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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-46555
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4655/


Die Behandlung von Unterkieferfrakturen mit Zugschrauben im Universitätsklinikum Gießen von 1998 bis 2002 : eine retrospektive Studie

The treatment of mandibular fractures in the university of Gießen from 1998 to 2002

Schreier, Yvonne


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Zugschraube , Unterkieferfraktur , bikonkave Unterlegscheibe
Freie Schlagwörter (Englisch): lag screw , mandibular fracture , biconcave washer
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.03.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 31.05.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Anwendbarkeit der Salzburger Zugschraube bei einer vorliegenden einfachen Unterkieferfraktur darzustellen, sowie Vor- und Nachteile, Kontraindikationen, Komplikationen und die hieraus resultierenden Konsequenzen aufzuzeigen. Trümmer- und Defektfrakturen wurden dabei nicht berücksichtigt.

Das Prinzip der Zugschraube beruht auf axialer Kompression. Diese wird dadurch erreicht, dass die Schraube durch das schraubenkopfnahe Fragment gleitet (Gleitloch) und nur das schraubenkopfferne Fragment erfasst (Gewindeloch). Die dabei zusätzlich verwendete bikonkave Unterlegscheibe verhindert Knochenabsprengungen durch den konischen Schraubenkopf und nutzt die splittenden Kräfte zur zusätzlichen Kompression. Das Patientengut dieser retrospektiven Erhebung bestand aus 107 Patienten mit 125 Frakturen, die ausschließlich mit Zugschrauben und bikonkaven Unterlegscheiben versorgt worden waren.

Die Behandlung einer Unterkieferfraktur mit Zugschrauben unterliegt vielen Faktoren, welche die Heilung beeinflussen können. Als entscheidende Faktoren sind zum einen der Allgemeinzustand des Patienten und seine intraorale Situation zu nennen, zum anderen das Können und die Erfahrung des Operateurs und die richtige Indikationsstellung. Als besonders günstig stellten sich Schrägfrakturen sowie Kieferwinkel- und Symphysen- bzw. paramediane Frakturen heraus. Vorteile bietet das Zugschrauben - System vor allem durch die minimalinvasive Technik, die geringe Deperiostierung sowie die kurze OP-Dauer, die sofortige Mobilisierbarkeit des Unterkiefers ohne intermaxilläre Fixation und die Möglichkeit der primären Knochenheilung.
Kurzfassung auf Englisch: The present study aimed at demonstrating the applicability of the Salzburg lag screw in an existing simple fracture of the lower jaw as well as showing advantages and disadvantages, contraindications, complications and the resulting consequences. Comminuted and resecting fractures have not been taken into account in this study.

The principle of the lag screw is based on axial compression. This compression is reached by the screw gliding through the fragment located near the screw head (gliding hole) and only seizing the fragment distant from the screw head (threaded hole). The additionally used biconcave washer prevents the bone from splintering off through the conical screw head and uses the splitting forces for additional compression. The case material for this retrospective survey comprised 107 patients with 125 fractures that have been treated exclusively using traction screws and biconcave washers.

The treatment of a fracture of the lower jaw using traction screws is subject to a large number of factors that may influence the recovery. Decisive factors are the general state of the patient and his or her intraoral situation on the one hand and the skills and the experience of the operating surgeon and the correct indication on the other hand. Oblique fractures as well as fractures of the jaw angle and the symphysis and paramedian fractures showed to be particularly favourable. The traction screw system offers the advantages of minimally invasive technique, small periostomy as well as short duration of surgery, the possibility of immediate mobilisation of the lower jaw without intermaxillary fixation and the possibility of primary healing of the bone.