Dazu müssen die Durchblutung der Fragmente
in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und die Gefäße des intramedullären
Raums weitgehend geschont werden. Diese Bedingungen wurden bisher weder
durch den Verriegelungsnagel mit ausgedehnter Freilegung der Bruchstelle noch
durch den Rundnagel mit Verklemmung im Markraum optimal erfüllt.
Der zweite wichtige Aspekt der Osteosynthese ist die Garantie der Rotationsstabilität.

Sie wird bisher am besten durch den Verriegelungsnagel erreicht, bleibt aber bei
den Rundnägeln problematisch.

Der Trilam-Nagel hat eine runde Grundform und drei in Längsrichtung verlaufende
Lamellen, die sich beim Einschlagen in die Innenkortikalis des frakturierten Knochens
einkerben. Um Rotationsstabilität zu erreichen, ist damit ein viel geringerer Druck auf
die innere Kortikalis erforderlich als beim Rundnagel. Das wirkt sich hinsichtlich der
Erhaltung einer optimalen Durchblutung der Kompakta vom Endost her günstig aus.

Im Frakturbereich gewährleistet der Trilam-Nagel bei der Reposition und Stabilisierung
der Fraktur den Erhalt des geschlossenen Weichteilmantels. Damit werden zusätzliche,
operativ bedingte Gefäßverletzungen des Weichteilmantels um die Bruchstelle
vermieden.

Das Ziel dieser Arbeit bestand in der Überprüfung der biomechanischen Eigenschaften
des Trilam-Nagels bezüglich seiner Rotationsstabilität. Die Messungen wurden
an separierten Leichenknochen von Hund und Katze vorgenommen. Humerus, Femur
und Tibia jeweils der linken Körperhälfte wurden durchsägt, genagelt und dann
den Rotationskräften einer speziellen Rotationsmaschine ausgesetzt, bis es zum Zusammenbruch
der Osteosynthese kam. Die Messergebnisse ließen sich mittels der
Gerätschaften der Firma Hauser aus Remscheid in der Maßeinheit Nm dokumentieren. Die entsprechenden kontralateralen intakten Röhrenknochen des selben Tieres
dienten zum Vergleich. Insgesamt wurden 47 Hunde und 33 Katzen untersucht.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of fracture treatment is the fixation of the correctly placed fragments. Therefore
the plate, fixateur externe and intramedullary pins can be used.
Within the scope of “biological osteosynthesis” and in addition to the stability of the
fragments, the physiological components of fracture healing have to be kept in mind.

The blood supply of the fragments has to be left in its physiological condition and the
intramedullary blood vessels have to be treated with care. So far these conditions
have not been reached neither by the interlocking nail with its traumatic approach to
the fracture site nor by intramedullary nails with round diameter.
An other important aspect of osteosynthesis is to obtain rotational stability. Up to now
this is best achieved by using interlocking nails, but is still problematic by using nails
with round diameter.

The Trilam-nail has a round diameter and three in longitudinal direction placed lamellae,
which notch into the inner cortex of the fractured bone. To achieve rotational stability,
the Trilam-nail puts less pressure to the inner cortex than nails with round diameter.
In the fractured area the Trilam-nail ensures the preservation of the soft tissue
surrounding the bone. Thus, additional injuries, caused by the surgeon, can be
avoided.

The aim of this study was to test the biomechanical characteristics of the Trilam-nail
referring to its rotational stability. The measurements took place on separated bones
of corpses of dogs and cats. Humerus, femur and tibia of the left body site were
sawed and the a Trilam-nail was placed inside. A machine, simulating rotational
forces, was fixed on the bones. Forces were brought to the bone until it fractured.

The results were seen on a display of the machines built by Hauser Company from
Remscheid. The forces were measured in Nm. The intact bones from the other body
site were needed for comparison to the fractures bones of the left site. In total 47
dogs and 33 cats were examined.
From taking the bone samples until the beginning of the tests an average time of 4
weeks was needed. The storage of the samples was performed like recommended in
literature by –25°C.