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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-45198
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4519/


Einfluss medikamentöser Wurzelkanaleinlagen auf die Dichtigkeit der provisorischen Deckfüllung aus Cavit®

Golombek-Elmastas, Milena


pdf-Format: Dokument 1.pdf (8.032 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): medikamentöse Zwischeneinlagen , Cavit , Calxyl , Ledermix , ChKM
Freie Schlagwörter (Englisch): endodontic medicaments , Calxyl , Ledermix , ChKM
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.12.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 09.03.2007
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie wurde der Effekt häufig in der Endodontie verwendeter medikamentöser Zwischeneinlagen auf die Wandständigkeit der temporären Verschlussmasse Cavit®-W untersucht.

Hierzu wurden 80 Molaren verwendet, bei denen eine Präparation einer standardisierten Zugangskavität der Größe 3,5mm x 4mm erfolgte. Danach erfolgte eine zufällige Zuteilung von jeweils 20 Zähnen in vier Versuchsgruppen. Der Kavitätenboden der Kontrollgruppe (Gruppe IV) wurde mit Calxyl® abgedeckt, anschließend wurde die Kavität, soweit mit einem Calxyl® getränktem Wattepellet aufgefüllt, bis die Kavitätenresttiefe 4 bis 4,5 mm betrug, bevor der Verschluss der Trepanationsöffnung mit Cavit®-W erfolgte. Der Kavitätenboden der Gruppe I-III wurde mit jeweils dem der Gruppe zugeordneten Medikament bedeckt. Nachfolgend erfolgte zusätzlich die Bedeckung einer Kavitätenwand mit entsprechenden Medikament. Analog der Kontrollgruppe wurde bei allen Proben bis zu einer Kavitätenresttiefe von 4 bis 4,5 mm die Zugangskavität mit den entsprechenden medikamentengetränkten Wattepellets aufgefüllt bevor der Verschluss der Kavität mit der provisorischen Verschlussmasse Cavit® erfolgte. Die Proben wurden durch 150 Zyklen in Thermowechsellastgerät zwischen 5°C und 55°C gealtert. Die Zähne wurden einem Farbstoffpenetrationstest unterzogen. Um das Eindringen des Farbstoffes an der Grenzfläche mit Lichtmakroskop zu erfassen wurden von den Proben Längsschnitte angefertigt.

Bei den Vergleich der Eindringtiefe zwischen mit medikamentöser Wurzelkanaleinlage verschmutzten Kavitätenwand und medikamentenfreien Kavitätenwand innerhalb der einzelnen Gruppen fiel auf, dass an medikamentös verschmutzten Wänden mit Calxyl® aber auch Ledermix® tendenziell höhere Penetrationsstrecken ermittelt worden sind. ChKM hingegen bewirkte keine Verschlechterung der Randqualität. Die vorliegenden Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass Verunreinigungen der Kavitätenwände durch medikamentöse Einlagen insbesondere durch Calxyl® aber auch durch Ledermix® das Abdichtungsverhalten von Cavit® beeinträchtigen.