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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-45200
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4520/


Untersuchungen zur Inhibition der Hepatitis B Virus Infektion von primären Tupaia Hepatozytenkulturen

Inhibition of hepatits B virus infection in primary tupaia hepatocyte cellcultures

Prinz, Christian


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.059 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Hepatitis , Infektion , Tupaia , Prinz , Inhibition
Freie Schlagwörter (Englisch): hepatitis, infection , tupaia , prinz , inhibition
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Insitut für Medizinische Virologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.02.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 13.03.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Für 20 Jahre waren primäre humane Hepatozytenkulturen das einzige in vitro Sytem um Infektionen mit HBV zu studieren. In dieser Arbeit wurde die Inhibition einer Infektion mit unterschiedlichen Antikörpern gegen HBV in einem primären Zellkultur-System mit Hepatozyten von Tupaia belangeri untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass monoklonale Antikörper gegen die drei Oberflächenstrukturproteine des HBV (LHBs, MHBs, SHBs) jeweils allein oder in Kombination eine Infektion inhibieren können. Auch die Verwendung von Antikörperfragmenten (Fab-Fragmente) dieser Antikörper konnte die Infektion effizient inhibieren. Ferner konnte gezeigt werden, dass humane polyklonale Antikörper ebenfalls in der Lage sind, eine Infektion mit HBV zu verhindern. Insbesondere bei gleichzeitiger Verwendung von Antikörpern gegen die
S-, präS1- und präS2-Domäne konnte eine bessere Inhibition beobachtet werden, als bei alleiniger Nutzung von Antikörpern gegen die S-Domäne. In Anbetracht einer steigenden Anzahl von escape-Mutanten unter antiviraler Therapie mit reversen Transkriptasehemmern ( wie z.B. Lamivudin) oder bei Reaktivierung einer Infektion mit HBV nach Chemotherapie, sollte die bisherige Impfpraxis neu überdacht werden. Die derzeitigen gebräuchlichen Impfstoffe enthalten lediglich das SHBs und induzieren einzig Antikörper gegen die S-Domäne. Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, dass ein Kombinationsimpfstoff mit Antikörpern sowohl gegen die S-Domäne, als auch gegen die präS-Domänen weitaus effektiver wäre.
Kurzfassung auf Englisch: For over 20 years, primary human hepatocytes were the only possible in vitro system for studying HBV infections. We checked different antibodies against HBV using differentiated primary hepatocytes from tupaia belangeri to see if inhibition of infection is possible. It could be shown that monoclonal antibodies against the surface proteins of HBV (LHBs, MHBs, SHBs) could stop infection solely or in combination. Furthermore, Fab-fragments of monoclonal antibodies could also neutralize infectivity efficiently. In addition to these results we showed that also human polyclonal antibodies could avert infection of tupaia hepatocytes. Especially combination of antibodies against S-, preS1- and preS2-domain led to excellent results of inhibition. In view of escape mutants, frequently arising under antiviral therapy with reverse transcriptase inhibitors (e.g. lamivudine) or after reactivation of HBV after chemotherapy, the use of current vaccination should be reconsidered again. The current vaccination against HBV contains only SHBs and induces only antibodies against the S-domain. The results suggest the advantage of combination of anti-S, anti-preS1 and anti-preS2 antibodies against the current anti-S vaccination.